Regierung beschließt Reform des Versorgungsausgleichs

Reform des Versorgungsausgleichs soll Mitte 2009 in Kraft treten

Das Bundeskabinett hat am 20.05.08 eine Reform des Versorgungsausgleichs beschlossen. Seit 1977 werden bei einer Scheidung im Verfahren des Versorgungsausgleichs die während der Ehe erworbenen Ansprüche von Eheleuten auf Alters- und Invaliditätsversorgung hälftig aufgeteilt.
Nach der bisherigen Regelung geschieht dies unter Anwendung eines komplizierten Umrechnungsverfahrens : Die Vielzahl unterschiedlicher Versorgungsrechte (z.B. aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamtenpensionen, Betriebsrenten, privaten Rentenversicherungen, „Riester-Rente“ usw. ) weisen eine stark unterschiedliche Werthaltigkeit auf. Der Unterschied besteht vor allem in der Dynamik der Anrechte, also in welcher Weise eine Versorgung während der Einzahlung, in der sog. Anwartschafts- und während der Auszahlung im Alter, in der sog. Leistungsphase in ihrem Wert steigt.

Beispiel : Hat ein heute 30jähriger Mann in der gesetzlichen Rentenversicherung Entgeltpunkte erworben, die heute einer Rente von € 500,00.- entsprechen, so wird sich dieser Rentenanspruch bis zu seinem Renteneintritt auf einen wesentlichen höheren Betrag belaufen, selbst dann, wenn er ab sofort keine Rentenbeiträge mehr zahlt. Dies liegt daran, daß die Anrechte in der gesetzlichen Rentenversicherung an die jährliche Entwicklung der Nettolöhne gebunden sind und daher im Laufe der Zeit (leicht) ansteigen, d.h. dynamisch sind.
Dagegen gibt es durchaus Betriebsrenten- oder Pensionszusagen, die vollständig statisch sind, d.h. auf einen bestimmten festen monatlichen Geldbetrag lauten, der sich zeitlebens bis zum Renteneintritt und auch danach nicht mehr ändert. Der Mann würde also auch im Alter von 75 Jahren nur genau die ihm mit 30 Jahren zugesagten € 500,00.- erhalten, die aber aufgrund der jährlichen Inflation 45 Jahre später nur noch einen viel geringeren Wert haben.

Zwischen diesen beiden Extremen existieren eine Vielzahl Mischformen, d.h. Rentenanwartschaften, die etwa zu bestimmten Phasen teildynamisch oder teilstatisch sind.
Es liegt dabei auf der Hand, daß ein vollständig dynamisches Rentenanrecht wesentlich mehr wert ist, als ein vollständig statisches, das im Lauf der Jahrzehnte ganz erheblich an Kaufkraft verliert. Demzufolge können die während der Ehezeit erworbenen verschiedenen Rentenansprüche nicht wie „Äpfel mit Birnen“ einfach miteinander verrechnet, sondern müssen zuvor vergleichbar gemacht werden. Es werden daher zunächst alle Anrechte umgerechnet auf den Maßstab der gesetzlichen Rentenversicherung, was nur mit komplizierten Computerprogrammen möglich ist. Anschließend wird für jeden Ehegatten die Summe seiner während der Ehe erworbenen Rentenanrechte erfasst (Saldierung) und festgestellt, welcher Ehegatte die höheren Anrechte erworben hat; dieser muß den Wertunterschied ausgleichen. Der Ausgleich erfolgt dabei in Regel in der Weise, daß für den Ausgleichsberechtigten gesetzliche Rentenanwartschaften begründet werden.

Dieses bestehende System des Versorgungsausgleichs ist kompliziert und die Umrechnung fehleranfällig : So führt z.B. die Umrechnung dazu, daß private Rentenanwartschaften im Versorgungsausgleich zu niedrig bewertet werden, d.h. der Ehegatte, der eine private Rentenanwartschaft hat, wird gegenüber dem Ehegatten mit einer gesetzlichen Rentenanwartschaft begünstigt. Hinzu kommt, daß sich die ermittelten Rentenanrechte zum Teil auf Prognosen stützen, die regelmäßig von den tatsächlichen Rentenversorgungen im Alter abweichen. Das Bundesverfassungsgericht hatte daher bereits mehrfach Änderungen des Versorgungsausgleichs veranlasst, ohne daß die grundlegenden Probleme beseitigt werden konnten.

Durch die jetzt beschlossene Reform des Versorgungsausgleichs soll dieser wesentlich vereinfacht werden : Entsprechend dem Regierungsentwurf sollen in Zukunft Rentenansprüche bei den Versorgungsträgern direkt geteilt werden können (interne Teilung) : Nicht mehr die Summe der erworbenen Rentenanwartschaften wird ausgeglichen, sondern jede einzelne Rentenanwartschaft für sich soll geteilt werden, so daß jeder Ehepartner bei jedem Versorgungsträger des anderen Ehegatten bei der Scheidung ein eigenes Rentenkonto erhält, auf dem sein Anteil der geteilten Versorgungsansprüche weitergeführt wird. Die komplizierte Umrechnung und Neubegründung von Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung kann damit entfallen.

Die Reform bringt aber auch Einschränkungen des Versorgungsausgleichs mit sich :

  • Bei kurzer Ehedauer bis zu zwei Jahren soll künftig ein Versorgungsausgleich nicht mehr stattfinden, obwohl der wirtschaftliche Wert der in diesem Zeitraum erworbenen Anwartschaften durchaus einem fünfstelligen Betrag entsprechen kann.
  • Niedrige Rentenansprüche sollen per zweckgebundener Abfindung ausgezahlt werden.
  • Sehr geringe Rentenansprüche sollen nicht mehr ausgeglichen werden (Bagatellgrenze).

Eingestellt am 27.05.2008 von RAin Wolf
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213 Kommentare zum Artikel "Regierung beschließt Reform des Versorgungsausgleichs":

Am 28.10.2008 schrieb (anonym) folgendes:
Ich gehe 2/2009 in Rente. Lt RV ergibt sich eine Renzenbeitrag abzügl des 1987 verbindl festgestellten Versorgungsausgleichs. Mein Ex-Partner geht allerdings erst in ca 10 Jahren in Rente. Gibt es eine Möglichkeit, dass ich bis zum Renteneintritt des EX-Partners die Rentenbeiträge einfordern kann. Ich habe nach der Scheidung für meine Exfrau einige Jahre Unterhalt bezahlt

Mir ist Ihre Frage leider nicht ganz klar. Sie wollen von Ihrer vor Jahrzehnten geschiedenen Ehefrau Rentenanwartschaften, die damals im Versorgungsausgleich übertragen wurden zurück, bis diese selbst in 10 Jahren in Rente geht ?
(Bitte geben Sie keine vollständigen Namen an, Sie werden sonst schnell gegoogelt, ich habe Ihren Nachnamen daher gekürzt)

Bearbeitet am 28.10.2008 von RAin Wolf

Am 29.10.2008 schrieb (anonym) folgendes:
Ja, das ist meine Frage. Habe ich einen rechtlich möglichen Anspruch auf die Auszahlung dieses Ehegattenanteils bei Rentenantritt, bis meine Ex-Ehefrau selbst in Rente geht und der Versorgungsausgleich greift?
Wolf.H.

Ihre Frage zielt offenbar auf das sog. Rentnerprivileg ab. Die Rente wird in bestimmten Fällen nicht um die im Versorgungsausgleich festgestellten Beträge gekürzt, sondern solange ungekürzt ausbezahlt, bis auch der andere Ehegatte in Rente geht und seine im Versorgungsausgleich erworbenen Rechte tatsächlich beansprucht. Voraussetzung für die Anwendung des Rentnerprivilegs wäre aber, daß Ihre geschiedene Frau grds. unterhaltsberechtigt Ihnen gegenüber ist. Es handelt sich hier außerdem nicht um einen Anspruch gegen den geschiedenen Ehegatten, sondern gegen den Rentenversicherungsträger.

Bearbeitet am 29.10.2008 von RAin Wolf

Am 17.03.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin seit 2002 in Pension. Seitdem wird mir ein hoher Versorgungsausgleich für meine geschiedene Frau, die schon lange wieder mit einem anderen höheren Beamten verheiratet ist, monatlich von meinen Bezügen abgezogen. Meine Ex bezieht seit 2009 erst ihre Rente.
Ich möchte gerne wissen, ob ich wirklich dazu "verdammt" bin, mein ganzes restliches Leben für meine Ex-Frau zahlen zu müssen oder ob sich durch die Neuregelung Des Versorgungsausgleiches evtl. auch im Nachhinein für mich etwas ändert. Nur zur Info: Meine Ex hat wesentlich mehr Geld zur Verfügung als ich.
Am 18.03.2009 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nach der geplanten Neuregelung soll erst für Scheidungen, die ab 01.09.09 eingereicht werden, das neue Recht gelten. Sie wären daher vom neuen Recht voraussichtlich nicht betroffen.

Rein materiell ist außerdem fraglich, ob das neue Recht für Sie überhaupt zu einer Verbesserung führen würde, da sich lediglich die Berechnungsmethode, nämlich Teilung anstelle der bisherigen Umrechnung ändert, nicht aber die Tatsache des Versorgungsausgleichs für während der Ehezeit erworbene Rentenanwartschaften und Pensionsansprüche als solches. Ein vereinfachtes Beispiel hierzu : Die Ehefrau hat in 20jähriger Ehe einen Rentenanspruch in der gesetzlichen Versicherung in Höhe von € 300.- der Ehemann von € 500.- monatlich erworben.
Nach altem Recht wurde die Differenz ausgeglichen, d.h. vom Rentenkonto des Ehemannes bei der Rentenversicherung wurden Anwartschaften in Höhe von € 500- € 300.- = € 200.- / 2 = € 100.-auf das Konto der Ehefrau übertragen. Beide hatten dann (aus der Ehe) je € 400.- Rentenansprüche.
Nach neuem Recht würden beide Beträge geteilt, d.h. jeder Ehegatte hätte 2 Rentenkonten, eines mit € 500.- / 2 = € 250.- und eines mit € 300.- / 2 = € 150.-. Unter dem Strich (je € 400.-) ändert sich dadurch wenig. Die Reform bringt hier materielle Veränderungen vor allem bei der Bewertung von privaten Anrechten, z.B. priv. Rentenversicherungen, die bislang beim Umrechnungsverfahren regelmäßig zu niedrig bewertet wurden. Durch die Teilung anstelle von Umrechnung wird dieses Problem entschärft. Materielle Änderungen ergeben sich im übrigen bei sehr kurzen Ehen und geringen Rentenansprüchen (siehe oben).

Bearbeitet am 18.03.2009 von

Trackback von Casino 1243611582 am 29.05.2009
Casino 1243611582
Am 21.06.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe 1963, mit 17 Jahren, geheiratet, war 10 Jahre "nur Hausfrau" und habe meinem Exmann den Rücken für seine Karriere freigehalten, den Haushalt geführt und zwei Kinder versorgt. 1976 bin ich, mit 30 Jahren, geschieden worden. Ich habe weder für mich noch für meine Kinder Unterhalt bekommen, der auch nur geringfügig zum Leben gereicht hätte. Heute ist meine Altersarmut vorprogrammiert. Weder Versorgungsausgleich noch Witwenrente kommt für mich infrage. Ich hatte mir erlaubt mit 38 Jahren ein 2. Mal zu heiraten. Vielen Frauen, die vor 1977 geschieden wurden geht es so.
Am 19.09.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin vor einigen Tagen geschieden worden. Die Scheidung wurde im April 2009 eingereicht. Der Versorgungsausgleich wurde ausgesetzt, weil bei einer betrieblichen Altersversorgung noch Unklarheiten bezüglich der Rentenhöhe bestehen. Mit dem Versorgungsausgleich können wir frühestens in ein bis zwei Jahren rechnen.
Richter und Anwalt(ich war nicht durch einen Anwalt vertreten) waren sich nicht einig ob der Versorgungsausgleich dann nach dem alten oder neuen Recht durchgeführt wird. Wie ist denn diesbezüglich die Rechtslage?
Am 21.09.2009 schrieb RAin Wolf folgendes:
Für Verfahren, die vor der Gesetzesreform anhängig geworden sind gilt in der Regel das alte Recht, für Verfahren, die nach dem 01.09.09 anhängig geworden sind, das neue Recht.
Es gibt aber auch Unklarheiten, etwa wie Verfahren behandelt werden, die vom (ursprünglich v o r dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung eingereichten) Scheidungantrag n a c h diesem Termin abgetrennt und als selbständige Verfahren weitergeführt werden. Hier werden - nach vorläufiger Erfahrung - von den Gerichten verschiedene Rechtsauffassungen geäußert, die einen sehen dies als "altes" Verfahren, weil der Antrag mit der Scheidung vor der Änderung gestellt wurde, die anderen berufen sich darauf, daß mit der Abtrennung ein "neues" Verfahren nach der Gesetzesänderung eingeleitet worden sei. Um diese Meinungsverschiedenheit scheint es auch bei Ihnen zu gehen. Wahrscheinlich wird Klarheit erst endgültig geschaffen werden, wenn eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs hierzu ergeht.

Für die Inhaber betrieblicher Rentenanwartschaften war in der Regel das alte Recht günstiger, weil es diese Rentenanwartschaften niedriger bewertete, Sie sollten daher - nachdem Sie mit einer Verfahrensdauer von ohnehin mindestens 1 - 2 Jahren rechnen - die Rechtsprechung im Auge behalten, da innerhalb dieser Zeit wohl zumindest mit ersten Entscheidungen der Oberlandesgerichte zu rechnen ist.

Am 07.06.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Seit Dezember 2009 bin ich geschieden und ausgleichsverpflichtet. Mein Renteneintritt ist im Aug. 2011.
Kürzlich erhielt ich die aktuelle Renteninformationder Rentenversicherung.
Aus dieser Mitteilung geht hervor, dass der künftige Versorgungsausgleich für meine ehemalige Ehefrau bereits direkt mit meinem Eintritt in das Rentenalter im August 2011 von meiner Rente abgezogen wird, dies geschieht, obwohl meine Ex Frau meiner Schätzung nach, erst ca. zehn Jahre später ihre eigene Altersrente beziehen wird.
Hieraus ergibt sich für mich die spannende Frage, mit der Bitte um Beantwortung.
Wo verbleibt über diese zehn Jahre lang, der mir von meiner Rente vorenthaltene monatliche Betrag von über 540,00 EUR zum Versorgungsausgleich meiner ehemaligen Ehefrau? Gibt es Möglichkeiten diesen dramatischen Rentenverlust, von dem beide ex Eheleute keinen Vorteil haben, gerichtlich einzuklagen? So dass ich wenigstens bis zum Renteneintritt meiner ex Frau, meine mühsam erworbenen Rentenpunkte und die dazu adäqaten Rentenzahlungen weiter erhalte.
P.s. Die Renten sind sicher.
Am 08.06.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die einzelnen Rentenanwartschaften werden seit 01.09.09 im Zeitpunkt des Versorgungsausgleichs geteilt. Dabei bleibt es, unabhängig vom weiteren Lebensweg der Ehegatten und davon, wann und in welcher Form diese die Anwartschaften einmal in Anspruch nehmen. Nur wenn Sie Ihrer Ex-Ehefrau weiterhin gesetzlich unterhaltspflichtig sind, könnten Sie eine Anpassung des VA erreichen, andernfalls verbleibt es bei der durchgeführten Teilung und damit der gekürzten Versorgung.
Am 08.06.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.
Mir ist hierdurch klar geworden, dass hier nichts mehr zu zu machen ist.
Leider gibt Ihre Antwort keinen Aufschluss darüber, wo jetzt nun die ca. 17.000 EUR verbleiben, für die ich Rentenbeiträge gezahlt habe und die mir jetzt vorenthalten werden.
Wer verdient da an unserer Scheidung? Außerdem empfinde ich es als rechtlich sehr unausgewogen, dass in Scheidungsfällen dann im Bezug auf den Versorgungsausgleich, zusätzlich der Altersunterschied der ehemaligen Eheleute für unangemessene finanzielle Einbußen für den Ausgleichspflichtigen sorgt.
Mit der Bitte um eine weitere Antwort
Am 09.06.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei erheblichem Altersunterschied der Eheleute besteht auch ein erheblicher Zeitraum zwischen dem jeweiligen Renteneintritt von Mann und Frau. Bezieht der Mann bereits Rente und wird ihm diese gekürzt, obwohl die Frau noch jahrelang selbst keine Rentenansprüche geltend machen kann, so sind diese Beträge nicht weg. Vielmehr wird die Rentenversicherung wegen des Altersunterschieds der Ex-Eheleute noch viele Jahre nach dem Tod des Mannes "aus dessen Rentenansprüchen" die entsprechend erhöhten Beträge an die Frau bezahlen. Aufgrund des Altersunterschieds läuft dieser Vorgang nur nicht synchron wie bei altersgleichen Eheleuten, sondern eben phasenverschoben.
Am 09.06.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Ich verstehe das Ganze leider nicht.
Warum wird hier in jedem Fall vorausgesetzt, dass, der Mann bei einem Alterunterschied zur ex Ehefrau von z.B. acht Jahren, auf alle Fälle früher stirbt? Wenn die Frau nun tatsächlich früher stirbt, sollte doch im Umkehrschluss fairerweise der volle Rentenanspruch auf den Mann rückübertragen werden, weil er stets volle Rentenbeiträge gezahlt hat. Lassen Sie mich mal raten. So wie ich diese Gesetzgebung bisher kennen gelernt habe, geht das natürlich absolut nicht, oder?
Phasenverschoben hin, phasenverschoben her. Welche Rentenansprüche (auch noch erhöhte) in welcher Höhe und wie lange und unter welchen Bedingungen kann meine ex Ehefrau noch nach meinem Tod aus meinen Rentenansprüchen ableiten und auch tatsächlich bekommen? Ich bin tot, alles auf Null und sie ist ja schließlich keine Wittwe. Wittwen bekommen soviel ich weiß, eher weniger an Rente und wenn, dann zeitlich begrenzt.
Was ist hier bloß los?
Wenn dann wenigsten in meinem Todesfall als letzte Leistung der RV, von meinen Beiträgen meine Beisetzung gesponsort würde, anstatt eine jetzt nun leider "familienferne" Frau auf Dauer zu unterstützen, könnte ich mich fast damit arrangieren. Dann wäre das wenigstens der Versuch einer letztmaligen und ausgleichenden Leistung an den gebeutelten Beitragszahler. Es würde zudem finanzielle Härten der Hinterbliebenen teilweise ausgleichen.
ich möchte zur persönlichen Erklärung ausdrücklich anmerken, dass meine Beiträge zum Thema nicht aus eigener Verletztheit, Frustration, o.ä. resultieren.
Dies ist einzig und allein der Versuch, einen Gesetzeskomplex und dessen Folgen für den Betroffenen zu verstehen, aus dem offensichtlich mehrheitlich dritte einen Nutzen ziehen können (auch der Staat), nicht aber der rentenversicherte(Ausgleichspflichtige) selbst. Es liegt nicht in meiner Absicht, durch meine konkreten Fragen zum Thema und deren qualifizierte Antworten durch die Experten, für die ich ausdrücklich dankbar bin, andere zu brüskieren, sondern eher auf ein offenes Interesse zum Thema hoffend, sensibilisierend zum weiteren Nachdenken anzuregen.
Die letzten Änderungen des Unterhaltsrechts, die die bisherige Schieflage zu ungunsten des Mannes in einer geschiedenen Ehe relativieren sollte, ist mit Genugtuung und breitem Wohlwollen jener Betroffener zur Kenntnis genommen worden. Die Medien berichteten ausführlich darüber. Wer aber hat wirklich eingehend davon Kenntnis erhalten, das wenig später, nämlich im Herbst 2009 ein weiteres Gesetz (die Folgen sind hier thematisiert), einen Teil dieser Errungenschaften wieder zurückgestellt hat. Man kann sich an dieser Stelle nicht oft genug ein Bild davon machen wie hinterlistig Politik wirklich funktioniert. Es hätte doch allen betroffenen gleich zu denken geben müssen, das eine starke Klientel nicht wirklich Kampflos ihre Pfründe aufgibt und progressive Änderungen der Gegenseite nie zum Nulltarif zu haben sind.
Am 10.06.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Durch den VA werden die in der Ehe erworbenen Rentenansprüche geteilt und zwar so, daß diese dann auf das Rentenkonto des anderen Ehegatten übertragenen Rentenansprüche dann eigene Rentenansprüche(in Ihrem Fall) der Ex-Ehefrau sind. Sie bekommt daher zu gegebener Zeit eine eigene entsprechend höhere Rente bis zu ihrem Lebensende. Ihre Rente dagegen ist aufgrund der von Ihrem Rentenkonto beim VA übertragenen Rentenanwartschaften entsprechend niedriger. Daher ist es im Regelfall unerheblich, welcher der Ehegatten früher oder später in Rente geht oder länger lebt, da dieser aufgrund der Teilung eben seine eigene Rente bekommt, die nicht abhängig ist von der Rente des geschiedenen Ehegatten, und nicht etwa einen Teil der Rente des anderen.
Eine Witwenrente ist dagegen etwas anderes und diese bekommt eine Frau, wie Sie richtig angeben, auch nur dann, wenn die Ehe bis zum Tod hält.
Am 24.10.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

Kann mir einer sagen welche Scheidungen von dieser Änderung betroffen sind. Ich lese immer 'ab 1977', gilt das ab 01.01.1977 oder ab der Reform vom 01.07.1977?

Meine Mutter wurde in 03.1977 geschieden, hat sie jetzt Anspruch am Versorgungsausgleich?

Gruss, Stefan

Am 25.10.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es geht nur um Scheidungen ab der Reform des Eherechts von 1977, für vor der damaligen Reform Geschiedene bleibt alles beim alten.
Am 26.10.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe die Frage, wie es wohl in meinem Fall aussieht und ob mich das Thema überhaupt betrifft. Ich wurde 1993 zum ersten Mal und 2008 zum zweiten Mal geschieden. Sind diese beiden durchgeführten VAe anfechtbar und wenn, welche Voraussetzungen wären dafür nötig?

Freundlichen Gruß und Dank im Voraus.

Sylvie

Am 27.10.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Erneut aufgerollt werden können alle Entscheidungen zum Versorgungsausgleich seit der Reform 1977 bis 2009. Ob es allerdings sinnvoll ist, muß jeweils im Einzelfall möglichst anhand der damaligen Unterlagen vorab gründlich geprüft werden, denn die Sache kann auch als Bumerang nach hinten losgehen, wenn sich nämlich herausstellt, daß nicht man selbst, sondern der Ex-Ehegatte hiervon profitert.
Grundsätzlich kann man sagen, daß in der Regel die Frau davon profitiert, weil die Änderungen vor allem darauf basieren, daß bestimmte Anrechte, die in stärkerem Maße von Männern erworben wurden (z.B. berufsständische Versorgungen, Betriebsrenten) im alten System zu niedrig bewertet wurden.
Vor allem wenn also die Frau selbst keine eigenen Rentenansprüche oder nur solche in der gesetzlichen RV erworben hat, der Mann dagegen solche Anrechte, ist die Aussicht gut, daß sich für sie - je nach Ehedauer - ganz erhebliche Verbesserungen durch einen neu aufgerollten Versorgungsausgleich nach neuem Recht ergeben. Das kann dann in Einzelfällen auch dreistellige Beträge bezogen auf die monatliche Rente ausmachen.

Bearbeitet am 27.10.2010 von

Am 09.11.2010 schrieb (anonym) folgendes:
ich werde auf jeden fall klagen damit ich bis zum eintritt meiner exfrau ins rentenalter die volle rente erhalte alles andere ist betrug am rentenzahler weil nur einer daran verdient die rentenversicherrung und das ist betrug
Am 13.01.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Meine erste Ehe wurde 1988 geschieden. Sowohl ich als auch meine Ex-Frau sind mittlerweile in zweiter Ehe verheiratet. Meine Frage: Hat meine Ex-Frau nach der Wiederheirat überhaupt einen Anspruch auf Versorgungsausgleich?
Am 13.01.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es findet bei Wiederheirat grds. keine Rückabwicklung statt, weil sich durch eine 2. Ehe der Grund für den Versorgungsausgleich nicht nachträglich verändert: Ausgeglichen werden die Unterschiede zwischen den von den Ehegatten während der Zeit der jeweiligen Ehe in unterschiedlicher Höhe erworbenen Anwartschaften. Diese zum Eheende bestehnde Differenz kann sich durch eine Zweitehe nicht mehr ändern.

Mit Ihrer 2. Ehefrau müssten Sie im Fall des Scheiterns der Ehe nur die während der Dauer der 2. Ehe erworbenen Anwartschaften teilen, der frühere Versorgungsausgleich aus der 1. Ehe hat hierauf keinen Einfluß.

Am 01.02.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Meine Eltern wurdem 1995 geschieden und mein Vater ist Beamter und geht 2011 in den Vorruhestand. Meine Mutter ist wieder verheiratet und hat gar kein eigenes Rentenkonto weil sie nie arbeiten musste. Bekommt sie den Versorgungsausgleich dann wenn mein Vater in Rente geht oder wann kann sie die Rente beantragen? Bekommt mein Vater bis dahin die komplette Pension? Ich finde es sehr ungerecht meinem Vater gegenüber das er dafür büßen muss weil meine Mutter sich ein faules Leben gemacht hat.
Am 02.02.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ihre Mutter dürfte durchaus ein eigenes Rentenkonto haben, zum einen aufgrund der Kindererziehungszeiten, zum anderen wird der Versorgungsausgleich - falls er nicht ausgeschlossen wurde - bereits bei der Scheidung durchgeführt und für die Mutter deren Ausgleichsansprüche ihrem Rentenkonto gutgeschrieben. Die Versorgungsansprüche Ihres Vaters wurden entsprechend gekürzt. Ihre Rente bekommt die Mutter dann nach den üblichen Regeln, also meist Erreichen der Altersgrenze.
Am 02.02.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Danke für die schnelle Antwort. Mein Vater hat ja einen Pensionsbecheid bekommen in dem steht in welcher Höhe er seine Pension bekommt. Ist das denn der Betrag den er wirklich bekommt oder wird davon dann das Geld für meine Mutter abgezogen? Oder wurde das bei der Berechnung seiner Pension schon berücksichtigt? Die Scheidung ist ja schon 15 Jahre her.
Am 02.02.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn es sich um den aktuellen Pensionsbescheid handelt dürfte die Kürzung mit hoher Wahrscheinlichkeit darin bereits enthalten sein, da bereits im Versorgungsausgleich die Versorgungsansprüche des Beamten entsprechend gekürzt werden.
Am 24.08.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Die geschiedene Ehefrau erhält einen teil der altersrente des Ehemannes - was passiert mit diesem teil der rente im todesfall der geschiedenen ehefrau??
Am 24.08.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im Regelfall das, was mit jeder Rente passiert, wenn der Rentenberechtigte stirbt: Die Zahlung der Rente wird eingestellt.
Am 21.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Die 2011geschiedene Frau erhält einen Teil der Altersrente des Ehemannes. Was passiert damit im Todesfall des geschiedenen Mannes. Bleibt sie bestehen ? Wenn ja, wie lange?
Am 22.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Beim gesetzlichen Versorgungsausgleich erwirbt der geschiedene Ehegatte eigene Ansprüche gegen den Versicherungsträger, d.h. auch wenn der Expartner stirbt bleiben die Ansprüche bestehen. Versorgungsansprüche sichern so gut wie immer eine lebenslange, nicht eine zeitlich begrenzte Rente zu, die Details und Anspruchsvoraussetzungen richten sich aber nach dem Versorgungsträger, bei dem im Einzelfall die Ansprüche bestehen.
Am 22.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin seit 2009 im Vorruhestand und muß seit dieser Zeit meinem geschiedenen Mann die Ansprüche aus dem Versorgungsausgleich zahlen.
Meine Frage, Ist der Vorruhestand gleich Rentenantritt, muss ich die Anspüche jetzt schon bedienen oder erst beim Eintritt in die Ponsion und wo vrbeleibt mein gezahltes Geld.
Am 26.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Vorruhestand ist nicht Rente, Sie erhalten Ihr Geld ja nicht vom Rentenversicherungsträger. Ihr gesch. Ehegatte erhält die Leistungen aus dem VA erst, wenn er selbst die Voraussetzungen für die Rentenberechtigung erfüllt.
Am 14.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Mann ist seit 2005 von seiner Ex Frau geschieden.In dem Scheidungsverfahren wurde damals die Rentenpunkte Versorgung mit geregelt.Dieses Jahr also 2011 bekam er ein Urteil über Versorgungsausgleich in Höhe von 251,82 bezogen auf 2004 (scheidungsantrag) nun konnte er damit nichts anfangen und dachte das es nur eine Änderung sei die nach seinem Rentenantritt gültig wird.Diesen Monat musste er feststellen das Ihm ein Betrag in Höhe von 277 Euro als Versorgungsausgleich vom Lohn abgezogen wird.Er ist Beamter als Randvermerk.Wieso bekommt sie vom Lohn bereits diesen Versorgungsausgleich und ist es rechtens das sie das neu regelt und er einfach ein Urteil bekommt? Vorher kamen auch Schreiben aber nur mit Hinweiss zur Information.
MFg Sylvana
Am 17.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne Kenntnis beider Urteile ist eine Beurteilung nicht möglich, zumal der Versorgungsausgleich eigentlich die Pension kürzt und nicht den aktuellen Lohn. Auch werden in Deutschland nicht einfach Urteile ohne Beteiligung der Betroffenen erlassen.
Am 19.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,
ich hatte das nicht ganz verstanden mit dem Verorgungsausgleich.Ein Kollege meinte ich könnte einen Antrag stellen das ich die Rente von meiner Exfrau wieder zurück bekomme.Wenn das stimmt wie und wann.
Mit freundlichen Gruß
Karl Hahnen
Am 19.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ich vermute, Sie sind nach altem Recht geschieden worden. Das neue Recht kann auch auf Altfälle angewandt werden, wenn sich bei der Neuberechnung eine wesentliche Änderung ergibt. Sie bekommen also nicht den Versorgungsausgleich zurück, sondern eine neue Berechnung, die keineswegs zwingend günstiger für Sie ausfallen muß, weil nach altem Recht manche Anrechte sehr ungünstig bewertet wurden. Es empfiehlt sich daher, vor einer Antragstellung zunächst Auskünfte bei den Versicherungsträgern nach neuem Recht einzuholen und dessen Auswirkungen zu prüfen.
Am 01.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
bitte darum, anonym bleiben zu dürfen! Mein Mann wurde 1992 nach 20jähriger Ehe geschieden. Es gab einen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich auf die gegenseitigen Betriebsrenten. Nun stellt sich heraus, dass seine Exfrau angeblich erst eine Betriebsrente ab Jan. 1991 hat, also noch 18 Monate in der Ehe. Er soll aus siner Betriebsrente jetzt rund 670 Euro monatlich an sie bezahlen.
Der Versorgungsträger hat eine für uns völlig unverständliche Berechnung vorgenommen. Zum Zeitpunkt der Ehescheidung hatte mein Mann erst einen Anspruch auf 50% der Betriebsrente. Wieso wird jetzt bei der Berechnung die tatsächliche Betriebsrente genommen? Theoretisch hätte er ja auch 1992 dort ausscheiden und keine weiteren Ansprüche erwerben können.
Und ist es tatsächlich so, dass der Expartner immer die Hälfte der Ansprüche erhält? Uns ist damals viel weniger bei der Scheidung angegeben worden.
Die Exfrau meines Mannes war immer berufstätig und hat eine Eigenrente von 1.400 Euro sowie 60.000 Euro aus dieser Betriebsrente bar bekommen. Außerdem ist sie wieder verheiratet mit einem Professor, der sicher auch eine sehr gute Rente hat. Wie kann das sein, dass sie trotzdem solche Ansprüche hat?

Letzte Frage: Behält sie diese Ansprüche auch nach dem Tod meines Mannes, das hieße, dass meine Rentenansprüche aus dieser Betriebsrente dauerhaft um den Betrag gekürzt werden?

Für eine Beantwortung schon jetzt vielen lieben Dank. Noch ein P.S.: Gibt es schon Urteile von Oberlandesgerichten zu dieser Problematik?

Am 02.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im VA werden nur die während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften ausgeglichen, Ansprüche davor, danach oder aufgrund erneuter Eheschließung bleiben außer Betracht. Ob die Berechnungen des Trägers zutreffend waren läßt sich ohne Kenntnis derselben nicht beurteilen.
Am 25.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin Pensionär und zahle auf Grund meiner 1988 erfolgten Scheidung den Versorgungsausgleich an meine Ex Frau. Wie verhält sich diese Zahlungsverpflichtung, wenn meine Ex Frau und ich erneut zum 2x heiraten ?
Am 27.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich bezieht sich nur auf die mit der 1. Frau verbrachte vergangene Ehezeit, eine erneute Heirat auf Seiten der Exehefrau oder auf Ihrer Seite ändert am Versorgungsausgleich nichts.
Am 27.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
wenn meine Exfrau, für die ich Versorgungsausgleich bezahle, und ich wieder zusammen kommen und erneut heiraten, entfällt dann die Zahlungen des Versorgungsausgleiches?
Am 27.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nein, der VA bezieht sich immer auf eine konkrete Ehe, die neue Ehe mit dem selben oder einem anderen Ehegatten ändert daran nichts.
Am 08.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Richtet sich der Versorgungsausgleich nach der Anzahl der Ehejahre?
Am 09.01.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es werden die in den Ehejahren erworbenen Anwartschaften geteilt, die anderen nicht.
Am 11.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ihre Stellungnahmen waren sehr gut!
Am 11.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Wir haben nach der Geburt unseres gemeinsamen Kindes 14 Jahre ohne Trauschein zusammengelebt.
Werden diese Jahre beim Versorgungsausgleich nach nachfolgenden 12 Jahren Ehe mitberücksichtigt?
Am 12.01.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nein, ausgeglichen werden nur die in der Ehe erworbenen Anwartschaften.
Am 15.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Bin geschieden seit 11/2009 nach 15Jahren Ehe. Beim Versorgungsausgleich wurde entschieden das ich bei der RV durch interne Teilung Entgeltpunkte zugunsten des Ehemannes auszugleichen habe sowie auch von meiner VBL Versorgungspunkte teilen muß.Von mein Ex-Mann erhalte ich nichts obwohl er Beamter ist und wahr auch der Großverdiener.Wie habe ich das zu verstehen ?
Am 16.01.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne genaue Kenntnis der bestehenden Anwartschaften sowie der Entscheidung ist das nicht zu beurteilen.
Am 02.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Ex-Mann ist seit dem 1.2.2012 Rentner mit einer Nettorente von 3800 Euro.Ich bin seit dem 1.2.2012 im Vorruhestand mit Netto 1300 Euro Gehalt.
Wie hoch ist der Versorgungsausgleich?
Wird mein Gehalt mit einbezogen oder erst nach ca. 2 Jahren nach Erreichung des Rentenalters?
Am 03.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich wird bei der Scheidung durchgeführt und richtet sich danach, welche Rentenanwartschaften während der Ehe erworben wurden; nur diese werden beim VA aufgeteilt. Ihr Gehalt ist im Rahmen des VA nicht maßgeblich.
Am 17.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
mein stiefvater war in den 90ern 10 monate in 2. ehe verheiratet, mit trennungsjahr und scheidungsverfahren waren es dann fast 3 jahre. nun ist er rentner, seit 10 jahren mit meiner mutter verheiratet und nun soll geprüft werden, ob seine exfrau, die inzwischen schon wieder 2x verheiratet war, ansprüche aus seiner rente hat. ist das denn rechtens bei so kurzer ehezeit?
Am 20.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nach dem alten Recht war ein Versorgungsausgleich auch bei kurzen Ehen durchzuführen, nach neuem Recht bei Ehen unter 2 Jahren nur auf Antrag. Es ist daher grds durchaus möglich, daß Ansprüche aus Versorgungsausgleich bestehen könnten. Es sollte aber zunächst die damalige Entscheidung geprüft werden, ob und ggf warum damals der VA nicht durchgeführt wurde.
Am 01.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Nach altem Recht konnte man den Versorgungsausgleich per Notarvertrag ausschließen. Der Notarvertrag war meines Wissens nur wirksam, wenn zwischen dem Abschluss des Notarvertrags und dem Tag des Scheidungsantrags mindestens ein Jahr lag. Gilt diese 1-Jahres-Regelung nach neuem Recht auch noch?
Am 01.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die 1-Jahresfrist gibt es nicht mehr, an deren Stelle ist aber eine Inhalts- und Ausübungskontrolle der Familiengerichte getreten, die den Ausschluß auf unangemessene Benachteiligung eines Ehegatten prüfen.
Am 05.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
hallo, ich wurde 1976 nach altem Recht geschieden ohne Versorgungsausgleich. Mein geschiedener Mann starb 2011. Ich erhalte nun eine große Witwerrente an Geschiedene von der bFa. Mein Mann hatte jedoch auch eine sehr hohe Firmenpension. Diese Firma weigert sich zu zahlen. Gibt es hier einen Rechtsanspruch?
Am 05.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Soweit mir bekannt ist, konnten private Träger der Altersvorsorge entsprechende Ansprüche geschiedener Ehegatten ausschließen und haben von dieser Möglichkeit vielfach Gebrauch gemacht.
Am 09.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin während meiner 5 Jahre dauernden Ehe nach 2,5 Jahren verbeamtet worden. Bei Durchführung des Versorgungsausgleichs wurde die gesetzliche Rente der 2,5 Jahre herangezogen, außerdem wurden die Pensionsansprüche für die gesamten 5 Jahre, anstatt für die 2,5 Jahre Beamtenzeit, herangeogen und geteilt.Dadurch sind die ersten 2,5 Jahre im VA praktisch doppelt enthalten. Ist das rechtens? Die Pensionsansprüche dürften doch nur für 2,5 Jahre berechnet werden!
Am 22.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ab wann wird der Rentenausgleich gemacht, wenn beide Partner zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihre Rentenbezüge bekommen.Bekomme ich von meinem Partner , der bereits in Rente ist, schon ab seinem Renteneintritt einen Ausgleich, auch wenn ich erst später meine geringeren Rentenbezüge erhalte?
Am 23.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich wird bei der Scheidung durchgeführt, Leistungen erhält jeder Ehegatte dann, wenn er in Rente geht bzw seine Altersvorsorgeanwartschaften in Anspruch nimmt.
Am 03.04.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, ich habe auch eine Frage zur nachträglichen Anfechtbarkeit des VE. Im Rahmen der Scheidung 2009 (Juli) wurde ein VE gemacht. Da ich hauptsächlich (Mein Mann war in 15 Ehejahren nur Umschüler, Student, arbeitslos und selbstständig -mit Jahreseinkommen von 5500 Euro!!!-)verdient habe, musste ich Rentenpunkte abgeben. Meine aktuelle Anwältin erzählte mir nun, dass es die Möglichkeit gehabt hätte, bei der Scheidung die Verteilung der Rentenpunkte außer Acht zu lassen. Mein damaliger Anwalt wies mich darauf aber nicht hin!!!! Was gibt es für Möglichkeiten im Nachhinein den VE anzufechten um meine RP wiederzubekommen????? Oder einen neuen VE machen zu lassen? Und wo müßte ich mich da hinwenden. Kann ich das Urteil anfechten oder müßte ich den Anwalt verklagen?
Am 04.04.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es gibt grds die Möglichkeit, in Fällen grober Unbilligkeit den Versorgungsausgleich auszuschließen. Eine grobe Unbilligkeit liegt aber nicht schon dann automatisch vor, wenn ein Ehegatte deutlich mehr Anwartschaften während der Ehe angesammelt hat als der andere, denn dieser Ausgleich ist ja gerade der Zweck des Gesetzes.
Am 05.04.2012 schrieb (anonym) folgendes:
1.Wie hoch ist der Trennungsunterhalt, wenn beide verdient haben, ein Ehepartner aber deutlich weniger als der andere?
2.Wie hoch ist beim Trennungsunterhalt der Wohnwert für den Ehepartner abzurechnen?
3.Wie (wo) kann man den Trennungsunterhalt geltend machen?
4.Kann man nach 3-jähriger Trennung einen Zugewinnausgleich ohne Scheidung geltend machen, wenn ja wo?
Am 10.04.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
1. Das muß auf Basis der Einkommens- und sonstigen Verhältnisse im Einzelfall berechnet werden.
2. IdR Kaltmietwert einer angemessenen Wohnung.
3. Beim Ehegatten, im Streitfall ggf beim Familiengericht
4. Wenn, dann beim Familiengericht, wobei zu klären wäre, was mit "ohne Scheidung" gemeint ist.
Am 18.04.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Nach der Scheidung wurde der Versorgungsausgleich durchgeführt. Meine Exfrau hat wieder geheiratet und ihr Ehemann ist jetzt verstorben, so dass sie Witwenrente und eigene Rente incl. meines Versorgungsausgleichs erhält.
Ich habe jetzt gelesen, dass mein Versorgungsaus-gleich bei nur kurzzeitiger Zahlung (innerhalb 36 Monate)dann meinem Konto wieder gutgeschrieben wird.
Am 19.04.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Hier liegt keine kurzzeitige Zahlung vor, denn Ihre geschiedene Frau ist ja nicht gestorben und sie bezieht weiterhin Rente.
Am 07.05.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin Rentner, habe 34 Jahren im öffentlichen Dienst gearbeitet und habe deshalb Anspruch VBL Betriebsrente. War zweimal verheiratet und bin zweimal geschieden.
Für beide Frauen wurde bei der Scheidung der Versorgungsausgleich korrekt durchgeführt. Seitdem ich Rentner bin, haben meine geschiedenen Frauen auch Anspruch auf Betriebsrente und das Familiengericht hat entschieden, dass ich an der ersten Frau (die schon in Rente ist) eine monatliche Ausgleichsrente in Höhe von 66,62 EUR aus eigener Tasche zu zahlen habe, obwohl die VBL einen Versorgungsausgleich von monatl. 66,67 EUR von meinem Konto für diese Frau einbehält. Auch für die zweite Frau, die von mir zwei Kinder hat und heute noch berufstätig ist, behält die VBL, monatl. 55,63 EUR ein, die auch nicht ausbezahlt werden. Für diese ex Frau muss ich allerdings heute noch nichts aus der eigenen Tasche bezahlen, aber mit Sicherheit werde ich ausgleichpflichtig, wenn auch sie in Rente ist. Somit bleibt für mich von der Betriebsrente fast nichts mehr übrig. Sollte ich Ableben, müssen meine Kinder nach BGB §1587g (4) den VBL Versorgungsausgleich an die Berechtigten bis zu dessen Lebensende weiter bezahlen. In diesen Fall, die Kinder an die eigene Mutter.Meine Frage! Ist es rechtens, dass die VBL den abgezogenen Versorgungsausgleich für beide Frauen einbehalten darf ohne auszuzahlen?
Mit freundlichen Grüßen
Am 07.05.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das läßt sich ohne Kenntnis der beiden VA Entscheidungen sowie der zugrundeliegenden jeweiligen beiderseitigen Anwartschaften kaum beurteilen; möglicherweise handelt es sich bei den Zahlungen um einen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich.
Am 03.10.2012 schrieb (anonym) folgendes:
hallo,
ich bin nach 10 jähriger ehe ende 1995 geschieden worden. bei der verhandlung wurde der va erörtert, beide ehegatten wollten auf den va verzichten. der richter sagte, das sei erst möglich, wenn die ehefrau sozial abgesichert ist, z.b. durch wiederheirat. im protokoll steht zum va nur: 'der va wurde erörtert'. im urteil steht dazu nichts.
seit 2001 bin ich pensioniert, es werden mir ca. 150 € meiner pension monatlich abgezogen.
da meine ex-frau seit etwa drei jahren wieder verheiratet ist und ins ausland gezogen ist(ich habe es jetzt erst erfahren), dort als geschäftsführerin eines autohauses sehr gut verdient und versorgt ist, habe ich beim familiengericht einen antrag auf abänderung gestellt.
nun ist mir vom gericht signalisiert worden, dass ich etwas falsch verstanden hätte und der richter es sicher so nicht gemeint hat, ich solle den antrag zurück ziehen (wäre dann kostenfrei).
habe ich das wirklich falsch verstanden oder will sich das gericht arbeit ersparen ?
ich bekomme nur 67% meiner damaligen bezüge, wenn damals mit 75% der va berechnet wurde, ist dieser doch eh zu hoch berechnet, oder ?
mfg
hans
Am 04.10.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne genaue Kenntnis der damaligen Prozessakten und Versorgungsauskünfte kann nicht beurteilt werden, ob der VA zu hoch berechnet wurde und demzufolge ein Abänderungsantrag erfolgversprechend ist. Im Wege der Abänderung können Sie zudem nicht einen nachträglichen Verzicht der Exehefrau auf den damals offenbar durchgeführten VA erzwingen.
Am 12.10.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo habe ein 17 Jährige Ehe hinter mir und bin seit 5 Jahren geschieden. Selbst bin ich seit meiner Scheidung Beruftätig und gehe vorab noch nicht in Rente. Mein Ex Mann geht aber nächstes Jahr Rentner. Wie sieht das mit meinem Antaeil aus. Bekomme ich jetzt jeden Monat von meinem Ex Mann den Rentenanspruch üerwiesen bis ich selbst in Rente gehe.
Am 15.10.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nein, Sie bekommen die Versorgungsansprüche im Regelfall von den Versorgungsträgern und zwar erst, wenn Sie selbst in Rente gehen bzw private Ansprüche fällig sind.
Am 13.11.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich war vom 1.7.94-30.6.96 (inkl. Trennungsjahr) verheiratet.Damals wurde kein VA vorgenommen, sondern ausgesetzt.Kurz vor meinem 65. bekam ich Post vom Gericht, da meine clevere Ex (die das schon 3x so gemacht hat)einen Antrag auf VA gestellt hat.Nach 16 Jahren fiel ihr ein, das ich in Rente gehe (ich glaube die führt Buch über das Alter ihrer Ex-Männer)!Jetzt soll ich von meinen 980,- an sie 30,- zahlen!Vorher habe ich Erwerbsunfähigkeitsrente bezogen.Nun bin ich seit 2001 wieder verheiratet und meine Frau ist noch berufstätig.Zählt die jetzige Ehe mit oder nicht bei der Berechnung?Wir haben schliesslich unsere Lebenshaltungskosten wie Miete, NK, Vers., Auto, und als Paar haben wir doch wohl ein höher angesetztes Existensminimum?!Vielen Dank für die Beantwortung und das ist ein super Service.
Am 13.11.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich wird allein nach den in der jeweiligen Ehe erworbenen Anwartschaften bemessen. Einen Selbstbehalt gibt es im Unterhaltsrecht, nicht aber beim Versorgungsausgleich. Es könnte aber geprüft werden, ob möglicherweise neues Recht anwendbar ist, da dann geringfügige Anrechte häufig nicht dem Ausgleich unterliegen.
Am 02.12.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,
nach Scheidung Ende 2010 habe ich als Beamter ein zweites Rentenkonto bekommen, woraus ich den Anteil meiner Ex als Rente erhalten werden. Welche Altersgrenze gilt jetzt- die, wann ich laut Beamtenrecht in Pension gehe, oder die der RV ?

Meine Ex hat im Gegenzug die Pensionsansprüche von mir auf ihr eigenes, schon bestehendes Rentenkonto erhalten und bekommt damit ja diese von mir übertragenen Pensionsansprüche später (ich kann derzeit mit 62 in Pension gehen und meine Ex erst mit 65 oder 67 Jahren)
Nach meiner Meinung ist die Wertigkeit der Pension wegen der Auszahlung mit 62 Jahren höher anzusehen. Dieser Anteil wurde aber 1zu1 umgerechnet und dem Rentenkonto der Ex gutgeschrieben. Die Wertigkeit ist demnach ja geringer.
Ist dies Verfassungskonform ?

Am 03.12.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine Umrechnung der Anwartschaften findet nach neuem Recht nicht mehr statt, weil gerade an dieser Umrechnung das alte Recht letztlich gescheitert war. Daher bekommt jeder Ehegatte nunmehr ohne Umrechnung die Hälfte eines jeden während der Ehe erworbenen Anrechts.
Am 15.02.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Bitte ,
ich habe eine Frage.
Mein Lebenspartner ist geschieden und muß an seine Ex-Frau, bei Eintritt in die Rente Versorgungsausgleich zahlen.
Wenn wir heiraten, fällt für meinen "Zukünftigen "
dieser Ausgleich weg ??
Am 15.02.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nein, denn der Versorgungsausgleich wird immer für die in den Ehejahren erworbenen Anwartschaften gezahlt. Bei mehreren geschiedenen Ehen findet also auch ein mehrfacher Versorgungsausgleich statt, also zB werden die während der 1. Ehe 1975-82 erworbenen Anwartschaften mit Ehefrau A und die in 2. Ehe 1987-97 erworbenen Anwartschaften mit Ehefrau B geteilt.
Am 14.03.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Mann musste bei seiner Scheidung einen Versorgungsausgleich machen, was später auf die rente seiner Exfrau geht. Meine frage: Mein Mann ist vor seinem Renenantritt verstorben und seine exfrau bezieht noch keine Rente, bekommt die exfrau trotzdem noch seinen Anteil und oder wird mir das auf meine Witwenrente gut geschrieben.
Am 14.03.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Rentenanwartschaften wurden anläßlich der Scheidung endgültig geteilt und die Exfrau hat den während der gemeinsamen Ehezeit erworbenen Anteil als ihre eigene Anwartschaft erhalten. Diese dient ihrer Alterssicherung und fällt demzufolge nicht beim Tod des Ehemannes zurück.
Am 27.05.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
mein Lebensgefährte ist seit 2003 Rentner und wurde 2004 geschieden. Der Versorgungsausgleich wurde ausgesetzt. Jetzt,2013, wurde der Versorgungsausgleich festgesetzt und wird sofort von seiner Rente abgezogen. Seine Ex-Frau ist noch berufstätig.
Als wir um Überprüfung der vorzeitigen Kürzung baten,sagte man uns,es sei egal wann die Scheidung war und wann er Rentner war,der Versorgungsausgleich wurde jetzt erst entschieden (9 Jahre brauchte das Gericht dafür) und es gilt somit die neue Regelung.
Stimmt das so? Muß man das so hinnehmen? Oder ist doch der Zeitpunkt der Scheidung maßgebend???
Am 28.05.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich teilt grds die Anwartschaften sofort, unabhängig davon, ob die Rente noch Jahrzehnte entfernt ist oder schon bezogen wird.
Am 17.06.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin Beamter und wurde 2006 nach 17 Ehejahren geschieden.

Im Zuge der Scheidungsvereinbarung wurde meiner Exfrau ein Versorgungsausgleich zugesprochen. Meine Exfrau hat dann vor 4 Jahren wieder geheiratet und dieser neue Ehemann ist nun verstorben.

Sie erhält nun eine Witwenrente und ihre Anwältin teilte ihr mit, dass sie aufgrund dieser Witwenrente keinen Anspruch auf den Versorgungsausgleich mehr hätte.

Stimmt diese Aussage? Wenn ja, was passiert mit dem ihr ursprünglich zugesprochenen Betrag? Wird dieser Betrag wieder meiner Pension (wenn ich in Pension gehe, in ca. 10 Jahren) zugerechnet? Welche Schritte sind von meiner Seite aus erforderlich, um diesen Betarg nicht zu "verlieren"?

Vielen Dank im voraus für Ihre Anwort.

Am 18.06.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Ehefrau behält ihre im VA aufgeteilten Anwartschaften aus der 1. Ehe mit Ihnen, aus der Ehe mit dem 2. Mann werden die Anwartschaften nicht aufgeteilt, weil sie nicht geschieden wurde, stattdessen erhält sie Witwenrente.
Am 26.01.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Meine Schwester erhält nach Scheidung (2004) Unterhalt von Ihrem Ex (Beamter), jüngster Sohn ist behindert.
Inzwischen sind beide in Rente. Meine Schwester hat während der Ehezeit nicht gearbeitet und bekommt nur eine kleine Rente und den Unterhalt von ihrem Ex. Wenn ihr Ex vor ihr stirbt, erlischt ja auch der Unterhalt. Hat sie Chancen auf eine höhere Rente wenn sie den VL neu berechnen lässt.
Am 27.01.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das läßt sich nur individuell anhand der während der Ehe erworbenen Anwartschaften beurteilen.
Am 28.06.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Hatte ein Versorgungsausgleich 2002 (Scheidung). Meine Ex verdiente mehr. Ich kümmerte mich in dieser Zeit um die Erziehung meiner Kinder. Ich heiratete erneut. 2006 verstarb meine Ex-Frau mit 55 Jahre (bezog keine Rente). Der ermittelte Versorgungsausgleich bleibt bestehen oder wird er mir nicht mehr gewährt? Habe noch 6 Jahre bis zur Rente.
Am 30.06.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich dürfte zu Ihrem Gunsten erfolgt sein, wenn Sie weniger verdient haben. Dabei bleibt es auch beim Tod des anderen Ehegatten.
Am 02.07.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,
folgende Situation. Unser Vater, Beamter, noch nicht pensioniert, geschieden. Unsere Mutter, Rentnerin seit 1 bis 2 Jahren, bezieht ihren Anteil aus der Pensionskasse+ monatlichen Ausgleich 50% des damals gemeinsamen Hauses. Beide haben seit Jahren neue Partner. Nun liegt unsere Mutter im sterben und wir erfahren von ihrem Partner das die beiden jetzt noch schnell heiraten möchten. Nun meine Frage: Was heißt das in diesem Fall für unseren Vater und letztlich auch für uns Kinder? Und ist es richtig, dass unser Vater eigentlich wieder vollen Pensionsanspruch hätte, wenn der Renteneintritt und der Tag des Todes innerhalb 36 Monate liegt?

Schon einmal im Voraus vielen Dank für Ihre Zeit!

Am 02.07.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Stirbt ein geschiedener Ehegatte, so kann der andere Ehegatte seine Kürzung der Versorgungsbezüge durch entspr. Antrag rückgängig machen. Voraussetzung sind. max. 36 Monate Rentenbezug.
Bei einer weniger als 1 Jahr dauernden neuen Ehe besteht eine gesetzliche Vermutung, daß es sich um eine sog. Versorgungsehe handeln könnte, der überlebende Ehegatte hat dann keinen Anspruch auf Hinterbliebenenrente, es sei denn, er kann die Vermutung widerlegen (zB bei plötzlichem und unvorhersehbarem Tod, etwa durch Unfall etc.).
Am 04.07.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag!

Ich habe Anfang 1984 bis Ende 1986 - ca. 3 Jahre - auf einer 400 DM Pauschalbasis stundenweise in einem Restaurant gearbeitet. Es war somit eine steuerfreie Arbeit. Können diese Zeiten trotzdem bei der Rentenberechnung angerechnet werden?

Danke für Ihre Hilfe

Am 07.07.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es kommt nicht auf Steuerfreiheit an, sondern darauf, ob Sozialabgaben geleistet wurden.
Am 31.07.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Ich muss meiner Ex-Frau Versorgungsausgleich zahlen. Ich habe dann 6 Jahre später wieder geheiratet. Wird der Versorgungsausgleich nach meinem Tod verringert oder muss meine neue Frau, obwohl sie jetzt durch meinen Tod weniger Pension erhält, den vollen Versorgungsausgleich an meine Ex zahlen?
Am 31.07.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ihre in den Ehejahren der esten Ehe erworbene Ansprüche wurden durch den Versorgungsausgleich geteilt und Ihre Pensionsansprüche sind entsprechend gekürzt, die Ehefrau hat diese Ansprüche auf ihrem eigenen Rentenkonto.
Ihre 2. Ehefrau erhält somit lediglich aus Ihrer gekürzten Pension Versorgungsansprüche, muß aber nichts an die 1. Ehefrau bezahlen.
Am 03.08.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Haben 2009 geheiratet,mein Mann war damals 65 Jahre und ist Beamter. Erhalte ich nach seinem Ableben eine Witwenrente?
Am 04.08.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ja, wenn Sie bei seinem Tod noch mit ihm verheitet sind.
Am 04.08.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Kann aber nicht korrekt sein, denn das Gesetz sagt bei Widwenrenten bei Beamten, die mit 65 Jahren noch heiraten,keine Kinder, sieht der Bund es als Versorgungsehe. Ich denke ich erhalte gar nichts !
Am 06.08.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das ist nicht richtig, der Ausschluß gilt für Beamte, die bei Heirat 65 sind und sich im Ruhestand befanden. Sie gaben an, Ihr Mann sei Beamter. Selbst bei Ausschluß des Witwengelds besteht außerdem bei längerer Ehe Anspruch auf Unterhaltsgeld idR in Höhe des Witwengelds.
Am 03.09.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe gerade erfahren, daß mein Pensionskonto durch den Versorgungsausgleich belastet wird. Mein Mann und ich sind beide A 10-Beamte,mein Mann ist 8 Jahre älter, wir sind beide zum zweiten Mal verheiratet und beide bereits unterschiedlich durch Versorgungsausgleich belastet worden. Ich befinde mich im vorzeitigen Ruhestand seit dem 1.12.2014 und soll nun an meinen noch nicht pensionierten Noch-Ehemann einen (wenn auch geringfügigen mit 30,00 €) Ausgleich zahlöen ab Beginn der Rechtskraft des Urteils. Ist es so, daß ich quasi den durch den ersten Versorgungsausgleich reduzierten Pensionsanspruch ausgleichen muß. Gibt es da Möglichkeiten des Verzichts?
Am 03.09.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es ist möglich Vereinbarungen über den Versorgungsgleich zu schließen.
Am 18.09.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Ich wurde am 06.09.2014 geschieden. Es wurde ein Versorgungsausgleich gemacht. Meinem Mann stehen Rentenanteile von mir zu, da er weniger verdient. Jetzt habe ich erfahren, dass er demnächst viel mehr Geld verdient. Kann ich später noch mal einen Versorgungsausgleich machen? Er hat ja dann noch mehr Geld als ich. Ich habe auch eine Private Rentenversicherung und eine beim öffentl. Dienst.
Am 18.09.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ausgeglichen werden nur die in der Ehezeit erworbenen Anrechte, ein danach höheres Einkommen wirkt sich somit nich aus.
Am 22.09.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Ich lebe seit drei Jahren von meinem Mann getrennt. Ich bin berufstätig, in der gesetzlichen Rentenversicherung und kann ca. 2 Jahre vor meinem Mann in Rente gehen.
Mein Mann ist in der Architektenkammer rentenversichert.
Mit stehen aktuell aus 20 Jahren Ehe anmnähernd die Hälte der dort erworbenen Ansprüche zu. Im Gegenzug erhält mein Mann natürlich die entsprechenden Ansprüch aus meiner Rente. diese Ansprüche sind jedoch eher gering.
Prinzipiell ist eine Scheidung nicht geplant, das kann sich jedioch jederzeit ändern.
Kann ich im Falle einer Scheidung bei meinem Renteneintritt (also ca. 2 Jahre vor Renteneintritt meines Msannes) auch schon auf die Rentenansprüche zugreifen, die mir bei einer evtl. Scheidung übertragen werden?
Am 23.09.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Rentenanwartschaften werden mit Rechtskraft der Scheidung übertragen und stehen dem Berechtigten damit zur Verfügung.
Am 23.09.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Mein geschiedener Mann hat zwei Jahre vo der
Scheidung einen Notarvertrag abgeschlossen.
Die Scheidung war 2003.
Er hatte sich verpflichtet, meine kleine Rente
aufzustocken.
2010 habe ich nochmal geheiratet. Jetzt ist er
der Ansicht, daß die Aufstockung entfällt durch
die erneute Heirat und hat eine Anwältin genommen.
Dieser Vertrag hat keinen Vermerk, wegen Heirat
entfällt dieser Betrag. Ich habe für 30 Jahre Ehe
auf meinem Rentenkonto Punkte erworben und auch
einen ensprechenden Anteil von der Betriebsrente.
Aber ich konnte mit dem kleinen Betrag nicht leben.
Mein jetziger Ehemann hat keine große Rente und
somit brauche ich die Aufstockung.
Kann er diesen Notarvertrag einfach ignorieren und
auch den Betriebsrentenanteil einfach nicht mehtr
überweisen?
Vielen Dank für die Beantwortung.
Am 24.09.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne Prüfung des Notarvertrages kann nicht beurteilt werden, welche Auswirkungen eine Wiederheirat auf die dortigen Verpflichtungen hat.
Am 25.09.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Rückführung des Versorgungsausgleichs
Sehr geehrte Damen und Herren, für die Ehezeit vom 01.06.66 bis 31.05.89 sind Rentenanwartschaften aus meiner gesetzl. Rentenversicherung nach §1587 b Abs. 1 BGB bzw. §§ 3 b Abvs. 1 an meine ex-Frau übertragen worden. Dieser Betrag ist wie aus meinem Rentenbescheid ersichtlich monatl. 325,30 DM und monatl. 51.06 DM. Wie ich aus der hiesigen Presse erfahren habe, ist meine ex-Frau, die wieder verheiratet war, im Alter von 59 Jahren verstorben. Können die mir entzogenen Rentenanwartschaften (Versorgungsausgleich) aufgrund der Wiederverheiratung wieder gutgeschrieben werden?

Bearbeitet am 26.09.2014 von

Am 26.09.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da im VA nur die in der jeweiligen Ehezeit erworbenen Anwartschaften ausgeglichen werden, führt eine Wiederheirat nicht zu einer Abänderung des VA. Stirbt allerdings ein Berechtigter, bevor er die Rente in Anspruch genommen hat oder kurze Zeit danach, kann ggf. eine Abänderung inBetracht kommen.
Am 29.09.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Wo bleiben meine Versorgungsausgleichspunkte aus der ersten Ehe, wenn ich sterbe. Gehen diese an meinen neuen Ehemann über?
Am 30.09.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im Falle des Todes vor oder kurz nach Rentenbeginn kann der geschiedene Ehegatte den VA ggf rückabwickeln, andernfalls geschieht mit den Rentenpunkten dasselbe wie den mit selbst erarbeiteten: Der Anspruch erledigt sich mit dem Tod, soweit nicht Ansprüche auf Hinterbliebenenversorgung bestehen.
Am 01.10.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Exmann (Beamter) möchte jetzt den VA neu berechnen lassen. Scheidung 1995, ich habe Anspruch auf ca 400 € VA. Er hat bewusst aufgehört zu arbeiten, ist neu verheiratet, 2 kleine Kinder, Ehefrau erwerbsunfähig.
Er sagt, dass sich seine persönliche Lage so verschlechtert habe, dass ihm deshalb eine Neuberechnung zusteht. Erkönne sonst seine neue Familie nicht unterhalten.
Er sei ein Härtefall (Beamter, hat sich jetzt 2 Jahre freistellen lassen und geht dann mit Abzügen in Pension). Der VA sei ja hochgerechnet worden auf seine normalen Bezüge, die er jetzt nicht mehr habe.
Geht das?
Vielen Dank für eine Stellungnahme
Am 02.10.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Beim VA gibt es im Unterschied zum Unterhalt keinen Selbstbehalt, bei dessen Unterschreitung die Verpflichtung entfällt.
Am 05.10.2014 schrieb (anonym) folgendes:
ich war von 1977-1982 verheiratet,ich bin selbst 54 Jahre und beziehe EU Rente.Mein geschiedener Mann verstarb jetzt im Alter von 59 Jahren vor seiner Rente,habe ich da Rentenansprüche,wenn ja ab wann bekomme ich es und wie Beantrage ich es?
Am 06.10.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Anspruch auf Witwenrente hat nur die Witwe, nicht die geschiedene Ehefrau.
Es kann lediglich geprüft werden, ob der Versorgungsausgleich rückabgewickelt werden kann, falls damals Sie der Ausgleichsverpflichtete gewesen sein sollten.
Am 07.10.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Ehemaliger Beamter, bezieht seit mehr als 10 Jahren Pension u. muss seitdem die Hälfte dieser Beamten-Pension an seine geschiedene Ex-Frau, mit welcher er 20 Jahre verheiratet war, abtreten. Diese verstarb nun. Hat der Pensionär (Beamte im Ruhestand) somit nun durch Tod der Exfrau Anspruch auf seine volle Pension, also auch auf den Versorgungsausgleich, welcher in der Vergangenheit monatlich an die nun verstorbene Exfrau geleistet wurde?
Am 08.10.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nein, ebensowenig wie die Frau ihren Anspruch im Fall Ihres Todes ihren Anspruch verloren hätte, bekommen Sie aufgrund des Todes der Frau übertragene Anwartschaften zurück.
Am 29.10.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin Angestellte im öffentlichen Dienst. Bei meiner Scheidung 2014 musste ich die Hälfte meiner Rentenpunkte an meinen Exmann abtreten. Dieser ist sehr schwer krank, und es ist zu erwarten, dass er das Rentenalter 2032 nicht erreichen wird. Muss ich dann trotzdem meine Rentenpunkte teilen, z.B. an die Rentenkasse abtreten?
Am 29.10.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im Fall des Todes vor Rentenbeginn kann ggf. der Versorgungsausgleich rückabgewickelt werden.
Am 04.12.2014 schrieb (anonym) folgendes:
ich habe eine frage,ich war 27 jahre verheiratet,
2005 sind wir geschieden worden,damals der Richter hatte mir unterhalt zugesprochen,den habe ich auch bis Heute von meinen ex mann bekommen,nun aber weigert er sich,mir den Unterhalt weiter zu bezahlen.wie mein ex Mann sagt,hätte das Gericht damals versäumt den vergleich abzuschliessen,für meine Rente die mir von ihm zu steht!kann ich ab Heute noch den vergleich nachträglich einklagen?
Am 04.12.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne Kenntnis der damaligen Prozessakten lassen sich mögliche Versäumnisse und etwaige Ansprüche nicht beurteilen.
Am 09.12.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,
ich habe im Mai´77 geheiratet und wurde 10 Jahre später (87) geschieden. Es wurde geteilt - auch Schulden auch der VA bei der PVers. Mir wurden Anteile auf mein Pensionskonto gutgeschrieben, da mein Ex mehr verdient hat als ich.
Nun hab ich durch die Presse erfahren, dass mir auch Anteile der Betriebsrente für die Ehezeit zustehen würden bzw. ein neuer VA gemacht werden muß. Ich bin nun im EU-Ausland wohnhaft und regulär seit 1 Jahr in Pension, mein EX ist seit ca. 4 Jahren in Pension. Steht mir für die 10 Ehejahren nun anteilig von der Betriebsrente etwas zu und wieviel ? Wenn ja, was muß ich dafür tun ? Danke für eine Antwort + lg.
Am 09.12.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob und welche Ansprüche bestehen kann nur durch Prüfung des damaligen Versorgungsausgleichs bzw der heutigen Anwartschaften festgestellt werden. Wenn sich wesentliche Abweichungen ergeben, kann vor dem Familiengericht ein Verfahren eingeleitet werden, das den VA ggf abändert.
Am 06.01.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
Ich hätte da mal eine Frage.
Meine Eltern haben sich im November 13 scheiden lassen. Der VA wurde, unter Einbeziehung einer Lebensversicherung meiner Mutter, durchgeführt.
Meine Mutter ging im Januar 14 auf Rente und verstarb im Dezember 14. nun hat mein Vater die Möglichkeit sich s One volle Rente zurückzuholen.
Meine Frage: ist es möglich, die noch nicht vollständig ausgezahlten Anteile aus der Lebensversicherung ebenfalls rückabzuwickeln?
Sprich, wir als Erben müssten meinem Vater noch Anteile vom Konto der Mutter zahlen, würden das aber gern verhindern, da er ja nun keine Einbußen mehr hat. Geht das?
Am 07.01.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn die LV im VA geteilt wurde ist der Vertrag bereits aufgeteilt und es muß diesbezüglich aus dem mütterlichen Erbe nichts mehr an den Vater bezahlt werden.
Am 08.01.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Verzeihung, das habe ich nicht verständlich erläutert.
Es war keine Lebensversicherung, sondern eine betriebliche Altersvorsorge, welche Ende 2013 zur Auszahlung anstand.
Nun wurde per Familiengericht entschieden, dass meine Mutter die Hälfte der Altersvorsorge an meinen Vater abzutreten hat.
Die Zahlung hat sie aber, bis auf kleine Teilbeträge, noch nicht vollständig geleistet!
Da nun Renovierung etc. ansteht, wird es am Ende mit dem noch zur Verfügung stehendem Geld schwer das restliche Geld an meinen Vater auszuzahlen.
Daher die eingehende Frage, ob man diese Teilung, da mein Vater nunmehr seine vollen Rentenbezüge wieder erhält, rückgängig machen könnte, sprich keine Verpflichtungen ihm gegenüber mehr hat, evtl. Die schon gezahlten Teilbeträge zurück bekommen könnte?
Herzlichen Dank für Ihre Mühen.
Am 08.01.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Selbstverständlich kann der Vater auf die bestehenden Ansprüche verzichten, wenn er das wünscht, andernfalls sind Verpflichtungen aus dem VA zu erfüllen. Die Sonderregelung über das Versterben eines Ehegatten gilt nur für die gesetzlichen Anwartschaften.
Am 28.01.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Bin seit 2008 in Rente,trete seitdem 94€ monatlich von meiner erworbenen Betriebsrente auf das Renten Konto meiner geschiedenen Frau ab.Im März 2013 starb Sie.Ich hab Rückregelung des Versorgungs-ausgleich bei der Knappschaft Bahn See beantragt. Gesetzliche Rente wurde stattgegeben,bei der Betriebsrente ist ein Wegfall der Kürzung nicht möglich teilte man mir mit Ist das Rechtens ich hab doch niemand zu versorgen Ich möchte das nicht hinnehmen.Was kann man dagegen tun.
Am 29.01.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die genannte Regelung ist nicht auf betriebliche Anwartschaften anwendbar.
Am 29.01.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Frage von mir an die RAin FRau Wolf:

Ich hatte mich wegen der Rückführung des VA an die Deutsche Rentenversicherung Bu7nd gwandt, zwecks Rückführung des VAs. Folgende Antwort habe ich erhalten:
Ihrem Antrag auf Aussetzung der Kürzung Ihrer Rente durch den VA können wir leider nicht entsprechen, weil die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
Begründung:
Die Rente der ausgleichspflichtigen Person wird nicht gekürzt, wenn die ausgleichsberechtigte Person verstorben ist und sie nicht lä#nger als 36 Monate bezogen hat. Ihre frühere Ehefrau hat länger als 36 Monate aus dem im VA erworbenen Anrecht bezogen. Ihre Rente wird daher weiterhin um den Abschlag aus dem VA gekürzt.
Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch erheben.

Meine Frage an Sie Frau Wolf, also kann ich aus meiner Sicht nichts mehr unternehmen, da lt. §37 die Anpassung nur innerhalb der 36 Monate (Bezug des VA durch meine frühere Ehefrau) gilt.

Mit freundlichen Grüßen
Guenter Bielenberg

Am 29.01.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das Gesetz sieht diese Möglichkeit nur bei einem Rentenbezug von weniger als 36 Monaten vor.
Am 09.03.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

ich versuche ein Thema zu klären und komme einfach nicht weiter. Vielleicht können Sie mir behilflich sein und mir ggf. einen Weg aufzeigen, eine Klärung herbeizuführen. Ich habe dies schon über 3 Familienanwälte versucht, bekomme aber keine klaren, eindeutigen Aussagen. Nachfolgend mein Problem:

************
Mein Mann war von 1984-1998 in erster Ehe verheiratet. Laut Scheidungsurteil ist ein „schuldrechtlicher Versorgungsausgleich vorbehalten“. Die Anwartschaften bzw. Entgeltpunkte der BfA sind damals bereits übertragen worden. Offen sind die Anwartschaften aus 2 Betriebsrenten (inländisch privatrechtliche Versorgungsträger). Eine Realteilung war nicht zulässig. Diese Anwartschaften können somit erst mit Eintreten des Versorgungsfalls gerechnet werden. Auf der letzten Seite des Urteils steht zum Versorgungsausgleich geschrieben: dem schuldrechtlichen Ausgleich bleiben demnach knapp 400,00 DM.
Die geschiedene Ehefrau meines Mannes ist seit 2000 wieder verheiratet, sie selbst bezieht eine eigene Erwerbsminderungsrente.
Mein Mann ist im Alter von 56 Jahren, d.h. vor Eintritt des Rentenalters gestorben, die dem Urteil zugrunde liegenden Zahlen sind auf das Erreichen des 65. Lebensjahres gerechnet und somit per heute nicht mehr stimmig.
Die Vorsorgewerke der Versorgungsträger enthalten zum einen eine Wiederverheiratungsklausel, zum anderen aber auch eine Aussage zum Versorgungsausgleich. Der eine Versorgungsträger erklärt darin explizit, dass dieser Anspruch meine Witwenrente reduziert. Mein Versuch, über die Versorgungsregelung Klarheit über eine mögliche Forderung und damit Reduzierung meiner Hinterbliebenenrente zu erhalten, war bis jetzt erfolglos.
Für mich und mein weiteres Leben wäre es allerdings wichtig zu wissen, mit welcher Belastung ich zu rechnen habe. Können Sie mir sagen, wie ich einen klaren Blick auf das Thema bekomme. Die bisherigen Aussagen von Anwälten sind nicht eindeutig. Die Versorgungsträger haben sich hierzu bisher leider noch nicht geäußert. Bleibt es ggf. bei den knapp 200,00 EUR monatlich? Ich gehe davon aus, dass sich die Zahl eher reduziert, weil ja die Rentenanwartschaft quotiert auf das tatsächlich erreichte Alter gerechnet wird.

**************

Mit der Bitte um Prüfung und Veröffentlichung nur des o.g. Falls verbleibe ich mit einem herzlichen Dankeschön im Voraus

mit freundlichen Grüßen

A.G.

Am 10.03.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Aus den Versorgungsordnungen der Versorgungsträger dürfte sich die Auswirkung auf Versorgungsansprüche ergeben.
Am 21.03.2015 schrieb (anonym) folgendes:
ich werde jetzt im Jahr 2015 geschieden. Ich bin mit 56 Jahren erwerbsunfähig und erhalte eine Erwerbsunfähigkeitsrente und eine Betriebsrente.
Mein Mann ist 5 Jahre jünger und arbeitet noch voll.
Nun habe ich die Mitteilung bekommen, dass der VA bei meinem Mann bei der Betriebsrente nicht stattfinden kann, da er ja noch arbeitet. ER in Ausgleich kann daher noch nicht stattfinden.
Ich soll jetzt monatl. 378 EUR abgezogen bekommen bis er auch in Rente geht. Zusätzlich soll ich aus meiner Erwerbsunfähigkeitsrente 380 EUR zahlen.

das wären fast 800 EUR im Monat für über 15 Jahre, was bedeutet, dass ich ein Sozialfall werde und zum Sozialamt muss. Mir bleibt dann im Monat nach Abzug meiner PKV noch 1010 EUR.

Ist das wirklich korrekt?

Am 23.03.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne Kenntnis der Prozessakte mit den entsprechenden Auskünften und der Entscheidung ist eine seriöse Aussage dazu nicht möglich.
Am 01.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Habe eine Frage,mein Lebensgefährte ist seid 17 Jahren geschieden,er ist Soldat also Beamter,er geht in 2 Jahren in Pension VA geklärt,wenn er irgendwann Versterben sollte kann seine Exfrau dann seine Pension beantragen
Würde mich über eine Antwort freuen
Am 07.04.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die während der Ehe erworbenen Anwartschaften sollten bereits anläßlich der Scheidung geteilt worden sein, Witwenpension erhält die Witwe, nicht aber die geschiedene frühere Ehefrau.
Am 08.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Freund ist 2005 geschieden worden. Seine Ex Frau hat die Sparbücher und das angesparte Vermögen verschwinden lassen vor der Scheidung. Zur Scheidung war nichts mehr da auser dem Haus mit Schulden. Mein Freund hat sich aber entschieden das Haus zu behalten. Nun zahl er jährlich eine Betrag X an seine Ex Frau. Sie ist seit 6 Jahren wieder verheirat. Nun erzählt er mir, dass er bei Eintritt ins Rentenalter an seine Ex Frau ca. 178,.. Euro zahlen muss. Ich finde das ungerecht. Hätte die Ex Frau nicht alles Bargeld bzw. Versicherungen und Sparbücher bei der Scheidung auf den Tisch legen müssen? Wo gibt es denn soetwas? Meiner Meinung nach ist der Mann doch betrogen wurden von seiner Ex. Kann man hier diesen Fall noch einmal aufleben lassen?
Am 08.04.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Güterrechtliche Ansprüche müssen binnen 3 Jahren nach Rechtskraft der Scheidung geltend gemacht werden, hier dürften eventuelle Ansprüche verjährt sein.
Am 08.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Was heißt dürften eventuelle Ansprüche verjährt sein. Muss mein Freund den Betrag zahlen wenn das Rentenalter eintritt - obwohl die Frau verheiratet ist ?
Am 08.04.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine Wiederheirat wirkt sich auf den Versorgungsausgleich nichr aus: Im Versorgungsausgleich werden immer nur die während der Ehe erworben Rentenanwartschaften geteilt, im Falle einer erneuten Heirat werden dann mit dem neuen Ehegatten die in dieser ehe erworbenen Anwartschaften geteilt.
Am 21.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo ich hätte dazu auch eine Frage , muss mein Exmann(mit dem ich 3 gemeinsame Kinder habe) von dem ich 2006 geschieden wurde auch für mich Rente bezahlen wenn ich im selben Jahr wieder geheiratet habe?
Am 21.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Bin 2004 Geschieden worden,rentenpunkte der Gesetzlichen wurden meiner Ex Frau übertragen:
Von der Betriebsrente wurde auch etwas übertragen!
Nun meine Frage,muß ich nun befürchten,daß meine Ex noch mehr von meiner Betriebsrente bekommt?
Meinungen sind da unterschiedlich!?
Hoffe auf antwort.
Am 22.04.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine erneute Eheschließung ändert nichts am durchgeführten Versorgungsausgleich für die vorherige Ehe.
Am 22.04.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im Falle eines Abänderungsverfahrens nach neuem Recht können Betriebsrenten, die früher durch die Saldierung niedrig bewertet wurden, hälftig ausgeglichen werden; im Ergebnis führt dies häufig zu einem höheren Ausgleichsanspruch.
Am 22.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Danke ihnen.
Obwohl ich es nicht gerecht finde,da meine Scheidung ja schon 5 Jahre her ist.

Am 26.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Ich (pens.Beamter) habe eine Frage:
Wurde nach 16jähriger Ehe 1982 geschieden.Seit dem bezahle ich den Versorgungsausgleich.
Nun ist mein Exfrau mittlerweile verrentet.Muss ich nun den Versorgungsausgleich weiter bezahlen ?
Am 26.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
ich habe eine Frage :ich bin nach 26 Jahren Ehe 1994 geschieden worden .bekomme ich die Entgeltpunkte bei wiederheirat von meiner Rente abgezogen
Am 27.04.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich der Altersvorsorgeanwartschaften sollte bereits anläßlich der Scheidung durchgeführt werden; die Kürzung ist dauerhaft.
Am 29.04.2015 schrieb (anonym) folgendes:
ich erhalte seit 3o.1o.2013 von meinem exmann eine ausgleichsrente aus dem schuldrechtlichen Versorgungsausgleich . der betrag aus dieser betriebsrente wird nach gerichtlichem beschluß von seiner Firma von seinem rentenkonto abgezogen und direkt an mich überwiesen.
meine frage wäre, müsste er bei einer erneuten Heirat meinerseits diese b-rente an mich weiter bezahlen?

Bearbeitet am 29.04.2015 von

Am 29.04.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
In jeder Ehe werden nur die in dieser Ehe erworbenen Altersversorgungen geteilt, eine Wiederheirat ändert daher idR nichts am bereits durchgeführten Versorgungsausgleich.
Am 01.05.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Vater als geschiedener Beamter in Pension, behauptet,
er müsse seine Versorgungsleistung an meine Mutter direkt an sie überweise.
Kann das sein, ich dachte es müsste immer über einen Rentenversicherungsträger abgewickelt werden.
Am 04.05.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Durch den Versorgungsausgleich wird die Anwartschaft geteilt und der Ehegatte erhält einen eigenen Anspruch gegen den Versicherungsträger.
Am 22.05.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Ich wurde 1994 nach 22 Jahren Ehe geschieden und bekomme seitdem Versorgungsausgleich abgezogen.
Jetzt ist mein Ex-Mann vor erreichen der Rente verstorben.
Wird jetzt nur der Abzug der Versorgungsausgleichs-
zahlung gestoppt oder bekomme ich alle geleisteten Abzüge wieder.
Mein Versorgungscenter gibt mir laufend widersprüchliche Auskunft.
Am 23.05.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Ich, geschieden seit 2012, erhalte seit meinem 64. Lebensjahr meine Rente in Höhe von ca. € 1.600,- und habe noch Mieteinnahmen. Nun habe ich wieder geheiratet- mein Mann erhält seit seinem 66.
Lebensjahr eine Pension aus seiner Tätigkeit auf der Universitätals Professor. Hätte ich nach seinem Ableben, eine Berechtigungauf seine Pension?
Am 23.05.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir folgende Frage beantworten würden:
Zu meiner Situation: Meine Scheidung war Ende 2010. Bei der Scheidung gab es nur einen Teilbeschluss bzgl. des Versorgungsausgleiches. Das ging damals nicht anders, weil wir brauchten, da mein Exmann ich schon Rente von der DRB zum Zeitpunkt der Scheidung bezogen, die sofortige Klärung/Verteilung Rentenanwartschaften der DRB. Es erging im Rahmen des Versorgungsausgleiches ein Teilbeschluss über die DRB Rentenanwartschaften. Leider konnte der Versorgungsausgleich der Betriebsrente meines Exmannes wegen rentenferner Startgutschrift, bzw. wegen der noch fehlenden Einigung der Tarifparteien mit den Betriebsrentenversicherungen damals noch nicht durchgeführt werden. Es steht im Scheidungsurteil dazu drin: dass ein Teilbeschluss betr. Des Versorgungsausgleich DRB ergeht und die Entscheidung über den Ausgleich der von meinem Exmann erworbenen Anwartschaften bei der Betriebsrentenversicherung nach Klärung der Betriebsparteien einem Schlussbeschluss zu überlassen. Was bedeutet das? Die Tarifvereinbarungen wegen Startgutschrift wurden getroffen und jetzt möchte ich den Schlussbeschluss meiner Scheidung bzgl. Versorgungsausgleich Betriebsrente beim Gericht endlich beantragen.
Meine Fragen:
-Wird beim Schlussbeschluss des Versorgungsausgleiches nur noch die Rentenanwartschaften der Betriebsrente meines Exmannes verteilt und beschlossen, oder wird alles wieder aufgerollt und die Rentenanwartschaften der DRB werden auch nochmals neu berechnet?
Wenn auch die DRB Rentenansprüche neu berechnet würden, wie ist es mit meiner neuen Mütterrente_ ich erhalte diese Mütterrente für 2 meiner 4 Kinder seit Juli 2014- Könnte es sein, dass bei Neuberechnung DRB Rentenanwartschaften die Mütterrente zwischen meinem Exmann und mir geteilt würde und ich weniger Rente hätte?
-Erwerbe ich nach Schlussbeschluss eine eigenen Anwartschaft der Betriebsrente meines Exmannes? Oder muss ich lebenslang von meinem Exmann den mir zustehenden Anteil der Betriebsrente erhalten bzw. privatrechtlich einfordern? Wenn mein Exmann stirbt, würde ich dann noch Anspruch auf den mir zugesprochenen Anteil seiner Betriebsrente haben oder würde nach dem Tod meines Exmannes die Betriebsrente ganz wegfallen?
Über eine Antwort würde ich mich freuen. .Danke
Mit freundlichen Grüßen
November

Am 26.05.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne Kenntnis der Prozessakten bzgl der Anwartschaften und des Teilbeschlusses kann die Frage des Umfangs des Schlussbeschlusses nicht geklärt werden und auch die Frage der Art des Ausgleichs (davon abhängig die Folgen des Todes des Mannes) nicht beantwortet werden. Die gesetzl. Anwartschaften könnten ggf innerhalb des Verfahren neu berechnet werden, um die erhöhte Mütterrente zu berücksichtigen.
Am 26.05.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei Tod des Versorgungsausgleichsberechtigten vor Erreichen der Rentenzahlung ist eine Änderung möglich.
Am 26.05.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei Heirat nach Erreichen der Regelaltersgrenze wird zwar keine Witwenpension gezahlt, ggf aber ein sog. Unterhaltsbeitrag, wenn nicht eine Versorgungsehe vorliegt.
Am 18.07.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Exmann und ich, beide Lehrer wurden im Februar 2009 geschieden. Nach der Berechnung des Versorgungsausgleich muss mein Exmann an mich (aufgrund des Abgleichs der bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Pensionsansprüche) 130 € von seiner Pension abtreten. Er ging im Jahre 2011 in Pension. Seither werden ihm diese 130 € vo seiner Pension abgezogen. Davon hatte ich aber bis jetzt noch nichts, da ich erst zum 1.August 2015 in Pension gehe. Es hat sich bis jetzt also die DRV oder die Finanzkasse des bayerischen Staates an diesem Verosrgungsausgleich bereichert, was Skandal genug ist. Nun habe ich dazu mitbekommen, dass ich bei der DRV einen Rentenantrag stellen muss, um diesen Versorgungsausgleich, der dort hinterlegt ist, zu bekommen. Was mich nun aber fassungslos macht, wenn es denn so sein sollte, ist, dass mir dieser als Rente ausbezahlte Versorgungsausgleich aus dem Scheidungsurteil von 2009, nun von meiner Pension abgezogen werden wird. Das führt das ganze doch dann wohl ad absurdum und wäre eine grenzenlose Frechheit und eine unrechtmäßige Bereicherung der Finanzkasse des Bayerischen Stattes. Meinem Exmann werden 130 € abgezogen, die ich aber nicht bekomme, weil sie als Rente ausbezahlt und mir wieder von meiner rechtmäßig erworbenen Pension abgezogen werden. Ich hoffe, hier liegt ein Irrtum vor und ich habe bis jetzt keine kompetenten Auskünfte bekommen.
Am 20.07.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob ein Versorgungsausgleich korrekt durchgeführt wurde oder ein Fehler passiert ist, lässt sich nur anhand der Prozessakten des Versorgungsausgleichs ermitteln.
Am 30.07.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo...
Ich habe selbst nach den vielen Kommentaren etwas immer noch nicht richtig verstanden...
Ich bin mit 45 Jahren schon Beamte in Pension und war 22 Jahre verheiratet...seit 2010 bin ich geschieden und mein Ex ging im selben Jahr aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls in Rente...seit dem zahle ich Rentenausgleich....also schon 5 Jahre...nun meine Frage...ist es wahr, das ich diese Zahlungen nun bis zu meinem eigenen Tod tätigen muss???
Danke für die Antwort
Am 30.07.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im Versorgungsausgleich werden die in der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften der Ehegatten geteilt, es verbleibt dauerhaft bei dieser Teilung und damit entsprechend verringerten Altersbezügen.
Am 08.08.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Herzlichen Dank für diesen informativen Thread.

Ich bin seit 19 Jahren verheiratet, ein gemeinsames Kind (schwer behindert gdb 60). Mein Mann ist seit sieben Jahren Rentner und bezieht zudem eine großzügige Pension. Ich bin seit Geburt des Kindes (1996) nicht mehr berufstätig und werde erst in zehn Jahren meine Rente antreten.

Meine Fragen dazu:

Im Falle einer Scheidung werden die Rentenjahre meines Mannes bei dem VA berücksichtigt? Oder nur die Punkte die während der Erwerbstätigkeit meines Mannes "gesammelt" wurden? Von dem was ich bisher gelesen habe gehe ich davon aus, dass meine Versorgung sich nur aus den Anwartschaften der ersten 14 Ehejahren errechnet. Das würde ich aber gerne klären, und bedanke mich sehr für Ihre Hilfe.

Wird auch für die Betriebspension der VA gerechnet?

Am 10.08.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es werden alle in der Ehe erworbenen Anwartschaften dem Versorgungsausgleich unterworfen.
Am 10.08.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Welche Unterlagen bräuchten Sie, um mir einen Anhaltspunkt über den mir zustehenden Versorgungsausgleich zu geben (natürlich gegen Honorar)?
Am 10.08.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Hierzu müßten von sämtlichen in Frage kommenden Versorgungsträgern Auskünfte über die in der Ehezeit erworbenen Anwartschaften erholt werden. Dies kann erst dann erfolgen, wenn die Ehezeit, welche bis zur Zustellung des Scheidungsantrags nach Ablauf des Trennungsjahrs dauert, feststeht. Daher bestehen Auskunftsrechte auch nur im Scheidungsverfahren bzw. nach der Scheidung zur Vorbereitung einer Abänderung.
Vorher sind lediglich Schätzungen möglich auf der Basis der vollständigen regelmäßigen Versorgungsmitteilungen beider Ehegatten.
Am 10.08.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Vielen dank für die freundliche Antwort!
Am 21.08.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Beide Spanier,Heirat in Spanien. Nach 22 Jahren und 3 Kindern 1995 geschieden. Er bezog spanische und deutsche Rente, starb im Januar dieses Jahres, war 80 Jahre.Ich bekam keinen Versorgungsausgleich seiner deutschen Versicherungszeiten. Kann ich eine Abfindung, Ausgleich, etc. beantragen? Er hat vor 10 Jahren geheiratet(er 70, sie 25), hinterlaesst also eine Witwe, die 35 ist.
Am 24.08.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne Kenntnis des damaligen Urteils läßt sich dazu nichts sagen, aber unbeschadet davon, ob die Scheidung nach deutschem oder spanischem Recht erfolgte, ob und welche Regelungen das spanische Recht damals zum Versorgungsausgleich vorsah, dürfte das Problem der Verjährung des Anspruchs 20 Jahre nach der Scheidung zu prüfen sein.
Am 10.09.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Ich wurde 1988 in der DDR nach 18 Jahren geschieden.
Ein VA hat nicht stattgefunden. Habe ich nach dem neuen VA-Gesetz von 2009 Anspruch auf einen Versorgungsausgleich aus dieser Ehe?
Am 10.09.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Gesetzesänderungen von 2009 beziehen sich auf Ehen, die nach dem 01.09.09 geschieden werden.
Am 15.09.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,
wie ist das wenn zweite ehe geschieden wird?
Erhällt der exmann die punkte von meinem erstem VA ?oder wird die zeit berechnet wie lange hat die 2 ehe gedauert?
Gruß
Am 16.09.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es werden immer nur die Punkte geteilt, die während der jeweiligen Ehe erworben wurden.
Am 19.09.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Morgen,
Ich bin seit Nov.2009 geschieden (nach 8 Jahren Ehezeit) und musste in den letzten 5 Jahren feststellen, dass der Betrag des Versorgungsausgleiches an mein ex um ein Viertel gestiegen ist. Wenn ich das hoch rechne werde ich selbst arm sein in 30 Jahren und mein ex reich.hat das neue Gesetz eine Dynamik eingebaut? Ich dachte immer, das was das Gericht festsetzt bleibt dann auch bestehen, denn schließlich geht es ja um die Jahre die man zusammen war und nicht die die noch folgen.
Am 21.09.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich wird bei der Scheidung durchgeführt und dabei einmalig Ihr Anrecht gekürzt eine weitere Dynamisierung ist nicht vorgesehen.
Am 24.09.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Moin,
meine Mutter war 19 Jahre verheiratet und hat kurz vor der Hochzeit mit ihrem Ehemann einen notariell beglaubigten Ehevertrag abgeschlossen in dem meine Mutter auf den Versorgungsausgleich verzichtet hat. Nach 19 Jahren wurde die Ehe geschieden. Sie ist nun zum 2. Mal verheiratet. Ist der Verzicht auf Versorgungsausgleich in diesem Fall rechtens ? Håtte sie Anspruch auch wenn sie nun zum 2. Mal verheiratet ist ?
Ich hoffe Sie können helfen.
Am 25.09.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob ein Ehevertrag wirksam, nichtig oder anzupassen ist läßt sich nur in der Gesamtschau des Vertrages und der Lebenssituation der Ehegatten beurteilen, die Ehedauer ist dafür nicht aussagekräftig. Selbst eine Unwirksamkeit der Vereinbarung unterstellt ist aber fraglich, ob eine Korrektur zu diesem Zeitpunkt noch herbeigeführt werden kann, wenn dies nicht zeitnah im Scheidungsverfahren geltend gemacht wurde.
Am 15.10.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,

mein Lebensgefährte (geb. 1951) wurde 1991 geschieden. Die in der Ehezeit erworbenen Anteile aus der gesetzlichen RV wurden geteilt und in Form von Rentenpunkten an seine Exfrau übertragen. Für die beiden zum Scheidungszeitpunkt bestehenden beiden Zusatzrenten wurde ein "Ausgleichbetrag" ermittelt, der mittels sofortiger Einmalzahlung oder im Zuge des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs zu begleichen wäre. Er hat sich für den VA entschieden. Nun sind er seit 2014 (Rente mit 63) und seine Exfrau seit Juni 2015 (Erwerbsunfähigkeitsrente)in Rente. Ihre Anwältin bat ihn nun über das Amtsgericht (welches seinerseit die Ausgleichsberechnung vorgenommen hat) um Mitteilung, ob er bereits Zahlungen aus den Betriebsrenten bezieht.
Frage 1: Hat der seinerzeit vom Amtsgericht errechnete (aber noch nicht ausgeglichene) Betrag noch Gültigkeit oder hierfür von seiner Exfrau eine Neuberechnung eingeklagt werden?
Frage 2: Würde diese Neuberechnung dann unter das neue Recht (reale Teilung)fallen?
Frage 3: Werden für eine evtl. Teilung die Netto- oder Bruttobeträge der Rentenzahlungen herangezogen (und zählt dazu neben KV und PV auch die Lohnsteuer)?
Frage 4: Sind die Betriebsrente einer Bank sowie die Rente aus einem Versicherungsverein für Banken grundsätzlich als dymamisch anzusehen?

Vielen Dank vorab.

Am 15.10.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grds. kann eine Neuberechnung des VA verlangt werden, wenn sich zu den ursprünglich zugrundegelegten Beträgen eine wesentliche Abweichung ergibt. Dazu werden nochmals Auskünfte der Träger eingeholt und ggf. dann der VA nach neuem Recht durchgeführt.
Am 23.10.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Die Leistungen aus dem VA für die Exfrau wurden bereits ab 05/2003 bezogen da eine Erwerbsunfähigkeitsrente bezogen wurde, also wurden insgesamt 10 Jahre Leistungen aus dem VA bezogen, somit greifen die 36 Monate nicht, daher bekomme ich auch den VA von der Pension abgezogen.

Bearbeitet am 26.10.2015 von

Am 26.10.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der VA kann nicht 10 Jahre vor der Scheidung erfolgt sein.
Am 27.10.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

meine kürzlich verstorbene Mutter (geschieden) hatte eine Fonds-gebundene Garantierente bei einem ausländischen Anbieter. Die monatlichen Rentenzahlungen wurden nach dem VA zu gleichen Teilen geteilt. Wie im Vertrag vereinbart, wurde der Restwert nach dem Tot meiner Mutter an meine Schwester ausgezahlt.
Mein Vater macht jetzt Ansprüche an den Versicherungsbetrag geltend, da die Rentenzahlung nun ja geendet hat. Hat er hierauf einen Anspruch?

Am 28.10.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne genaue Kenntnis des Versicherungsvertrages läßt sich dies nicht prüfen.
Am 01.11.2015 schrieb Hiltje folgendes:
Meine Schwester (60 Jahre) ist 36 Jahre mit einem Beamten (60 Jahre) im gehobenen Dienst verheiratet. Beide haben einen 27-jährigen Sohn, der studiert. Seit ca. 2 Jahren hat mein Schwager eine Geliebte, bei der er auch lebt, zahlt meiner Schwester jedoch keinerlei Unterhalt; seinem Sohn zahlt er widerwillig und sporatisch 560,00 Euro im Monat.

Meine Schwester war ungefähr 35 Jahre als Arzthelferin tätig und selbst versichert. Als mein Vater schwer an Krebs erkrankte, pflege sie ihn, jedoch versicherte er meine Schwester nicht weiter und zahlte auch keine Krankenversicherung für sie ein, so dass sie nun auf Gedeih und Verderb auf ihren Mann angewiesen ist. Dieser willigt trotz 2-jähriger Trennung nicht in eine einvernehmliche Scheidung ein und droht nur mit Einstellung der Zahlung an den gemeinsamen Sohn, beschimpft sie mit sehr derben Ausdrücken, erniedrigt sie bei jeder Gelegenheit und macht sie sozusagen "klein und ängstlich"! Nun ist sie trotz längerer psychotherapeutischer Betreuung am Ende.

Als ältere Schwester bin ich sehr in Sorge und bitte um Erläuterung in puncto

Krankenversicherung, Unterhaltszahlung und Rentenansprüchen bei einer Scheidung

Ich wäre für einige Ratschläge sehr dankbar!

Am 02.11.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die während der Ehezeit erworbenen Rentensprüche werden im Scheidungsfall geteilt.
Ansprüche auf Unterhalt sowie priv. Krankenversicherung hängen vom Einkommen der Beteiligten, Belastungen, weiteren Unterhaltsverpflichtungen etc. ab.
Am 16.12.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Betriebsrente - Versorgungsausgleich
ich bin 51 Jahre alt. War 32 Jahre verheiratet und habe zwei Kinder groß gezogen. Habe selbst 27 Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet. Habe seit März 2012 teilweise Erwerbsunfähigkeitsrente bezogen und beziehe seit Sept. 2014 die volle Erwerbsunfähigkeitsrente. Hierdurch habe ich auch einen Anspruch auf Betriebsrente (VBL-Klassik) erhalten.
Mein noch Ehemann ist 57 Jahre alt und steht noch in Arbeit, er zahlt ebenfalls durch den Betrieb in einen Fond für Betriebsrente (Audi AG)ein, welche er bei Eintritt der Rente durch die Deutsche Rentenversicherung bekommt.
Nun wurde berechnet, weil ich bereits Rente beziehe, dass meinem Mann 72,3 Versorgungspunkte von meiner Betriebsrente zugesprochen bekommt und ich hierdurch eine Verminderung von ca. 47,7 Punkte meiner Betriebsrente hätte. Das heißt, meine Betriebsrente würde sich fast um die Hälfte minimieren.......es kann doch wohl nicht sein, dass mein noch-Ehemann fast ein dreiviertel von meiner Betriebsrente bekommt, weil bei mir der Rentenfall schon eingetreten ist......kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht können Sie mir das erklären.
Am 16.12.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ein Versorgungsausgleich kann nur in Kenntnis der jeweils ehezeitig erworbenen Anwartschaften entsprechend den Prozessakten beurteilt werden.
Am 18.12.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo , ich gehe nächstes Jahr in den Vorruhestand , für fünf Jahre . Danach gehe ich in die Altersrente . Muß ich den Versorgungsausgleich für meine Ex-Frau schon im Vorruhestand bezahlen ? Ich bin nächstes Jahr 57 meine Ex-Frau 54
Am 18.12.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Anwartschaften werden bei der Scheidung geteilt, Ansprüche daraus werden aber erst mit Renteneintritt gezahlt.
Am 18.12.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Herr Wolf ,danke für Ihre schnelle Antwort. Möchte noch kurz etwas nachfragen . Wir wurden 2009 geschieden. Der Vermögensausgleich wurde geregelt . Die Abteilung für den Vorruhestand ( RAG ) sagte das wir vom Vorruhestandsgeld , in meinem Fall der 01.07.2016 , schon sofort den Betrag des Vermögensausgleich abgezogen bekommen.Nun habe ich gehört das es nicht Rechtens ist, und der VA erst ab Eintritt des Rentenalters ( 01.07.2021 ) abzuziehen ist . So lese ich es auch in Ihrer Antwort . Gibt es da was schriftliches drüber ?
Am 21.12.2015 schrieb (anonym) folgendes:
Ich (48 Jahre ) lebe seit Feb. 2015 von meiner Frau (47 Jahre ) getrennt.Wir sind seit 23 Jahren verheiratet. Ich bin voll Erwewerbsfähig, meine Frau bezieht seit Sep.2014 eie Erwerbsminderungsrente wegen einer Krebserkrankung. Sie hat in Unserer Ehe ca. 30 Rentenpunkte erworden ich nur 10 Rentenpunkte.
Muss sie bei einem Versorgungsausgleich mir die Hälfte der erworbenen Punkte abgeben??
Da sie noch die zwei minderjährigen Kinder Versorgt , möchte ich mich nicht von Ihr scheiden lassen, weil ich angst habe das Ihr die Rente gekürzt wird. Ist das so?? Wenn ja lässt es sich verhindern??
Am 21.12.2015 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im Rahmen des gesetzlichen Versorgungsausgleichs anlässlich der Scheidung werden die erworbenen Anwartschaften geteilt. Allerdings ist es möglich, im Rahmen einer notariellen Scheidungsfolgenvereinbarung andere individuelle Lösungen festzulegen.
Am 03.02.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Vor 20 Jahren (1995) wurden mein Ex-Mann und ich geschieden. Wie haben kurz vorher eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung beurkunden lassen. Hierin wurde der Versorgungsausgleich ausgeschlossen. Bei der Trennung konnte ich noch nicht absehen, wie mein weiterer beruflicher Werdegang aussieht, bin aber davon ausgegangen, dass ich weiter gut verdienen werde. Das war leider nicht der Fall. Ist es möglich, die Vereinbarung rückgängig zu machen? Und was wäre, wenn mein Ex-Mann bereits verstorben ist? Vielen Dank für Ihre Mühe!
Am 03.02.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Allein die Tatsache, dass sich Ihre Erwartungen hinsichtlich des nachehelichen Verdienstes nicht erfüllt haben, stellt keinen Anfechtungsgrund dar.
Am 08.02.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Frage 1: Mann kann auf den Versorgungsausgleich
im Beiderseitigen Einvernehmen verzichten?
Ist das richtig?

Frage 2: es gibt einen notariellen Übertragsgungs-
vertrag zur Auseinandersetzung des ehe-
lichen Vermögens, Gütertrennung
Alle Vermögensgegenstände sind aufgeteilt.

ist davon dann auch eine von mir abge-
schlossene Kapitallebensversicherung mit
eingeschlossen?

Oder muss ich diese im Rahmen des Ver-
sorgungsausgleichs mit der Ex teilen?

Frage 3: Der Ex-Partner wurde während der Ehe
adoptiert um ein sehr großes Vermögen
(fast 1Mio €) steuergünstiger zu er-
langen

Kann ich irgendwie auf dieses zukünftige
Erbe Ansprüche anmelden auch wenn das
Erbe noch nicht zum Tragen gekommen ist?

Vielen Dank für Ihre Rückantwort.

Am 09.02.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ein Verzicht auf VA ist grds möglich, kann allerdings angegriffen werden, wenn sich die Regelung als unbillig erweist.
Kapitallebensversicherungen können je nach Vertragsgestaltung dem Güterrecht oder dem Versorgungsausgleich unterfallen, zB Direktversicherung durch den AG.
Im Scheidungsfall wird nur das Vermögen der Ehegatten auseinandergesetzt, das Vermögen der Eltern der Ehegatten bleibt unberührt.
Am 25.02.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Ex-Mann ist vor seinem Renteneintritt gestorben. Ich soll später bei meinem Renteneintritt von ihm Versorgungsausgleich beziehen. Erhalte ich trotzdem den Versorgungsausgleich von der Rentenrechnungsstelle und wenn ja, automatisch oder auf Antrag?
Vielen Dank im voraus.
Am 28.02.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Fr/Hr Wolf
Seit 2014 bekomme ich Witwenrente.Mein Mann war Beamter und zahlte für seine Ex-Frau Versorgungsausgleich.Ist das normal das ich das weiter zahlen muss bzw.wird das von meine Witwenrente abgezogen?
Im voraus Danke für Ihre Antwort.
Am 29.02.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Teilung der Rentenanwartschaften erfolgt idR bereits im Versorgungsausgleich, so daß der Tod des gesch. Ehegatten keine Auswirkung hat.
Am 29.02.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Durch den VA werden nur die während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften geteilt, dh Sie erhalten die Anteile aus Ihrer Zeit mit dem Ehegatten, die geschiedene Frau aus deren mit ihm verbrachten Ehejahren. Sie haben Ihren Ehemann also mit einer bereits gekürzten Anwartschaft geheiratet.
Am 03.03.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe 2 Kinder die nicht von meinem damaligen Ehemann sind!Das eine ist Verstorben vor der Eheschließung, ich war 24 Jahre mit ihm Verheiratet in der Ehe haben wir einen Pflegesohn aufgenommen.
Frage: jetzt wurde eine abänderung des Versogungsausgleichs beantragt ich bin seit 1998 Geschieden wirkt sich diese neu berechnung auch auf die jetzige Mütterrente aus?
Ich meine das mein EX ja nicht der Vater ist, ich habe ja auch Unterhalt damals für das eine Kind erhalten.Wäre es möglich das ich jetzt die Hälfte der Mütterrente an ihn abtreten muss?
Am 03.03.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ausgeglichen werden die während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften auf eine Altersversorgung. Soweit also während der Ehezeit Anwartschaften für Kindererziehung erworben wurden werden auch diese geteilt, unabhängig davon, wer der Vater des Kindes ist.
Am 10.04.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin seit einiger Zeit in Alterspension, wohne aber im EU-Ausland. In Deutschland habe ich erst in 2 Jahren Anspruch auf Altersrente. Meine Frage:
Ich war von '77 bis '87 verheiratet und es wurde ein VA gemacht. Mein Ex ist inzwischen in Rente und bekommt auch Betriebsrente (MB). Wie + wo erfahre ich ob beim VA seinerzeit die Betriebsrente mit angerechnet wurde - PVA ? Wird die Betriebsrente beim Rentenkonto zugefügt bzw. wo ist das für mich ersichtlich?
Am 12.04.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das ergibt sich aus dem Scheidungsurteil, dort ist auch der VA geregelt und begründet.
Am 20.06.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Ich wurde 2004 nach 20 Ehejahren geschieden. Mein Mann und ich sind Österreicher, haben aber aber all die Jahre in Deutschland gelebt, nun lebe ich wieder in Österreich.
Ich habe drei Kinder gross gezogen und geringfügig in der Firma meines Mannes gearbeitet.
Die Scheidung wurde in Österreich nach österreichischem Recht durchgeführt. Eine Feststellung des Versorgungsausgleichs wurde nie durchgeführt, ich wurde auch nie darüber aufgeklärt.
Im letzte Passus des Vergleichs ist vermerkt, dass alle familienrechtlichen Ansprüche damit beglichen sind, in Klammer ist neben Gebrauchsvermögen auch der Versorgungsausgleich angegeben, den ich nie zu Gesicht bekommen habe.
Im Rahmen meines Pensionsverfahrens wurde ich nun über mein Pensionsversorgungsausgleichsrecht aufgeklärt.
Meine Frage, kann dieser Vergleich angefochten werden, da ich eine sehr kleine Pension habe und es nie eine Feststellung gegeben hat?
Am 21.06.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ohne Kenntnis der Prozessakten und des Vergleichs kann dessen Wirksamkeit nicht beurteilt werden. Da die Scheidung zudem nach östereichischem Recht durchgeführt wurde, wäre es bzgl. etwiger Anfechtungsmöglichkeiten o.ä. sinnvoll, einen österreichischen Anwalt zu konsultieren.
Am 05.08.2016 schrieb Anke Beckhaus folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,
meine Ehe endete 1986, seit dem 1.06.2014 ist mein Exmann in Rente. Am 8.01.15 stellte er einen Antrag auf Abänderung des Verssorgungsausgleichs.
Ich habe im Nov. den Antrag auf Altersrente gestellt (schwerbehindert), die ich seit dem 1.02.2015 behiehe.
Im April diesen Jahres bekam ich den Beschlußentwurf, aus dem hervorgeht, ich sei ausgleichplichtig.
Gegen diesen Beschlußentwurf erhob ich Enwände. Meinem Versicherungsverlauf ist ein Vermerk entmehmbar: Gemäß SGB VI §187 (4) heißt es:
Eine Beitragszahlung zur
- Wiederauffüllung einer geminderten Rentenanwartschaft (für den Fall, dass die Versicherte ausgleichspflichtig ist)
oder
- Begründung einer Rentenanwartschaft ( für den Fall, dass die Versicherte ausgleichsberechtigt ist)
ist nicht zulässig, da der Versicherten vor dem Eingang des Abänderungsantrags eine Vollrente wegen Alters bindend bewilligt worden ist.
Wie sehen Sie die Rechtslage?
Mit freundlichen Grüßen
Anke Beckhaus

Am 08.08.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine seriöse Beurteilung eines Beschlussentwurfs ist nur in Kenntnis der vollständigen Prozessakten mit allen Auskünften zu den Anwartschaften möglich. Die fehlende Möglichkeit der Beitragsnachzahlung führt nicht dazu, dass die Abänderung des Versorgungsausgleichs unzulässig wird.
Am 13.08.2016 schrieb (anonym) folgendes:
Bekomme ich wieder meine volle Pension, wenn mein geschiedener VA-berechtiger Ex-Mann verstarb?
Am 15.08.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn der verstorbene Ex Ehegatte höchstens 3 Jahre lang aus der Anwartschaft eine Versorgung bezogen hat kann die Kürzung der Versorgung wieder aufgehoben werden.
Am 16.08.2016 schrieb Christian Scheiter folgendes:
Hallo.
Ich habe 1999 Geheiratet und meine Frau hat 2 Uneheliche Kinder in die Ehe mitgebracht. Die Väter haben noch nie bezahlt und meine Frau ist weder vor der Ehe noch wehrend der Ehe und jetzt auch nach der Ehe nie Arbeiten gegangen.
Seit Februar 2015 leben wir getränt (Ich weis auch nicht warum der Scheidungstermin so lange Dauert)

2002 Wurde Ihr auf Grund eines Gericht Gutachtens für Ihre mitgebrachten Kinder das Sorgerecht entzogen aber uns beiden auch das Sorgerecht für unseren gemeinsamen Sohn (Grund Ich bin Vollzeitbeschäftigt gewesen und Ihr wollte man alleine kein Kind mehr anvertrauen) Ich bin dann 2003 in Teilzeit gegangen, Ich habe Schicht bei einen Autohersteller gearbeitet Früh, Spät. Nun arbeitete Ich seither in Teilzeit. Mein Sohn durfte wenn ich die Woche Frühschicht zu hause war bei uns sein und die Spätschichtwoche an der ich arbeiten musste, musste er bei meinen Eltern sein, so war es mit dem Jugendamt abgesprochen bis er Ganztägig in eine SVE gehen konnte. 2004 wurde unser zweiter Sohn geboren, also war wider nichts mit Vollzeitarbeit.
Meine Frau hat immer wider gezeigt das sie unzuverlässig ist, wenn ich arbeiten war ist sie in die Kneipe gegangen, hatte mehrere Verhältnisse, hat den Haushalt nur selten so ol-la-la gemacht und selten Wäsche gewaschen, hat nie zum Familienunterhalt beigetragen obwohl sie zeit hatte zu arbeiten. Jetzt hat Sie seit Feb. 2015 einen 20 Jährigen Lover und lebt vom Jobcenter. Jetzt soll meine Rente da sie ja noch nie eine erwirtschaftet hat für die Ehezeit aufgeteilt werden( Ohnehin nur noch die hälfte Ich habe auch eine Riester-Rente und Betriebsrente die aufgrund meiner Teilzeit auch ziemlich mager sind) Hat sie wirklich Anspruch auf die hälfte meiner Rente?
Die Kinder leben bei mir seit der Trennung.

Am 17.08.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Versorgungsausgleich soll die Unterschiede in der Altersversorgung der Ehegatten ausgleichen, die sich aufgrund der Verteilung von Erwerbsarbeit und Haushaltsführung während der Ehe ergeben; er stellt keine Belohnung für besonders gelungene Haushaltsführung oder Kindererziehung dar. Daher wird auch nur in besonderen Ausnahmefällen der Versorgungsausgleich aus Billigkeitsgründen beschränkt.

Bearbeitet am 17.08.2016 von

Am 26.09.2016 schrieb anonym folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

bei der S cheidung wurde festgelegt, dass ich (Beamter) meiner Ex-Frau 600 Euro Versorgungsausgleich bezahlen muss. Von ihr bekomme ich Rentenpunkte in Höhe von 200 Euro.

Frage:
Ab meinem Pensionseintritt mit 61,5 Jahren muss ich diesen Betrag an die Rentenkasse zahlen, da sie erst 6 Jahre später rentenberechtigt ist. Bekomme ich nun ab diesem Zeitpunkt die 200 Euro aus dem neu eröffneten Rentenkonto oder erst wenn ich das Rentenalter von 67 Jahren erreicht habe.
MfG

Am 27.09.2016 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Aufteilung der Rentenanwartschaften erfolgt bereits zum Zeitpunkt der Scheidung, so dass jeder Ehegatte mit Renteneintritt seine vollen Rentenanrechte erhält.

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