Kindesunterhalt - Was passiert, wenn der Vater nicht zahlt ?

Wer hat Anspruch auf Leistungen nach dem Unterhaltsvorschußgesetz ?

Trennen sich Eltern, so muß derjenige Elternteil, bei dem die minderjährigen Kinder nun leben beim anderen die Zahlung von Kindesunterhalt geltend machen. Die Höhe des Anspruchs der Kinder richtet sich vor allem nach deren Alter sowie dem Nettoeinkommen des Unterhaltsverpflichteten, meist also des Vaters, und ist in der sog. Düsseldorfer Tabelle niedergelegt (zum download abrufbar unter Formulare und Tabellen). Zu diesem Tabellenunterhalt hinzu können weitere Ansprüche der Kinder auf Mehrbedarf (z.B. Kinderbetreuungskosten) oder Sonderbedarf kommen, an denen sich beide Eltern entsprechend ihrem Einkommen beteiligen müssen.

Was passiert nun, wenn der Vater trotz Aufforderung nicht zahlt ?

Die Kinder - vertreten durch die Mutter - können den Vater auf Zahlung von Kindesunterhalt verklagen; erhalten sie vor Gericht Recht, so wird der Vater verurteilt, nicht nur künftig monatlich Unterhalt zu zahlen, sondern auch den seit der erstmaligen nachweislichen Geltendmachung und während des Gerichtsverfahrens aufgelaufenen Unterhaltsrückstand zu bezahlen. Erfolgt die Zahlung nicht freiwillig, so kann mit dem rechtskräftigen Gerichtsurteil auch die Zwangsvollstreckung betrieben werden und etwa das Gehalt oder Vermögensgegenstände gepfändet werden.

Allerdings kommt es natürlich auch vor, daß das Einkommen des Vaters unterhalb des sog. Selbstbehalts liegt und damit nicht ausreichend ist, um - überhaupt oder den vollen Tabellensatz - Kindesunterhalt zu bezahlen oder daß trotz Verurteilung zur Zahlung der Unterhaltsanspruch nicht erfolgreich zwangsvollstreckt werden kann, weil pfändbares Einkommen oder Vermögen nicht vorhanden ist. Aber auch ein am Ende erfolgreicher Prozess nimmt meist Monate in Anspruch, in denen die Kinder unterhalten werden müssen, ohne daß Geldzahlungen des Vaters eingehen.

In solchen Fällen gewährt das Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) Kindern Leistungen in Höhe eines Mindestunterhaltsbetrags, wenn das Kind

  • nicht älter als 12 Jahre ist
  • in Deutschland bei einem Elternteil lebt, der ledig, geschieden, verwitwet oder dauernd getrennt lebend ist
  • nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt mindestens in Höhe der Sätze nach dem UVG vom anderen Elternteil erhält. Als Unterhalt gelten bei Versterben eines Elternteils auch Waisenbezüge.
Auf den Anspruch werden sowohl die Hälfte des Kindergelds, das die Mutter bezieht, als auch im jeweiligen Leistungsmonat eingehende Kindesunterhaltszahlungen und Waisenbezüge angerechnet. Andere Einkünfte des Kindes (z.B. Zinserträge, Mieteinnahmen) werden jedoch nicht berücksichtigt.

Der Anspruch entfällt, wenn

  • der betreuende Elternteil heiratet (den anderen Elternteil oder einen Dritten),
  • das Kind 12 Jahre alt wird oder zuvor die Höchstdauer von 72 Leistungsmonaten erreicht wird. Wurden für bestimmte Monate nur anteilige Leistungen gezahlt, so werden diese Teile von Kalendermonaten zusammengerechnet; dabei zählen je 30 Tage als ein Monat.
  • der betreuende Elternteil Mitwirkungsverpflichtungen nicht erfüllt, insbesondere auch die nichteheliche Mutter bei der Feststellung der Vaterschaft des Kindes nicht mitwirkt
Die Leistungen werden in der Regel ab dem 01. des Monats, in dem der Antrag gestellt wurde bewilligt; ausnahmsweise für einen Monat rückwirkend, wenn zumutbare Bemühungen vorlagen, während dieses Zeitraums Unterhalt vom anderen Elternteil zu erhalten. Zuständig für die Antragstellung sind meist die Jugendämter.

Soweit Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz erbracht werden, können die vorausgeleisteten Beträge beim Vater zurückgefordert werden.
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Haben Sie Fragen ? Wir helfen gerne.

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Eingestellt am 18.06.2008 von RAin Wolf
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352 Kommentare zum Artikel "Kindesunterhalt - Was passiert, wenn der Vater nicht zahlt ?":

Am 11.03.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe seit 2005 eine Titulierung für meine Söhne 16J. 14J. Mein Ex hat aber trotzdem kaum bezahlt. Er verdient schwarz um nicht zahlen zu müssen . Ist auch wieder neu verheiratet. Wir besitzen noch ein gemeinsames Haus, auf dem eine Restschuld lastet. Jeder besitzt einen hälftigen Anteil von 28000,-
Meine Frage: Kann ich seine Hälfte pfänden lassen.?
Er möchte das ich ihn auszahle. Ich habe das Geld nicht und die Kinder möchten gerne in dem Haus wohnen bleiben.
Am 12.03.2009 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grundsätzlich kann eine titulierte Forderung durch Zwangsvollstreckung in das gesamte Vermögen, also auch in den Miteigentumsanteil des anderen Elternteils, erfolgen. Dabei ist unerheblich, ob es sich um Kindesunterhalt oder eine andere Forderung handelt.

Die Schwierigkeit liegt darin, daß Sie gleichzeitig wünschen in dem Haus wohnen zu bleiben, während der Vater die Vermögensaufteilung des Hauses verlangt. Insoweit sind Sie auf das Einverständnis des Vaters angewiesen, da diesem ja die eine Hälfte des Hauses gehört : Jeder Eigentümer hat das Recht, die Auflösung des gemeinsamen Miteigentums zu verlangen. Geht dies nicht einverständlich durch Verkauf oder Auszahlung, weil die finanziellen Mittel für eine Auszahlung fehlen, so kann er gegen Ihren Willen die Teilungsversteigerung betreiben. Dann wird das Haus versteigert, die Banken bekommen die Restverbindlichkeit und der sonstige Erlös wird zwischen Ihnen beiden aufgeteilt.

Bearbeitet am 12.03.2009 von

Am 15.06.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Habe das gleiche Problem.

Habe Forderungen gegen meinen Ex-Mann und dieser will nicht das ich seine Haushälfte kriege. Die Pfändung auf Lohn läuft schon, allerdings mit keiner Erfolgssicht. Kann ich nicht seinen Anteil versteigern lassen um an mein Geld und gleichzeitig an seinen Anteil zu kommen.

Am 15.06.2009 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grundsätzlich kann wegen jeder titulierten Forderung die Zwangsvollstreckung in das gesamte Vermögen, d.h. auch in eine Immobilie betrieben werden. Ebenso kann beim Scheitern außergerichtlicher Verhandlungen letztlich die gemeinsame Immobilie (bzw. deren Zwangsversteigerungserlös) zwischen den beiden Ehegatten im Wege der Teilungsversteigerung aufgeteilt werden. Der Erlös kann dann auch für Unterhaltszwecke herangezogen werden.

Schwierig kann die Durchsetzung der Zwangsversteigerung allerdings für bedürftige Mütter werden, da manche Gerichte seit einiger Zeit für die Zwangsvollstreckung ins Immobilienvermögen dann keine Prozesskostenhilfe mehr gewähren, wenn - wie anscheinend in Ihrem Fall - die Mutter auch Miteigentümer der Immobilie ist.

Am 24.06.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Danke für die Antwort. Ich bin nicht bedürftig. Allerdings möchte ich von einer Teilungsversteigerung absehen da es dann ja sein kann, dass auch andere das Gebäude ersteigern. Da ich das Haus aber selbst halten möchte, will ich das Risiko nicht eingehen. Ich weiß das ich den Antrag dann auch zurückziehen kann, aber die Gerichtskosten sind dann trotzdem weg.
Am 17.08.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Exmann und ich leben seit 5 jahren getrennt, er zahlt keinen Unterhalt, der Unterhaltsrückstand beläuft sich auf 40.000 Euro . Nun hat er die Teilungsversteigerung des gemeinsamen Einfamilienhauses beantragt. Wobei nach Abzug der Schulden , die noch auf dem Haus sind und der Unterhaltsrückstände gar nichts mehr für ihn übrig bleibt. Was kann ich tun ??
Am 17.08.2009 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nach Ihren Angaben besteth durch die Teilungsversteigerung offenbar zumindest die Möglichkeit, den aufgelaufenen Unterhaltsrückstand zu erhalten. Im übrigen haben Sie grds. die Möglichkeit mittels Ihres Unterhaltstitels in etwaiges laufendes Einkommen über der Pfändungsfreigrenze sowie sonstiges etwaiges Vermögen, falls vorhanden, zu vollstrecken.
Bei Vorliegen der im Artikel genannten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit Leistungen nach dem UVG in Anspruch zu nehmen. Unter Umständen könnten Sie Ihren Anwalt auch noch prüfen lassen, ob ersatzweise die Großeltern für den Kindesunterhalt in Haftung genommen werden können, falls die dortigen Einkommensverhältnisse dies erlauben.
Am 11.10.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Ich hätte da auch mal ne Frage. Ich habe 2 Kinder aus vorangegangenen Beziehungen. Ich möchte bald Heiraten und Verdiene durchschnittliche 1100€. Bin ich dann in erste Linie meiner Ehefrau Unterhaltspflichtig oder meinen Kindern?
Meine Verlobte arbeitet auf 400€ Basis wir haben zusammen also ca. 1500€ und eine monatliche belastung von etwa 900€ ohne Lebensmittel in wie weit können unsere Gehälter gepfändet werden?
Am 12.10.2009 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Unterhalt für minderjährige Kinder geht allen anderen Unterhaltsverpflichtungen vor, da diese - im Gegensatz zu einem Erwachsen - noch nicht für sich selbst sorgen können. Gepfändet werden kann für den Kindesunterhalt aber nur Ihr Einkommen, nicht dasjenige Ihrer Verlobten oder späteren Ehefrau, da nur Sie selbst Ihren Kindern unterhaltspflichtig sind. Grundsätzlich wird der notwendige Selbstbehalt von Ihrem Einkommen gegenüber minderjährigen Kindern mit € 900.- angesetzt; allerdings senken manche Gerichte diesen notwendigen Selbstbehalt wegen der Haushaltsersparnis aufgrund des Zusammenlebens mit einem neuen Partner.
Ganz grundsätzlich kann erst gepfändet werden, wenn ein sog. Titel vorliegt (z.B. Gerichtsurteil bzw. ab 01.09.09 Beschluss, notarielle Urkunde, Jugendamtsurkunde). In diesem Titel ist der von Ihnen aufgrund Ihres Einkommens zu zahlende Unterhaltsbetrag festgelegt, dort sollten Sie also ggf. einmal nachsehen. Hat sich Ihr Einkommen nach der Erstellung des Titels verringert, so kann (und sollte) dieser Titel an das veränderte Einkommen angepasst werden.
Am 09.11.2009 schrieb (anonym) folgendes:
Kann eine Mutter obwohl die Kinder 8Jahre, 4Jahr und 4Jahre´und die Eltern ein Wechselmodel erfolgreich (60% bei der Mutter 40%beim Vater) auf
Ehegattenunterhalt bestehen, obwohl sie seit August 09 mit einem neuen Mann lebt und nur 2Tage die Woche arbeitet bestehen??Sie rechnen mit einem Brutto vom Vorjahr mein Freund wird jedoch nicht mehr 3400Euro(Lst III /3 Kinder)sondern 2.071 betragen.Er soll an sie 1750 Eur zahlen
Am 10.11.2009 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bis zum 3. Lebensjahr eines Kindes hat die Mutter in jedem Fall Anspruch auf Betreuungsunterhalt, danach nach Billigkeit. Die meisten Gerichte verlangen danach zunächst nur einen € 400.- Job, später während der Grundschule vielleicht eine Teilzeittätigkeit und erst ab einem Alter von ca. 12-13 Jahren eine Vollzeitttätigkeit der Mutter. Das in etwa ist so die grobe Richtung, wobei es erhebliche regionale Unterschiede gibt und außerdem jeder Richter in jedem Einzelfall individuell entscheiden kann, was er für billig (=gerecht) hält. Nach dieser Maßgabe erscheint ein 2/5 Job der Mutter durchaus angemessen, da sie insgesamt 3 Kinder überwiegend betreut.
Soweit sich jedoch das Einkommen des Vaters ändert, etwa wegen der veränderten Lohnsteuerklasse, kann der Unterhalt selbstverständlich diesen veränderten Verhältnissen angepasst werden.
Am 02.03.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Vor zwei Wochen habe ich wieder geheiratet, von diesem Zeitpunkt an wurde der Unterhaltsvorschuss für meine 4 Kinder (11,10,8 und 2 Jahre alt) eingestellt. Nun muss ich meinen Exmann wegen des Kindesunterhalt verklagen. Im Moment nehme ich noch an einer Ausbildung durch dir ARGE finanziert teil, habe mich aber schon bei 40 Stellen beworben und denke dass ich spätestens im April oder Mai einen Arbeitsplatz haben werde.

Mein Problem ist, das mein neuer Ehemann Student ist und von Bafög lebt, mein Exmann nur sein Existenzminimum verdient. Ich werde also auf keinen Fall Unterhalt bekommen, egal was ich anstelle.

Meine Fragen sind nun:
- was passiert mit meinem Ex wenn ich die Klagen
durchziehe und er nicht fähig ist den Unterhalt
zu leisten?
- Mir fehlen natürlich die 600 Euro Unterhalt
sobald ich arbeite, woher kann ich einen Aus-
gleich bekommen da das Jugendamt nicht mehr zu-
ständig ist

Eigentlich währ ich nicht gezwungen arbeiten zu gehen aber ich will nicht mehr von der Allgemeinheit leben so gut ich kann. Jedoch weiss ich dass ich mit meiner Ausbildung und meinem Alter warscheinlich nur bis zu 1500 euro netto verdienen werde. Davon müssen alle Kosten übernommen werden. Natürlich geht das und reicht aus aber dafür muss ich Vollzeit arbeiten und meine Kinder in die Obhut von Kindergärten und Kernzeitbetreuungen geben. Also werden meine Kinder fast nichts mehr von mir haben.

Am 03.03.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn der Vater nicht in der Lage ist Unterhalt zu bezahlen, kann das Gericht ihn entweder für nicht leistungsfähig erklären und Ihre Klage abweisen, dann bekommen Sie keinen Unterhalt und müssen außerdem die Prozesskosten tragen. Oder aber das Gericht hält ihn für leistungsfähig (weil er sich zB nicht ausreichend um Arbeit bemüht hat) und verurteilt ihn, Sie könnnen das Geld aber bei ihm nicht beitreiben. Dann müssen Sie zwar nicht die Prozesskosten tragen, können aber weder Ihre eigenen Prozesskosten noch den Unterhalt für die Kinder von ihm erlangen.
Anstelle der Leistungen nach dem UVG könnten Sie noch versuchen, einen Antrag auf Kinderzuschlag zu stellen, wenn das Einkommen für Sie selbst, nicht aber für die Kinder reicht. Einen Überblick über die Anspruchsvoraussetzungen für die Beantragung des Kinderzuschlags finden Sie unter http://www.arbeitsagentur.de/nn_26548/zentraler-Content/A09-Kindergeld/A091-steuerrechtliche-Leistungen/Allgemein/Kinderzuschlag.html
Am 11.03.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Habe eine Unterhaltstitel für meine Tochter vorliegen. Mein Ex-Mann verliert immer wieder seine Arbeit (hatte da auch schon Lohnpfändung) und wechselt ständig den Wohnsitz. Nun habe ich eine eidesstattliche Versicherung beantrag, es wurde sogar schon ein Haftbefehl deshalb jetzt beantragt. Meine Frage: Gibt es noch andere Stelle, wo ich Zuzahlung bzw. Ersatz für den Unterhalt erhalten kann. Meine Tochter ist nun 13 Jahre. Ich gehe Vollzeit arbeiten, aber das Geld reicht nicht.
Am 12.03.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Unterhaltsvorschußleistungen können Sie nicht bekommen, weil Ihr Kind über 12 Jahre alt ist. Sie könnten aber Ansprüche auf Wohngeld und Kinderzuschlag prüfen lassen, notfalls auch Arbeitslosengeld II (Hartz IV) als sog. Aufstocker.
Am 21.03.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin Unterhaltspflichtig und zahlte 16 Jahre. Nun kann ich das erste Mal den Verpflichtungen nicht nachkommen, weil die Wirtschaftskrise seit Dezember 2009 nun auch in meiner Branche deutlich durchschlägt. Bin auch seit 3 Jahren wieder verheiratet und muß auch für die "Neue" Familie aufkommen. Meine Ex- Frau habe ich angeschrieben und die Lage dargelegt, auch das ich den offenen Unterhalt nachreichen werde!!!! Weil ich im Moment einfach nicht in der Lage dazu bin. Zudem Arbeite ich schon rund 14 Stunden täglich.
Nun erhalte ich eine Forderung mittels Anwalt von meiner Ex Frau. Einen Anwalt kann ich mir leider nicht mehr leisten.
Wer weis hier einen Rat???
Am 22.03.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn sich Ihr Einkommen verringert hat, ist auch der Unterhalt anzupassen, soweit Sie trotz vollschichtger Arbeit leistungsunfähig sein sollten kann er auch ganz oder teilweise entfallen. Das sollten Sie von einem Anwalt prüfen lassen und ggf. bei Gericht die Abänderung des Unterhaltstitels beantragen, wenn die Gegenseite sich freiwillig nicht darauf einläßt. Wenn Sie nicht genug Geld für einen Anwalt haben, können Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen, mit diesem Schein zahlen Sie für die Beratung beim Anwalt nur eine Schutzgebühr von € 10.-
Am 31.03.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Mein EXmann soll nach der neuen Tabelle 420 Euro Unterhalt an unseren Sohn bezahlen.Habe auch einen Titel. Aber er weigert sich und zahlt nur 320 Euro.
Was kann ich tun.Er verdient nicht schlecht und fährt einen Firmenwagen.Obwohl er schon zweimal von meiner Anwältin aufgefordert wurde.Was kann ich jetzt tun
Am 31.03.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie einen Titel haben kann Ihre Anwältin wegen der fehlenden Beträge die Zwangsvollstreckung gegen den Vater betreiben, also Pfändungen durch den Gerichtsvollzieher oder Gehaltspfändungen einleiten. Gerade im Falle von Gehaltspfändungen stellt sich beim Schuldner meist sehr rasch die Bereitschaft ein, nunmehr "freiwillig" den vollen Betrag zu bezahlen.
Am 21.06.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Wenn die Unterhaltsrückstände meines EX Mannes höher sind als sein Hausanteil und ich diese Komplett ins Grundbuch als Sicherungshypothek eintragen lasse - gibt es dann eine Möglichkeit gerichttlich das Haus auf mich übertragen zu lassen ohne dass ich das Risiko einer Zwangsversteigerung eingehen muss ?
Am 21.06.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Ihr Ex-Mann einverstanden ist, ja. Wenn nicht bleibt nur die Möglichkeit der Zwangsvollstreckung.
Am 23.06.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Problem:
ich habe mittlerweile 16 und 14 jähr. Kinder.
2003 habe ich den Unterhaltstitel festsetzen lassen, da ich neu geheiratet habe. 2004 dann das urteil 100% sollte der Ki-Vater zahlen. Jedoch zahlt der vater nur 184,07 für beide Kinder zusammen. D.h.: 92,03 bekommt das eine Kind und das andere Kind dann somit 92,04. Seit Feb.2009 zahlt er nun pro Kind 125,00.
Ich habe meinen Anwalt konsultiert um den ganzen rückständigen Unterhalt endlich zu erhalten, bin bis hin zur Oberstaatanwaltschaft Berlin gegangen, jedoch ohne aussicht auf Erfolg jemals das Rückständige Geld zu erhalten.
verjährt der Titel jetzt?
Wozu setzt man einen Titel fest, wenn man sich damit die Wände tapezieren könnte, zu mehr ist das dann ja wohl nicht wert oder?
Der Vater hat angeblich ein Attest welches besagt, das er nicht mehr als 6 Std.arbeiten gehen kann. Jedoch mir unerklärlich, dass der vater allein lebt, Whg kostet rund 450,00 warm, darin sind noch kein Strom etc. enthalten. Dann kommt hinzu das er sehr starker Raucher und Alkoholiker ist,das bezahlt werden muss. Angeblich spart der Vater auch noch monatlich 50 euro für die Kinder auf ein Sparkonto.
Nach meiner Rechnung hat der Vater mehr als nur sein Selbstbehalt, ansonsten könnte er sich das alles nicht leisten.

Miete:450
Unterhalt:250
Strom:ca.50
Sparkonto:50
pro Tag 2Schachteln Zig.:mind 250
pro Tag gehe ich von 3 Glas Bier aus:mind 140

Essen?Kleidung?Sonstiges?

Ich habe das Gefühl das Väter tun und lassen können was sie wollen. Anzeige nützte nix, wie man sieht, steht die generalstaatsanwaltschaft voll hinter dem Vater.
Ich denke der Vater arbeitet schwarz, was sich nicht nachweisen läßt.Doch die Staatsanwaltschaft kümmert sich einen Dreck wie es den Kindern geht, denen geht das Wohl des vaters wohl vor. Sry bei der Rechtsprechung kann man doch echt nur kotzen.
mein jetziger mann muss für sein Kind vollen Unterhalt zahlen obwohl er gerade mal die Selbstbehaltsgrenze von 900 hat. Wo liegt da die Gerechtigkeit???
Unterhaltszahlende sind doch fein raus, trotz des Rechtswirksamen Titels.
ich selber bin seit Okt.2009 krankgeschrieben, bekomme somit nur Krankengeld.
Pfändung wäre zwecklos, denn ich denke, das der Vater so schlau ist, Gelder die er mehr bekommt, auf andere Konten laufen zu lassen, die nicht auf seinem Namen laufen.
Was bleibt mir noch? Was können meine Kinder tun um an das geld zu kommen? Kontakt wollen sie nicht zu ihrem Alkoholkranken Vater.Sry sie finden es abstoßend.
LG

Am 23.06.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grundsätzlich gilt ein Titel 30 Jahre lang. Faktisch kann sich ein Titel aber dann als nutzlos erweisen, wenn ein Schuldner weder über Einkommen noch Vermögen verfügt und daher Zwangsvollstreckungen ins Leere laufen. Sie könnten, da Sie die Rückstände stets verfolgt haben, diese Unterhaltsrückstände beim Vater zwar auch dann noch eintreiben, wenn er später zu Einkommen/Vermögen kommen würde. Die Aussichten hierauf sind allerdings aufgrund der geschilderten Suchterkrankung erfahrungsgemäß als gering einzustufen.
Hinsichtlich der Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft vermute ich, daß Sie Strafanzeige gegen den Vater wegen Verletzung der Unterhaltspflicht gestellt haben. Voraussetzung der Bestrafung ist allerdings, daß dem Vater nachgewiesen (Vermutungen reichen nicht) werden kann, daß er Unterhalt zahlen könnte, es aber nicht tut. Aufgrund des Attests kann ihm aber genau dies wohl nicht nachgewiesen werden, ebensowenig konnte ihm nach Ihren Angaben Schwarzarbeit nachgewiesen werden.
Am 25.06.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Ja, habe Strafanzeige gestellt und all das verlief im Sand.
Der Kindesvater lacht jetzt darüber! :( auf kosten seiner Kinder.

Er ist der Meinung mein Mann kann für die Kinder aufkommen.

Frage: Was geschieht, wenn mein jetziger Mann den Unterhalt herabsetzt und nur das zahlen würde, was über seine Selbstbehaltsgrenze liegt?
sagen wir er hat 1020.- kann dann ja auch nur 120.- zahlen.
Ich denke da würden sogar schärfere Maßnahmen geltend gemacht werden und die Mutter würde damit wie immer durchkommen.
Ich sag da nur: Ungerechtigkeit siegt immer und ich seh mit meinen Kindern "alt" aus.

Liebe Grüße und vielen Dank für ihre Hilfe

Am 28.06.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Solange der Titel besteht muß er den titulierten Unterhalt bezahlen, will er ihn kürzen muß er den Titel abändern lassen. Es kann allerdings sein, daß er freiwillig nicht zahlt und im Wege der Zwangsvollstreckung "nichts zu holen" ist.
Am 25.09.2010 schrieb (anonym) folgendes:
der vater meiner tochter (8) zahlt keinen unterhalt. er ist selbstständig, verdient angeblich nicht genug, kann dennoch 2 mal im jahr in seine heimat fliegen mit seiner ehefrau und den gemeinsamen 3 kindern. was kann ich tun? die 72 monate des unterhaltsvorschusses sind vorbei und die beistandschaft vom jugendamt sagte vor einiger zeit dass dies keine aussicht auf erfolg hätte.
Am 27.09.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei Einkommen aus selbständiger Arbeit kann es sehr mühsam sein, eine Unterhaltsverpflichtung durchzusetzen, weil die Geschäftsergebnisse sehr sorgfältig zB auf steuerrechtlich zulässige, aber unterhaltsrechtlich nicht ansetzbare Betriebskosten überprüft werden müssen. Dies alles hilft aber dann nichts, wenn Einnahmen "schwarz" erfolgen, hier ist der Nachweis selbst bei teurem Einsatz von Detektiven häufig nicht zu erbringen. Auch die Staatsanwaltschaften haben im Fall einer Strafanzeige häufig nicht die Ressourcen (und nicht die Prioritäten) dies aufzuklären. In vielen Fällen bleibt der Mutter daher tatsächlich nur der Rückgriff auf Sozialleistungen (z.B. Kinderzuschlag).
Am 02.10.2010 schrieb (anonym) folgendes:
mein Ex arbeitet schwarz, hat eine menge Geld und zahlt für seinen Sohn keinen Pfennig! Was kann ich tun?
Am 04.10.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Selbst wenn es Ihnen gelingt, etwa durch Einsatz von Detektiven, die Schwarzarbeit nachzuweisen und einen entsprechenden Titel über angemessenen Kindesunterhalt vor Gericht zu erlangen, ist es meist außerordentlich schwierig im Rahmen der Zwangsvollstreckung auf Schwarzgeld tatsächlich zuzugreifen. Um Ihnen hier die Schwierigkeiten bildlich vor Augen zu führen: Der Gerichtsvollzieher kündigt seinen Besuch mit Datum und Uhrzeit und seiner Absicht, Wertsachen zu pfänden, die er anläßlich seines Besuchs vorfinden sollte, vorher an, meist ca. 2 Wochen vorher.
Erfolgversprechend ist eine Zwangsvollstreckung allerdings dann, wenn der Unterhaltspflichtige außer dem Schwarzgeld über sonstiges Vermögen (Haus, Kapitalvermögen, Lebensversicherung usw.) verfügt, was gepfändet werden kann. (Die Pfändung erfolgt hier über Gerichte)

Bearbeitet am 04.10.2010 von

Am 18.10.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe ein Sohn aus der 1 Ehe (fast 4 ), mein Sohn lebt mit der Ex Frau und hat auch den Titel (100%)Sie lebt zur Zei tmit Ihren neuem Partner wie auch mit deren gemeinsammen Tochte.
Ich habe bereits auch eine Partnerin und wir haben auch ein Kind zusammen. Ich Zahle an die Ex 241 Euro Kindesunterhalt. Meine neue Freundin kann zur Zeit nicht arbeiten, (Sohn 6 Mon ) und ist zu Hause, ich verdiene 1800 Euro im Monat.

Meine Ex will das ich kein Kontakt zu meinem Sohn habe, aber verlang Unterhalt von mir, kann ich die Unterhaltsanforderung senken?
zu dem kommt es noch das 300 km weitweggezogen ist damit der Kontakt zum Kind noch schwieriger aufrecht zu erhalten. Was kann ich hier unternehmen?

Am 19.10.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn die Mutter den Umgang mit dem Kind nicht gewährt, kann das dazu führen, daß der Unterhalt der Mutter gesenkt wird oder wegfällt. Keinesfalls aber kann der Kindesunterhalt gesenkt werden. Auch hat Ihr 2. Kind oder dessen Mutter keinen Vorrang vor dem 1. Kind, vielmehr sieht das Gesetz vor, daß immer zuerst der Unterhalt für alle minderjährigen Kinder sichergestellt werden muß (weil diese im Gegensatz zu Erwachsenen eben noch nicht für sich selbst sorgen können), erst dann kommen ggf. Unterhaltsansprüche von Erwachsenen.
Sie können der Mutter Ihres Kindes auch nicht verbieten umzuziehen, möglicherweise kommt lediglich eine Kostenbeteiligung bei den Kosten des Umgangsrechts in Betracht.
Am 26.10.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe eine Frage. Mein Freund soll für seine Söhne Unterhalt bezahlen. Ist ja im Grunde ok, ...kurz die Vorgeschichte. Seine Ex-Frau ist von ihm weggegangen als er eine Werkstatt aufgebaut hat, sie hat alles Geld mitgenommen und ihm einen Berg Schulden hinterlassen, keine Rechnungen mehr bezahlt usw. so das er die Werkstatt allein nicht mehr halten konnte. Er hat nur eine normale Arbeit aber immer noch viele Altschulden von der Sache damal und kann fast nichts zurück bezahlen, eine Eidessattliche Versicherung hat er auch schon abgelegt. Jeden Tag kommt was dazu und er wird nicht mehr froh. Was passiert wenn er jetzt den Unterhalt nicht bezahlt...
Am 27.10.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn der Kindesunterhalt noch nicht tituliert ist, dann kann er verklagt werden, um einen Titel zu schaffen. Sobald ein Titel vorliegt, kann zwangsvollstreckt werden. Allerdings dürfte die Zwangsvollstreckung erfahrungsgemäß nicht erfolgreich sein, denn wenn bereits die EV abgelegt wurde, vollstrecken meist bereits andere Gläubiger.
Am 27.10.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Noch eine Frage, er hat Angst ins Gefängnis zu müssen wenn er nicht zahlen kann und auch die EV abgelegt hat. Kann das passieren wenn die Zwangsvollstreckung keinen Erfolg hat?
Vielen DANK für die Info
Am 27.10.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Haft droht dann, wenn man auf Aufforderung die EV nicht ablegt. Die Mutter der Kinder könnte außerdem eine Strafanzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht stellen. Voraussetzung für eine Verurteilung ist aber Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen, d.h. daß dieser zahlen könnte, nur nicht will. Wer dagegen grds. zahlungswillig ist, nur nicht kann, ist nicht leistungsfähig.
Sinnvoll wäre es aber, wenn die Schulden ohnehin kaum abgetragen werden können, daß hier über eine Bereinigung im Wege der Privatinsolvenz nachgedacht wird.
Am 31.10.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

eine ganz tolle Homepage hier und Hochachtung vor Ihrem Engagement.

ich habe auch viele viele Fragen..aber hier geht es um zahlungsunwillige Väter...

also auch zu uns...
zahlungsunwillig war der Vater schon immer und selbst nach der Scheidung musste der Kindesunterhalt zwangsvollstreckt werden..
der vater ist durchaus zahlungsfähig...
jetzt geht es wieder um den Unterhalt bzw bereits seit Anfang 2009...
der Kindesunterhalt wurde seit 2005 trotz Aufforderung nicht angepasst...
ich wollte keinen Stress, da es wichtigere Aufgaben gab udn wir nun nicht am Hungertuch nagen, wenn er ein paar Cent weniger bezahlt...
2009 ist eine neue Situation eingetreten udn ich habe ihn - in Vertretung für meine Kinder - aufgefordert Auskunft zu erteilen damit wir den Kindesunterhalt neu berechnen können...
ab 2009 ist mein Sohn Student...
allein daraus ergibt sich, dass Unterhalt neu berechnet werden müsste....
meine Tochter ist volljährig, aber behindert mit Pflegestufe 3 udn allen möglichen Merkmalen im Schwerbehindertenausweis.. sie somit auch weiterhin untrhaltsberechtigt...
Titel besteht noch aus einer Zeit vor 2008 und zwar 160% Regelbedarf der 3.Altersstufe, da die Kinder damals noch minderjährig waren...
der Vater zahlte bis Mitte 2009 pro Kind rund 460,-€... dies liegt unter der Bedarf...
dann reduzierte der KV den betrag eigenmächtig udn zahlte nur noch rund 350,-€ pro Kind.. den Mehrbedarf für die behinderte Tochter stellte er komplett ein...
sämtliche Aufforderungen zur Auskunft usw brachten keinen Erfolg, weshalb Auskunftsklage eingereicht wurde..
erst durch die Aufforderung vom Gericht legte er einen teil seiner Einnahmen offen... es wurde keine vollständige Auskunft erteilt...
der Vater ist Geschäftsführer udn Gesellschafter seiner eigenen Firma mit einem Geschäftsführergehalt von jährlich über 120.000,-€ sowie Anrecht auf Tantiemen...
nach Beginn der Gespräche um Unterhaltsneuiberechnung wurde ein neuer Gesellschafterbeschluss gefasst, der aussagt, dass keine Tantiemen ausgekehrt werden..angeblich wegen Abwendung einer Überschuldung der Firma... aus der vorgelegten Verlustrechnung ist aber nicht alles ersichtlich...

es bestand imemr Unsicherheit, ob der Titel noch bestehen würde, da die Kinder inzwischen volljährig sind...
jetzt weiß ich.. er besteht weiterhin...
wir haben nicht zwangsvollstreckt, aber immer die Zahlungsverringerung gerügt udn ihn aufgefordert den Bedarf zu decken..
bzgl. meiner behidnerten Tochter ist nun das Gericht eingeschaltet... Auskunftsklage udn Abänderungsantrag...
bzgl. meines Sohnes wollten wir dies außergerichtlich klären, da es sinnlos erschien, dort auch Auskunftsklage einzureichen, da dann die identischen Belege wie bei eminer Tochter vorgelegt werden müssten..

die Frage ist nun:
kann bzgl. meines Sohnes der Titel immer noch vollstreckt werden obwohl ich weiß, dass es zu einer Abänderung kommen muss, da er nun Student ist?
der Vater verlangt permanent den Verzicht auf den Titel...
ich bin der Ansicht, dass nicht einfach verzichtet werden darf, sondern dass es ledioglich zu einer Abänderung kommen müsste...
ich weiß genau... wenn mein Sohn verzichtet, stellt der Vater die Zahlungen komplett ein...
wer muss also die Abänderung beantragen? mein Sohn oder der Vater...
der Vater würde dann wahrscheinlich günstiger wegkommen als im vorherigen Titel, aber mehr zahlen müssen als er jetzt überweist...

welches Gericht wäre zuständig, wenn der Vater Abänderungsklage beantragt udn dadurch mein Sohn Beklagter wäre?.. der Standort mit Hauptwohnsitz meines Sohnes oder das Bundesland, wo der Vater mit seiner neuen Familie udn den minderjährigen Kindern wohnt?

vielen Dank im Voraus

Am 02.11.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Abänderungsklage muß immer der Unterhaltspflichtige einreichen, Gerichtsort ist der Wohnsitz des Kindes. Da außergerichtlich eine Abänderung mangels vollständiger Auskunft nicht möglich ist, ist es seine Sache, diese Klage einzureichen, er muß dann allerdings sein Einkommen darlegen. Die Unterhaltsrückstände können - wenn immer wieder erinnert wurde - auch aus dem alten Titel vollstreckt werden. Bzgl. des Einkommen wird nicht jede steuer- oder handelrechtlich zulässige Maßnahme auch anerkannt, sondenr kann abweichend entschieden werden, insbesondere der Beschluß über die Nichtausschüttung von Gewinnen im Zusammenhang mit einem Unterhaltsprozess und ohne daß sich andere Gründe hierfür finden lassen, kann vom Gericht durchaus anders bewertet werden.
Am 07.11.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

vielen Dank für die Antwort...
ich habe noch eine "Nachfrage" bzgl. des Gerichtsortes, denn inzwischen wurde Abänderungsklage angedroht, da nicht freiwillig auf den Titel verzichtet wird udn der Vater der Ansicht ist, dass er noch nicht einmal 300,-€ für den Sohn zahlen müsste...
die Frage ist nun, welcher Wohnort des Studenten nun zählt.... der Hauptwohnsitz hier im mütterlichen Haushalt oder der Sitz des Studentenwohnheimes in dem er unter der Woche wohnt? es handelt sich hier um 2 verschiedene Bundesländer, da die Uni genau an der Grenze liegt

bzgl. der Nichtausschüttung der Tnatiemen wird dies natürlich mit der Wirtschaftskrise von 2008 in ZUsammenhang gebracht werden... ist auch nachvollziehbar...
andererseits denke ich, dass dann so ein Beschluss durchaus auch schon Ende 2008 hätet gtroffen werden können udn nicht erst nach Eintritt in die Unterhaltsverhandlungen...oder?

vielen Dank im voraus

Am 08.11.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Hauptwohnsitz ist für gewöhnlich dort, wo der Lebensmittelpunkt ist. Bei einem Studenten der die Woche über studiert geht man für gewöhnlich davon aus, daß er am Studienort seinen Hauptwohnsitz hat.
Am 10.11.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe ein Frage, mein Lebenspartner muss für seine Sohne ca. 500 euro Unterhalt zahlen, er macht dies auch seit letztem Monat. Vorher hatte er wegen Kurzarbeit weniger Geld und doch will jetzt der Anwalt seiner EX Frau noch fast 1000 Euro und wenn er diese nicht bezahlt droht er mit Vollstreckung. Er kann sie nicht bezahlen da er so scho weniger als 200 Euro zum Leben hat wenn Miete und alles wegkommt und einen Offenbarungseid hat er auch schon mal abgelegt. Was passiert wenn er diese 1000 Euro nicht bezahlenen kann, er zahlt ja ab jetzt jeden Monat den Unterhalt?
MfG
Am 11.11.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da der Anwalt mit Vollstreckung droht, gehe ich davon aus, daß der Kindesunterhalt tituliert ist. In diesem Fall kann tatsächlich Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher bzw. Lohnpfändung erfolgen, ob diese erfolgreich sein wird, ist eine andere Frage.
Daher ist es sinnvoll, wenn das Einkommen sinkt aufgrund von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit usw. sofort den Titel abändern und den Unterhalt anpassen zu lassen. Nachträglich ist dies nicht mehr möglich.
Am 11.11.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Danke... aufgrund das er jetzt gezahlt hat hat er heute nochmal eine Schreiben vom Richter erhalten das er 7000 Euro noch bezahlen soll.. ich habe nur noch Angst. Er hat im Moment gar nichts mehr weder Auto noch sonst irgedwas. Was kann jetzt noch passieren? Ich mach mir große Sorgen das er noch ausflippt. Danke für die Antwort.
Am 24.11.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
auch ich habe eine Frage...
Ich bekomme von meinem Exmann für unser 12järiges Kind keinen Unterhalt mehr.
Er hat seinen Job gekündigt und macht nun seine Meisterausbildung(Schule ganztags)
Er bekommt Bafög(871€),hat nun wieder geheiratet und mit seiner neuen Ehefrau auch ein Kind(2jahre)zusammen.
Seine Frau geht wieder arbeiten(Beamtin,volle Stelle)
Was kann/muß ich nun tun,damit kein Unterhalt "verloren"geht???
Muß er nun wirklich nichts zahen??
Ich gehe zwar arbeiten und wir kommen so gerade über die Runden.Ich habe auch noch ein 5järiges Kind.Wir sind also zu 3.
Der Unterhalt fehlt einfach,seies für die Kunstschule oder Winterbekleidung oder,oder,oder...
Über eine Antwort und evtl.Tips würde ich mich sehr freuen....
Ach,Antrag für Wohngeld ist schon gestellt
Am 24.11.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wer einem minderjährigen Kind unterhaltspflichtig ist, darf nicht einfach seine Arbeit aufgeben und eine Ausbildung machen o.ä., wenn dadurch seine Fähigkeit zur Unterhaltszahlung beeinträchtigt wird. Er muß ggf. vorher entsprechende Reserven schaffen, um seiner Unterhaltspflicht weiter nachkommen zu können.
Wenn der Unterhaltsanspruch tituliert ist, kann also die Zwangsvollstreckung in Einkommen und Vermögen betrieben werden.
Ist kein Titel vorhanden, muß dieser erst beschafft werden durch außergerichliche Aufforderung zur Zahlung und Titelerstellung (Einschreiben mit Rückschein) und anschließend ggf. durch Klage bei Gericht.

Bearbeitet am 24.11.2010 von

Am 24.11.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag, Ich habe eine Frage, Mein Ehemann ist Russe kam vor 6 Monaten nach deutschland. in russland hat er eine 5 jährige Tochter an die er monatlich unterhalt gezahlt hat als er noch in Rußland war. hier in deutschland besucht er einen Sprachkurs und ist von der sozialagentur abhängig. Jetzt die Frage- wir möchten das Kind gerne unterstützen. Aber wir haben nicht mal die geburtsurkunde von der Tochter um es alles offiziel zu machen. Die Ex meines Mannes hat Ihn in Russland bereits angezeigt, es gab schon zwei gerichtsverhandlungen in Russland von denen wir überhaupt nicht wussten, bald folgt die dritte und wohl die letzte, wir wissen aber auch nicht wann. Wir haben uns bei einem Anwalt hier in Deutschland erkündigt wie wir das alles Regeln können, aber er konnte uns leider nicht helfen. Ich habe Angst das mein Mann irgendwann mal zurück geschickt und verhaftet wird. Die Ex verlangt monatlich 200 euro von meinem Mann. Ich würde mich riesig freuen wenn Sie uns ein Rat geben könnten, was wir machen sollen
Am 24.11.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Um an das Kind Unterhalt zu bezahlen benötigen Sie keine Geburtsurkunde. Wenn die Vaterschaft aufgrund Ehe oder Vaterschaftsanerkenntnis klar ist und damit eine Unterhaltsverpflichtung besteht, könnten Sie wohl auch einen Unterhaltstitel in Deutschland (Jugendamtsurkunde) erstellen lassen. Was den Prozess in Russland angeht, kann ich dazu keine Angaben machen, da noch nicht einmal klar ist, um was für einen Prozess, zivilrechtlichen Unterhaltsprozess oder Strafprozess, es sich handelt.
Am 30.11.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, ich habe eine Frage, mein Freund hat zwei Söhne aus seiner Ehe, zahlt da auch Unterhalt. Nun hat er rausbekommen das seine Exfrau bei seinem ersten Sohn ein Verhältniss mit einem anderen Mann hatte und da der Sohn ihm so gar nicht ähnlich sieht kommt natürlich der Gedanke auf das er gar nicht der Vater ist. Muss die Frau einem Vaterschaftstest zustimmen und wie kann man das machen. Sie würden mir sehr helfen wenn ich hier eine Anregung fände was wir machen können. DANKE.
Am 30.11.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es gibt die Möglichkeit der Klärung der leiblichen Abstammung durch eine genetische Untersuchung von Vater, Mutter und Kind. Sofern die Mutter nicht einwilligen sollte, kann ihre Zustimmung zur Entnahme einer Probe auch durch das Familiengericht ersetzt werden.
Am 03.12.2010 schrieb (anonym) folgendes:
Guten morgen,
ich habe 2 Kinder(13,17)und wir kommen einigermaßen klar,nun ist mein Ex in Hartz 4 gerutscht und im Moment arbeitslos und kann ab diesem Monat keinen Unterhalt zahlen,ich hab 2 jobs und im Endeffekt fehlen 300 Euro,um über die Runden zu kommen,bis er wieder zahlen kann.Deswegen hatte ich Kindergeldzuschlag beantragt,der wurde abgelehnt.Ich soll Hartz 4 beantragen.Gibt es wirklich keine andere Möglichkeit,bis ich noch nen Job dazufinde,oder mein Ex wieder Arbeit hat,als das Amt.Ich war froh,das wir es ohne geschafft haben.Und der Unterhaltsvorschuß fällt ja weg.Danke im Voraus.
Am 03.12.2010 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie könnten durch einen Anwalt prüfen lassen, ob möglicherweise die Großeltern für den Kindesunterhalt in Anspruch genommen werden können, allerdings liegen die Voraussetzungen eher selten vor, da die Selbstbehalte deutlich höher sind als bei den Eltern.
Am 22.01.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Bin seit 2007 getrennt,seit 2010 geschieden.

Unsere Kinder sind jetzt 14 und 17.Und wir wollten eigentlich ne friedliche,einvernehmliche Trennung.

Während der Ehezeit versuchte mein Ex verschiedene Selbständigkeiten (die nicht klappten) und machte anderswo horrende Schulden,überzog den Dispo,liess Krankenkassenbeiträge ausfallen undundund.
Da ich schon von jeher regelmässig arbeiten ging,fasste ich nach und nach alle Schulden in einem Kredit zusammen,den ich dummerweise alleine unterschrieb und darum auch alleine abzahle (über 30000 Euro)
Aber er kam so wieder in die gesetzliche Krankenversicherung rein...da ich auch dort über 3000 Euro nachzahlte...
Dumm genug war ich...der Exmann sieht sich natürlich auch moralisch nicht in der Verpflichtung,da was beizusteuern.
Mein Lehrgeld dafür zahl ich nun also noch einige Jahre.

Während der Ehe arbeitete ich 3/4 Stelle,stockte aber sofort mit der Trennung auf eine volle Stelle auf,um mich und unsere Kinder gut durchs Leben zu bringen.

Nach der Trennung zog der Ex zuerst in eine Erdgeschosswohnung eines arg-renovierungsbedürftigen 2 Familien-Wohnhauses (5 Zimmer!! -alleine und zu der Zeit wieder einmal arbeitslos mit Nebenerwerb)...das er auch 1 Jahr fröhlich renovierte und da jeden Cent reinsteckte.
Klar,die Grundmiete war sehr niedrig,die Nebenkosten frassen ihn dann aber doch auf. (Zu Ehezeiten hab ich alleine Miete und alle Nebenkosten gezahlt)
Kindesunterhalt zahlte er da sganze Jahr 2008 nicht und als er dann auch noch in Urlaub flog,platzte mir das erste Mal der Kragen: ich klagte darum ein.
(Über meinen Scheidungswanwalt,es kam NICHT bis zum Titel!)
Damals wurden 520 Euro Kindesunterhalt berechnet,die er die letzten 3 Monate des Jahres 2008 auch fast zahlte (1x 330 Euro,2 x 400 Euro)

Ich bekam zeitgleich in jenem Jahr 3 Lohnpfändungen...weil beim Finanzamt noch Steuerschulden auftauchten aus Ehezeiten und ich als Drittschuldner,bei dem ja was zu holen war, haftbar gemacht wurde.(Klar,bis dahin hatte ich ja auch immer blind seine -also unsere- Steuererklärungen unterschrieben. Noch mehr Lehrgeld,das ich zahle)
Auch da hab ich mich und meine Jungs rausgeboxt.

Mein Arbeitgeber war aber "not amused"!!

2009 liefs einigermassen mit dem Kindes-Unterhalt (ca. 400 Euro monatlich) und ich war still. Zum Schonen meiner Nerven und auch um das Verhältnis Vater/Jungs nicht mit Geldstreitereien zwischen uns zu belasten.
Und regelmässig 400 Euro waren ja besser als nix plus Lohnpfändungen,wie halt das Jahr zuvor...

Der Ex zog dann wieder einmal um (3 Zimmer-Wohnung diesmal,mit einem Job in einem Callcenter und weiterhin dem Nebenerwerb als DJ)

Ende 2010 zog der Ex zu seiner Freundin,die ein eigenes Haus hat...machte sich wieder einmal selbständig als DJ(wird vom Arbeitsamt gefördert) ,und renoviert dort das Haus, aber Kindesunterhalt kam kaum mal. (1 x 520 Euro, 2 x 400 Euro, 1x 150 Euro)

Den gezahlten Kindesunterhalt zahlte er zu 90% bar (ich vermute aus Schwarzgeldern),selten mal per Überweisung von seinem Konto auf meines...

Scheidung (2010) bezahlte ich alleine (1800 Euro),lediglich an den Gerichtskosten beteiligte er sich ...--> nach Androhung von Zwangsvollstreckungsmassnahmen.

Seit November 2010 zahlt er nun wieder Kindesunterhalt (500 Euro für beide Kinder),allerdings muss ich jeden Monat mehrere "Drohmails" schreiben,bis die Zahlung kommt.
Ich bin es einfach leid. So leid.

Jedesmal fühlt er sich dann als Held,weil er was gezahlt hat...Begreift nicht,das er nicht ganz doll ne freiwillige Extra-Zahlung leistet...sondern Kindesunterhalt für seine Söhne...
Ich hab ihm auch gesagt,das dieser inzwischen eigentlich höher liegen würde als 2008 berechnet...aber ich eben durchaus mit dem Geld zufrieden bin,wenn es denn regelmässig und von alleine kommt.

Es ändert sich jedoch NICHTS.
Ich muss betteln,betteln,betteln...und er sagt dann, er kann ja nicht.... Und nach noch etwas mehr betteln und drohen klappts dann auch (zumindest die letzten 2,3 Monate)

Aber selbständig machen konnte er sich wieder einmal? Wird sogar gefördert vom Arbeitsamt?
(Selbständig mit einer DJ-Tätigkeit,mit der er schon 1 oder 2 x "baden" gegangen ist in den letzten 15 Jahren!)
Ist das gerecht?

Nun hatte er noch glatt eingereicht,das er MIR (!!) 2009 fast 7000 Euro Unterhalt gezahlt hätte,was er von der Steuer absetzen wollte und ich als Einkommen angeben und nachversteuern sollte.
Hab ich natürlich nicht unterschrieben,als ich das tun sollte.
Denn er zahlt ja nicht MIR Unterhalt,sondern Kindesunterhalt an seine Kinder.(wenn er denn zahlt...)

Und da auch nicht 7000 Euro in einem Jahr... :-/
Die Summe kommt vielleicht in den 3,5 getrennten Jahren insgesamt zusammen (wenn überhaupt)

Seinen Vorteil sehend,wollte er mich da also glatt wieder völlig reinreissen. Auch ohne Rücksicht darauf,welche Konsequenzen das für unsere Kinder hätte.
Denn natürlich bin auch ich finanziell irgendwann am Limit.
Regelmässiger,guter Verdient hin oder her...

Und das (Kindesunterhalt) ist doch sowieso nicht mein Einkommen,das ICH als Einkommen versteuern muss ???
Sein Steuerberater riet ihm aber angeblich genau dazu.

Als ich anbot,das sein Steuerberater dies meiner Steuerberaterin schicken soll,damit sie es prüfen kann...meinte er: "Nein,lass mal. Ich will dir und den Jungs ja keine Umstände machen!"

Lügner!:-(

Langsam werde ich wirklich sauer.

Ich verdiene durchaus gut für eine Frau mit 40 Jahren(knapp 1900 Euro netto,mit Schichtdient und Wochenendarbeit,Feiertage usw.),erhalte daher keine (Bei-)Hilfen irgendwo...das ich aber auch noch 550 Euro Kredtittilgungen aus Ehezeiten hab,interessiert auf gut deutsch keine Sau.
750 Euro Miete (warm; für eine 3-Zimmerwohnung mit 2 Teenies) und 30km einfache Strecke Arbeitsweg täglich.(also 60km täglich)

Ich komm ganz gut über die Runden (wenn der Ex zahlt,wenn nicht wirds mehr als knapp!!)...aber ich will mich nicht weiter verarschen lassen,"nur" aus Rücksicht auf die Kinder und das ihr (sonst einigermassen gutes!) Verhältnis zum Vater nicht beeinträchtigt wird.

Noch gehen beide Kinder zur Schule.
Der Grössere wird aber im Sommer eine Ausbildung beginnen (und muß dafür ausziehen,sich ein kleines Appartement oder ein WG-Zimmer mieten,da es hier im Wohnort keine Ausbildungsmöglichkeit gibt. Ich weiß jetzt schon,das der Ex diesen dann nicht mehr -finanziell- unterstützen wird...denn seiner Fasson nach verdient der Sohn ja dann selbst Geld und wohnt dann nicht mehr bei mir..Ich werd ihn aber unterstützen wollen und müssen,denn im 1. Lehrjahr wird er keine Reichtümer verdienen)

Ich müsste mir also jetzt wieder einen Anwalt nehmen,ohne Hilfen zu erhalten. Nach meinen Berechnungen ginge es aktuell um knapp 318 Euro Mindestunterhalt pro Kind (Kindergeldanteil schon abgerechnet)...also wär das nen Streitwert von gut 640 Euro...somit liegen die Anwaltskosten wohl bei knapp 1000 Euro.
Das kann ich mir einfach nicht leisten.
Das wäre ja auch schon die Hälfte des Führerscheins für meinen grossen Sohn.

Soll (muss??) ich da nicht eher an diesen denken??

Ich hab einfach zuviele Nebenkosten mit all meinen Lehrgeldern,die ich ja zahle.

Zumal mein Ex bei einer weiteren Klage von mir sicher alles so drehen und wenden würde,das er grad mal knapp beim Selbsterhalt liegt mit seiner Selbständigkeit und dann womöglich gar nix mehr zahlen würde.
Bei seiner Freundin ist er natürlich Untermieter und nicht Lebenspartner...

Rente werde ich ihm mal zahlen müssen (gut 130 Euro monatlich dann),da kann ich mich nicht gegen wehren,also muss ich auch weiter in meine Zusatzrente einzahlen. Ich arbeite doch nicht mein Leben lang rund-um-die Uhr,damit ER imme rüber die Runden kommt und ich dann nicht Mal im Rentenalter?...und der Ex kann sich einfach so aus jeder finanziellen Verantwortung drücken und wird dabei auch noch gefördert???

Laut ihm hab ich ja sogar Glück,das er mich nicht zum Ehegattenunterhalt verklagt hat...denn immerhin hätte ich ja gut verdient die ganzen Jahre.
(Wir waren 15 Jahre zusammen,11 verheiratet)

Ich hab ihn so satt!

Und denke...ich hab nun lange genug Rücksicht genommen.
Die Kinder sind alt genug...sie können ihren Vater wohl auch dann lieben und Zeit mit ihm verbringen,wenn ich ihn am liebsten nicht einmal mehr grüssen möchte.

Aber ich hab denn überhaupt nur irgendeine kleine REALE Möglichkeit???

Am 09.02.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo

was passiert wenn mein Mann nur einen Teil des Unterhalts bezahlt?
Beide Kinder sind 14 Jahre.
Was kann ich tun und wie lange dauert es bis die Kinder das Geld bekommen?

LG Melanie

Am 10.02.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn ein Unterhaltstitel vorliegt können Sie den Gerichtsvollzieher beauftragen, den Rest zu vollstrecken. Dauer: je nach Auslastung der Gerichtsvollzieher vor Ort, aber mindestens 6 Wochen plus x.
Am 13.02.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo hab ne malme Frage. Bin von meinem exmann seit 5 Jahren getrennt. Seit dem zahlt er keinen Unterhalt. ich bekomme unterhaltsvorschuss vom Jugendamt. Der läuft aber Ende des Jahres aus. Die Eltern von meinem exmann haben viel Geld. Könnte man an die Eltern rantreten, dass sie den Unterhalt zahlen sollen bevor ich am Ende des Jahres gar nichts mehr habe?
Am 14.02.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn der Vater des Kindes nicht leistungsfähig zur Zahlung von Kindesunterhalt ist, können Sie eine Unterhaltspflicht der Großeltern prüfen lassen. Hierzu sind umfangreiche Belege über deren Einkommenssituation erforderlich, ihr Anwalt wird diese bei den Großeltern einfordern.
Am 14.02.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Was haben die Großeltern damit zu tun???
Die Mutter soll arbeiten gehen, immer werden irgend welche geschröpft die nichts dafür können!
Am 14.02.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Verwandte in gerader Linie sind einander unterhaltspflichtig, fällt eine Generation aus, so muß u.U. die nächste einspringen. Fallen die Eltern aus, so können ggf. die Großeltern auf Kindesunterhalt in Anspruch genommen werden. Ummgekehrt können natürlich die Enkel später auch für die Großeltern aufkommen müssen.
Am 23.02.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,die Exfrau von meinem Lebensgefährten will das alleinige Sorgerecht für die beiden Söhne.Leider haben wir vergeblich versucht mit ihr wegen den Kindern Kontakt aufzunehmen. Er hat seit 3 Jahren die Kinder nicht mehr gesehn. Bei einer Konfrontation in einem Geschäft ist sie schnell verschwunden.Er bezahlt Unterhalt und versucht mit dem Kndern Konkakt aufzunehmen. Sie hat durchgesetzt das er die Kinder nur mit ihr oder mit ihrer Mutter sehen darf, das er aber nicht will.Meine Frage, was passiert wenn er das Sorgerecht freiwillig abgibt. Oder kann sie es einklagen. Vergeblich haben wir versucht mit ihr in Kontakt zu kommen.Einen Anwalt kann er sich nicht mehr leisten da so viel offene Rechnungen und Gerichtskosten zu zahlen sind. Danke für die Antwort. MFG M. A.
Am 24.02.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine Übertragung des OSrgerechts ist nur durch das Familiengericht möglich.
Am 01.03.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo
Eine Bekannte, geschieden, 1 volljährige Tochter in Schulausbildung, gegenseitiger Unterhaltsverzicht der Ex-Eheleute, wohl aber für Tochter verpflichtet. Diese Zahlungen des Ex-Mannes wurden durch ihn bereits vor mehreren Jahren einfach eingestellt und sind bereits tituliert. Er hatte eine eigene kleine Firma als Subunternehmer, lebt jetzt aber von Hartz IV. Aus der Firmengründungszeit sind Kreditschulden vorhanden, die er nicht bedient. Da seine Ex (meine Bekannte) seinerzeit als Ehefrau den Darlehensvertrag mit unterschreiben musste, wird bei ihr als "sichere Lohnempfängerin" gepfändet.

Ist es nun richtig, dass bei Pfändungen, der (unpfändbare) Unterhaltsanteil für die Tochter (ca. 360.- € Selbstbehalt laut Pfändungstabelle)deutlich geringer angesetzt wird als es der berechnete Unterhalt (nach Düsseldorfer Tabelle ca. 650.- €) wäre?
Die Mutter muss ja alleine für den Unterhalt aufkommen, da der Ex nicht zahlt.
Wird da mit zweierlei Maß gemessen? Denn einerseits könnte die Tochter sie auf den Unterhalt von 650.- € verklagen, andererseits wird als "Pfändungsschutz" vor dem Gläubiger nur 360.- anerkannt?

Am 01.03.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es gibt in der Tat erhebliche Unterschiede im angesetzten Mindestunterhalt in verschiedenen Rechtsgebieten: im Familienrecht, im Zwangsvollstreckungsrecht und im Sozialrecht. Aber ihre Bekannte sollte einmal einen Anwalt mit der Prüfung beauftragen, ob sie für die Darlehnssschulden des Exmannes überhaupt aufkommen muss. Auch wenn Banken die Unterschrift der Ehefrau oft zur Voraussetzung für die Kreditgewährung machen, bedeutet dies nämlich keineswegs immer, daß nach einem Scheitern der Ehe die Ehefrau auch tatsächlich zahlen muß (vor allem wenn der Kredit einer Firma diente, die allein dem Ehemann gehörte und damit der Kredit für die Ehefrau keinen Nutzen hatte).
Am 12.05.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf, meine Frage lautet: Wie hoch ist der tatsächliche Unterhalt, wenn mein Mann und ich uns trennen. Folgende Vorraussetzungen: Ich Minijob ca. 340€ pro Monat, Kinder zur Zeit 16 und 11 beide Gymnasium-also Schule bis jeweils 18, mein Mann Einkommen als Lkw-Fahrer netto 940€ plus Spesen zwischen 200 und etwa 400€ je nach Monat (bei Urlaub fällt ja nicht so viel an).Derzeit bekommen wir Kinderzuschlag 280€ und Wohngeld 126€. Ich habe ganz ehrlich Angst vor der Zukunft, dass ich die Kinder nicht mehr unterhalten kann, da es ab August auch keinen Unterhaltsvorschuß für den Jungen mehr geben wird, da er dann ja 12 wird.
Am 12.05.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Für eine konkrete Unterhaltsberechnung sind eine Vielzahl von Daten und Fakten erforderlich, u.a. die vollständigen Einkommensunterlagen der Beteiligten zzgl. Angaben über Steuerklassen, Steuernachzahlungen/Erstattungen, Wohnvorteile, Schulden usw.. Eine konkrete Unterhaltsberechnung im Einzelfall ist daher hier im Forum nicht möglich.
Allerdings deuten die vorliegenden Zahlen darauf hin, daß der Vater zumindest nicht vollständig leistungsfähig sein wird, sondern wahrscheinlich allenfalls einen Teilbetrag zahlen können wird.
Am 12.05.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Vielen Dank, hatte ich mir schon so gedacht. Schulden haben wir eigentlich keine mehr, sind beide in Privatinsolvenz. Ich glaube, da kann ich jetzt nur abwarten.
Am 29.05.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Also ich muss jetzt auch mal was zu schreiben! also wenn ich hier so manche sachen lese platzt mir die hutschnur!
Ich bin auch ein trennungskind (18) seit 12 jahren, wenn ich unterhalt bekommen habe war das von seiner mutter! Ich meine wenn mann ODER frau ein kind in diee welt setzt weiß man doch auch auf was man sich einlässt, das das kind auch geld kostet! meine mama warist immer nur für mich arbeiten gegangen und das geld was übrig blieb hat sie für mich ausgegeben, sie hat immer zurückgesteckt!

Nun habe ich meinen vater vor ca. 4 monaten selber angezeigt (meine mutter hat die schon 3mal getan aber der herr wusste immer wie er um die sache herumkam er warr sogar 2 jahre im gefängnis, gerichtsvollzieher kennt er wie seine linke westentasche) er hat nun seit 1 jahr seine 3.tochter mit der mutter lebt er in einem haus!lt. GV hat er dort nur ein schlafplatz!Wenn ich nicht lache!ein schlafplatz?bei der mutter seiner tochter?!!!! ihr spinnt doch!!!harz4 wollte er auch anmelden...ob er das nun schon getan hat?keine ahnung...er ist wahrscheinlich nicht einmal gemeldet beim bürgeramt!

also ich weiß nicht mehr was ich noch tun soll...hab ich überhaupt eine chance?
Kann man ihn nicht dazu verpflichten arbeiten zu gehen? Kann ich gegen die mutter seiner 3. tochter vorgehen?
Vieln dank im voraus

Am 30.05.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Mutter Ihres Halbgeschwisters ist Ihnen nicht unterhaltspflichtig. Als volljähriges Kind sind Sie minderjährigen Geschwistern gegenüber außerdem in der Regel nachrangig. Wahrscheinlich ist der Vater leistungsunfähig, schuldhaft oder nicht, beides kann nur nach Prüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie ggf. der Erwerbsbemühungen geprüft werden.
Am 05.06.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ja okey das stimmt mit der Mutter, aber warum bin ich denn nachrangig? Ich warte auf den Unterhalt seit 12 Jahren! Ende letzten Jahres war ein Gerichtsvollzieher bei ihm und der neuen Freundin. Dort hieß es, sie unterhält ihn und er will sich noch beim Arbeitsamt melden. Sprich er hat kein eigenes Enkommen. Ob er sich schon beim AA gemmeldet hat, bezweifle ich. Er hat sich nur selten angemeldet, wenn er umgezogen ist, was sehr oft passiert ist. Was passiert, wenn er ins Gefängnis kommt (was mich nicht wundern würde, dass es bald passiert wegen anderen Dingen)? Ich mein, es muss doch wohl irgendwie möglich sein, dass ich einen gewissen Unterhalt bekommen kann!
Am 06.06.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ein Schuldner darf nicht kahlgepfändet werden, es muss ihm das Existenzminimum für sich und seine Angehörigen (also auch sein minderjähriges Kind)belassen werden. Im übrigen sind Erwachsene minderjährigen Kindern immer nachrangig, weil ein Erwachsener die Möglichkeit hat, sich seinen Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, ein kleines Kind aber nicht. Dieses ist daher schutzbedürftiger.
Am 14.06.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
ich habe beim Jugendamt eine Beistandschaft für meinen Sohn eingerichtet. Nach 9 Monaten hin und her (Vater hat Belege immer mit Verzögerung eingereicht), kam heraus, dass er, obwohl er mittlerweile zwei neue Kinder hat, mehr Unterhalt als bisher zahlen muss. Notgedrungen macht er dies jetzt auch.

Der Hauptgrund der Beistandschaft für mich war, dass ich eine Jugendamtsurkunde erstellen lassen wollte (zur Sicherheit meines Sohnes). Das Jugendamt erzählt mir jetzt, dass, wenn der Vater ja regelmässig zahlt, man ihn nicht dazu verpflichten bzw. zwingen könnte. Hat mein Sohn nicht ein Anrecht darauf? Meines Erachtens nach ist der Vater doch dazu verpflichet.

Vielen Dank!

Am 14.06.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Meist gehen die Gerichte davon aus, daß der Vater auch zur Vorlage eines Titels über den Unterhalt verpflichtet ist. Dies kann entweder freiwillig und kostenlos durch eine Jugendamtsurkunde geschehen oder aber kostenpflichtig durch einen Gerichtsbeschluß. Die Kosten des Gerichtsverfahrens werden von vielen Gerichten dem Vater aufgebürdet, wenn er zuvor erfolglos unter Fristsetzung zur Titelvorlage aufgefordert wurde. Allerdings sind die Gerichtsentscheidungen nicht völlig einheitlich in den Fällen, in denen der Vater immer pünktlich den vollen Unterhalt entrichtet hat.

Bearbeitet am 14.06.2011 von

Am 19.06.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe mich vor einem knappen Jahr vom Vater unserer jetzt 13-jährigen Tochter getrennt.Ich habe eine Unterhaltstitel,laut dem er 307€ Unterhalt monatlich zahlen muß.Kurz nach unserer Trennung hatte er einen Unfall und bezieht seitdem Krankengeld in Höhe von 900€/Monat.Ab Oktober 2010 zahlte er nur noch die Hälfte des Kindesunterhaltes.Daraufhin war ich auf dem Jugendamt und schilderte meine Situation.Mir wurde mitgeteilt,das er mit seinem Krankengeld unter Beachtung des Selbstbehaltes nur 132€ zahlen müsse und es auch nicht ratsam wäre,den Unterhaltstitel jetzt ändern zu lassen.Nun stellte der Vater die Zahlung komplett ein.Als Begründung gibt er an,das er für sein Haus die laufenden Kredite und Kosten dann nicht mehr zahlen könne.Was kann ich tun?
Am 20.06.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn diese Positionen schon bei der Berechnung berücksichtigt wurden sind sie im reduzierten Betrag bereits enthalten. Da Sie einen Titel haben, können Sie natürlich pfänden, wenn er freiwillig nicht bezahlt.
Am 24.06.2011 schrieb (anonym) folgendes:
HAbe mal eine Frage.
Mein Mann hat einen 12jährigen Sohn. Er ist gelernter Handwerker aber mittlerweile so kaputt auf den Knochen, dass er nicht mehr so hart arbeiten kann. Er geht zu meinem Leidwesen aber auch nicht zum Arzt, weil er meint da ist nichts zu helfen. Ich habe deswegen Steuerklasse III und er geht auf 400 € arbeiten. So kommen wir über die Runden. Den Unterhalt für seinen Sohn zahlen wir voll. Jetzt will das Amt mal wieder Verdienstnachweise etc. von uns haben. Jetzt zu meiner Frage: Können sie ihn zwingen mehr als für 400 Euro arbeiten zu gehen? Wir zahlen ja den Unterhalt jeden Monat. Er kriecht morgens auf allen Vieren aus dem Bett und könnte wirklich nicht mehr arbeiten als jetzt. ABer ich habe Bedenken, dass das nicht zählt, weil er nicht "ärztlich kaputt geschrieben" ist. Können die uns nötigen oder ist alles ok, da wir ja jeden Monat Unterhalt zahlen?
Am 27.06.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grundsätzlich besteht beim Kindesunterhalt eine Verpflichtung zur vollschichtigen Erwerbstätigkeit. Geht ein Unterhaltspflichtiger keiner vollschichtigen Tätigkeit nach, wird der Unterhalt fiktiv auf der Basis des theoretisch bei Vollzeitätigkeit erzielbaren Einkommens berechnet, wenn nicht nachgewiesen wird, daß etwa aus gesundheitlichen Gründen eine Vollzeittätigkeit nicht möglich ist.
Wenn Sie also nicht medizinisch nachweisen, daß Ihr Mann nur noch eingeschränkt erwerbsfähig ist, werden Sie weiterhin den Unterhalt gemäß seinem fiktiven Vollzeitverdienst zahlen müssen.

Bearbeitet am 27.06.2011 von

Am 28.06.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Frau Wolf!
Vielen Dank für die Antwort auf die Frage vom 24.06.11.ABer ich glaube es liegt ein Mißverständnis vor. Es geht mir nicht darum weniger als den Mindestunterhalt zahlen zu müssen. Mein Gehalt kann zwar nicht angerechnet werden, aber den Mindestunterhalt zahlen wir auf jeden Fall. Mir ging es um die Frage, ob man ihn trotz Zahlung des Mindestunterhaltes nötigen kann eine Vollzeitstelle zu suchen, damit er evtl. mehr als den Mindestunterhalt zahlen kann! ODer kann man uns nichts, solange wir den Mindestunterhalt zahlen? Vielen Dank nochmal.
Am 29.06.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es kommt nicht darauf an, ob er den Mindestunterhalt zahlt, sondern den Unterhalt, den er mit einer Vollzeittätigkeit in seinem Beruf zahlen müßte. Aufgrund der Erwerbsobliegenheit wird ihm dieses Einkommen für die Unterhaltsermittlung fiktiv angerechnet, solange er nicht seine teilweise Leistungsunfähigkeit nachweist.
Am 04.07.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Wir sind seit 2006 getrennt, seit 2008 geschieden und ich nun seit 2009 wieder verheiratet. Wir haben gemeinsame 2 Kinder im Alter von 12 und 14. Es sind in der Ehe Verbindlichkeiten entstanden im Bereich von ca 10.000 Euro. 8.000 auf seinen Namen/Schuld und 2.000 rückstände für Kindergartenbeträge.

Mein Exmann zahlt Pro Kind/240 Euro Unterhalt. Sein Verdienst liegt bei 1557 Euro Netto. Meine wiederholte Bitte, den Unterhalt zu klären, ist auf absolute Taubheit gestossen. Nun habe ich mich ans Jugendamt gewand, um die Ansprüche unserer Kinder klären zu lassen.

Schon alleine daher, weil mein Exmann seit dem 1.3.11 mit seiner Lebenspartnerin und ihrem Sohn zusammen gezogen ist und dieser mit Flatscreen - TV und Markenklamotten ausgestattet wird und unsere Kids dumm aus der Wäsche gucken.

Nun meine Frage: Er führt an, er müsse die komplette Miete der nun gemeinsamen Wohnung (warm ca 800 Euro) zahlen, sowie sämtliche Nebenkosten. Deshalb wäre er nicht in der Lage, mehr als die 240 Euro/Kind zu zahlen. Selbst diese würden nur auf grund seiner Großzügigkeit zustande kommen. Außerdem zahle er noch Kredite für eine neue Küche und andere Anschaffungen, sowie "unsere" Schulden ab.

Ist dies so richtig? Muss mein jetziger Ehemann für die Kinder aus erster Ehe zahlen, weil, weil men Ex sich nen gutes Leben macht? Kann er neue Kredite und auch Altschulden vom Unterhalt abziehen?

Am 05.07.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Selbstbehalt gegenüber minderjährigen Kindern enthält für Wohnkosten einen Anteil von 360.- warm inkl. NK. Nur bei Vorliegen besonderer Gründe - und die interne Abrede mit der Lebensgefährtin ist kein solcher Grund - können höhere Wohnkosten berücksichtigungsfähig sein. Bei Schulden ist immer zu schauen, warum diese aufgenommen wurden, und wann. Bei Schulden, die nach der Entstehung der Unterhaltspflicht aufgenommen wurden und dem Konsum dienen wird man eher davon ausgehen, daß der Unterhaltspflichtige zu einer Streckung/Umschuldung u.U. auch Privatinsolvenz verpflichtet ist, um wenigstens den Mindesunterhalt für die minderjährigen Kinder sicherzustellen

Bearbeitet am 05.07.2011 von

Am 26.07.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo.....ich möchte mal kurz meine Situation schildern.ich lebe seit 6.jahren mit meinem neuen Partner zusammen,wir haben ein gemeinsames Kind und ich habe eine 8.jährige Tochter mitgebracht.....mein jetziger Partner ist seit Oktober 2010 selbstständig und muß Unterhalt zahlen an seine 8.jährige Tochter die bei seiner Ex freundin lebt zahlen in Höhe von 279€....Die Ex Freundin meines neuen Partners ist die neue Ehefrau meines Ex Partners......nun meine Frage mein Ex kann nicht zahlen weil er angeblich nur 750€ verdient aber ich meine kann man den Unterhalt nicht aufheben solange beide Partein zusammen leben???Ich meine meiner Tochter stehen doch auch 279€ zu......wo bitte ist den dann die Gerechtigkeit....mein neuer Partner ist von 4 wochen im Monat 3 im Ausland arbeiten und warum kann man meinen Ex nicht zum arbeiten zwingen???Er verkauft sich unter Wert er hat Zimmermann gelernt und abgeschlossen und nun geht er als Gärtner.......Ich hoffe sie sehen in meinem Problem durch und ich hoffe sie können mir helfen....
Bis dahin verbleib ich mit freundlichen Grüßen

P.S.es haben beide Familien gegen den Ex Partner einen Titel erzwungen.Fals das für ihre Hilfe notwendig ist

Kerstin2008@freenet.de

Am 27.07.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine Aufrechnung der Kindesunterhaltsansprüche minderjähriger Kinder ist gesetzlich nicht zulässig, auch wenn dies bei Aufteilung von Geschwisterkindern oder in den "Partnertauschfällen" immer wieder als ungerecht empfunden wird.
Am 27.07.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Danke erstmal für Ihre Hilfe......aber bringt es dann was wen ich meinen Ex anzeige???Weil ich meine er könnte einer anderen Arbeit nachgehn und nicht nur als Gärtner......Er ist körperlich in einem gesunden Zustand....Bin am Überlegen ihn anzuzeigen....Hoffe das, das Erfolg hat in irgendeine Richtung
Am 27.07.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das Problem an einer Anzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht ist, daß im "Erfolgsfall" (selten) eine Geldstrafe droht, die dazu führt, daß erst recht erst einmal keine Leistungsfähigkeit besteht.
Am 07.08.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
ich mache derzeit eine Umschulung, die vom Jobcenter finanziert wird(Arbeitslosengeld II). Außerden bekomme ich Wohngeld. Mit dem Kindesunterhalt in Höhe von 307 € kamen mein Sohn(13 Jahre alt)und ich so einigermaßen über die Runden.
Nun ist mein Ex-Mann für immer in sein Heimatland zurückgekehrt und hat mir mitgeteilt, dass er keinen Unterhalt mehr zahlen wird, da er in seiner Heimat keine Aussicht auf Arbeit hat und wenn, dann wär e sein Verdienst so gering, dass er gerade davon leben kann.
Meine Frage: Muss ich mich jetzt an das Jugendamt oder den Jobcenter wenden?
Am 08.08.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da das Kind die Altersgrenze für UVG Leistungen überschritten hat dürfte das Jobcenter voraussichtlich der richtige Ansprechpartner sein.
Am 17.08.2011 schrieb (anonym) folgendes:
hallo...mein bua (unehelich)ist jetzt ca 10 jahre alt und ich bezahle regelmässig unterhalt...aber...ich habe noch nie eine vaterschaftserklärung abgegeben und ich bezahle nur weil sie sagt ich wäre der vater. ab wann ist denn unterhalt rechtskräftig?....zudems verlangt sie das ich das geld auf das konto ihre tochter (anderer vater) bezahle. nun schulde ich ihr 450 euro weil ich nicht bezahlen kann weil die offenen rechnungen..ich bin freiberufler ... nicht bezahlt wurden (firma ging insolvenz)...nun habe ich neue aufträge bekommen und muss eben 30 tage warten. sie droht mit rechtsanwälten..ich sagte hol dir das geld solange vom jugendamt will sie aber nicht sie droht in meiner familie (eltern, Tochter die davon noch nichts weiß) rumzustänkern.
..welche rechte hat sie und welche rechte hab ich überhaupt oder bin ich rechtslos und die kann mit mir machen was sie will?...liebe grüsse snoopy
Am 17.08.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Vorausgesetzt, daß Sie der Vater sind, sind Sie ganz grds zum Unterhalt verpflichtet und die Mutter könnte dies auch gerichtlich durchsetzen bzw. mit einem Titel dann auch zwangsvollstrecken.
Ob und in welcher Höhe Sie leistungsfähig oder leistungsunfähig sind, kann nur eine konkrete Unterhaltsberechnung klären. Bei einem Freiberufler wird wegen des schwankenden Einkommens in der Regel auf das Durchschnittseinkommen der letzten 3 Kalenderjahre abgestellt. Sollte das Jugendamt ersatzweise einspringen wird dies ähnlich prüfen und dann den Unterhalt bei Ihnen geltend machen.
Am 23.08.2011 schrieb (anonym) folgendes:
hallo ich hab da auchmal eine frage ich bin verheiratet und habe aus einer acht jährigen bezieheung drei kinder bin seit 2005 nicht mehr mit ihm zusammen. er lebt von hartz4 und er wurde vom gericht auf unterhaltzahlung verklagt. Da er aber nicht zahlen kann, ist meine frage wie kommen die kinder trozdem zu ihrem recht auf ihren anspruch.würde mich sehr freuen wen ich da weiter kommen würde
Am 23.08.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da Sie nicht alleinstehend sind werden Sie vom Staat trotz Leistungsunfähigkeit des Vaters nicht mit UVG Leistungen unterstützt. Letztlich können Sie im Bedarfsfall, dh wenn Sie nicht selbst mit Ihrem Einkommen ausreichend für die Kinder sorgen können, nur die normalen Sozialleistungen, wie etwa Hartz IV, beantragen.
Am 11.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, ich habe 2 uneheliche Söhne 20 und 21. Es bestand bis zum 18 Lebensjaht Beistandschaft vom Jugendamt und für jedes Kind ein Unterhaltstitel. Für den jüngeren Sohn wurde der Unterhaltstitel zuletzt für 5 Monate nicht mehr erfüllt. Nach mehrmaligen Drohungen meinerseits kamen dann allerdings nach dem 18 Lebensjahr ab und zu Zahlungen, die mir in den Briefkasten geworfen wurden. Um seinen guten Willen nicht zu brechen, habe ich auf eine Klage ersteinmal verzichtet. Ich muss dazu sagen, dass ich seit 14 Jahren keinen Kontakt mehr zum Vater habe und die Kinder ihren Vater nie kennen lernen durften, da sie von Anfang an von ihm abgelehnt wurden. Die Vaterschaft wurde erst nach 2 Jahren gerichtlich anerkannt, wo er noch nichteinmal erschien. Seit Januar 2011 zahlt er nun garnicht mehr. Meine Jungs sind beide in der Ausbildung, d.h der jüngere macht Abitur und der Ältere studiert im 2. Semester. Ich habe Einkommen kurz unter dem Harz 4 und wir sind bedürftig. Noch zu erwähnen ist, dass der Vater schon 75 Jahre alt ist und eine Altersrente bezieht. Er wohnt im betreutem Wohnen und nimmt keinerlei Dienste in Anspruch-zahlt eine Miete von ca 450 Euro und hat eine Nettorente von 1497 Euro. Er ist also durchaus zahlungsfähig. Nun habe ich erfahren, dass er ohne eine Fahrerlaubnis zu besitzen einen Autounfall verursacht hat-sogar in Haft genommen wurde, den Gerichtstermin nicht wahrgenommen hat und nun eine Menge Schulden zu begleichen hat. Nun kann ich verstehen warum er nicht zahlt. Aber von seiner Seite kamen keine Erklärungen. Inzwischen habe ich eine Anwältin eingeschaltet, die sich irgendwie sehr viel Zeit läßt mit allem (der Mann lebt nicht ewig). Eine Zwangsvollstreckung ging fruchtlos aus. Er hat eine Immobilie, die er mit noch 3 Geschwister teilt. Diese wurde bei der Vollstreckunh nicht einmal erwähnt. Die EV hat er verweigert und der Vollstreckerin vorgelogen, es ginge ihm schlecht-er müsse sich hinlegen und eine Operation würde bevorstehen. Inzwischen sind 2 Monate um und das Personal des Heims versicherten mir, dass überhaupt keine OP bervorsteht. Da er nun seit 3 Jahren im betreuten Wohnen ist, soll sein Anteil vom Haus an seine Geschwister verkauft werden.

Steht uns von dem Erlös des anteiligen Hauses etwas zu oder wird vorrangig erst das Verfahren wegen dem Verkehrsunfall mit Zahlungen bedient?

Im Falle der Vater kann nicht wegen Schulden zahlen müssen dann seine älteren Söhne den Unterhalt zahlen? Großeltern existieren nicht mehr. Die Söhne sind beide Großverdiener (einer Arzt und der andere Medizintechniker)
Wir haben für meinen Sohn, der Abitur macht einen Unterhaltstitel beantragt. Wer erbt den, falls der Vater verstirbt?

Vielen Dank

Am 12.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Volljährige müssen ihren Unterhalt selbst geltend machen, dies kann nicht mehr durch die Mutter geschehen. Von dem Erlös des Hauses würden die Söhne dann etwas erhalten, wenn sie die Zwangsvollstreckung in die Immobilie bzw. deren Erlös betrieben haben, andernfalls wird das Geld an den Vater ausgezahlt. Die älteren Geschwister sind Ihren Söhnen nicht unterhaltspflichtig.
Am 12.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
meine Söhne haben ihren Unterhalt selbst geltend gemacht und mein jüngerer Sohn hat einen Unterhaltstitel beantragt. Da sie ihren Vater und die Vorgeschichte nicht kennen, arbeitet die Anwältin eng mit mir zusammen. Laut Anwältin erben die älteren Söhne die Unterhaltstitel, der 30 Jahre gelten soll.Stimmt das nicht?
Am 12.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei Tod des Vaters geht dessen Vermögen inkl. dessen bei Tod vorhandenen Schulden auf die Erben über, das sind idR neben einer etwaigen Ehefrau alle Kinder des Vaters. Dies bedeutet aber keine Unterhaltspflicht der Geschwister untereinander. Und natürlich kann jeder Erbe, wenn mehr Schulden als Vermögen nachgelassen werden, das Erbe auch ausschlagen.
Am 19.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag Frau Wolf,

ich habe eine Tochter sie wird im Oktober 2 Jahre. Der Vater meiner Tochter hat bislang keinen Unterhalt gezahlt. Meine Anwältin hat ihn mehrfach aufgefordert zu zahlen doch bislang ohne Erfolg. Er ist Soldat und sein Standort ist nicht zu ermitteln. Auch ich bin Soldat und bekomme keinerlei Auskunft. Das Jugendamt weiß wo er stationiert ist doch stellt sich auf dumm. Die letzte Möglichkeit ist laut meiner Anwältin ein vollstreckbarer Titel, bei dem ich laut ihrer Aussage ca. 500€ bezahlen müsste. Ich bekomme das Geld zwar vom Kindsvater wieder aber ich kann es mir nicht aus dem Ärmel schütteln.
Ich bin ratlos und weiß nicht mehr was ich noch tun soll.
An ihn ist keinerlei herankommen. Er antwortet auf keine SMS und auch Anrufe beantwortet er nicht.
Es ist unfassbar wie eine Mutter um den Kindesunterhalt kämpfen muss und er macht sich ein schönes Leben denn Geld hat er schließlich genug.
Ich hoffe Sie können mir helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Am 19.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Möglicherweise könnten Sie zunächst beim JA Unterhaltsvorschuß beantragen, dann würden Sie von dort erstmal Geld bekommen.
Bzgl. eines Titels könnten Sie Ihre Anwältin auf Prozesskostenhilfe ansprechen, wenn Sie selbst nur wenig Geld haben.
Am 26.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag Frau Wolf,

Ich bin 28 Jahre Alt und habe einen fast 9 Jähringen Sohn, der Kindesvater hat bis heute keinen Unterhalt gezahlt, den Anspruch auf Unterhaltsvorschuß habe ich voll ausgeschöpft.

Ich arbeite Vollzeit bei einer Bank und habe ein Nettoverdienst von EUR 1600.

Der Kindesvater lebt von Hartz IV und lebt mit seiner verlobten und ein weiteres Kind von ihm zusammen. Er bemüht sich nicht um Arbeit, kann sich aber Schuhe im Wert von EUR 200 und Tattöwierungen erlauben. Er kümmert sich auch nur mäßig um seinen Sohn, ich habe die Nase voll und will ihn auf Unterhalt verklagen. Da ich nicht mehr mit ansehen kann, dass ich den ganzen TAg arbeiten gehe auch noch gucken muß das mein Sohn jeden Tag versorgt ist und er zu Hause sitzt und die Daumen dreht.
Wie würden meine Schritte nunmehr aussehen, bekomme ich Prozesskostenhilfe oder muß ich die Kosten selber tragen?
Was ist wenn er nicht zahlt und sich nicht um Arbeit bemüht, kann ein Gericht ihn zwingen zur arbeit?

vielen Dank im voraus...

liebe Grüße

Am 26.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob Sie PKH für ein Gerichtsverfahren bekommen richtet sich in finanzieller Hinsicht nach Einkommen, Wohnkosten und sonstigen Aufwendungen.

Natürlich können Sie den Kindsvater auf Unterhalt verklagen, allerdings sind nach Ihrer Schilderung die Aussichten schlecht, daß Sie dadurch tatsächlich zu Geld für Ihr Kind kommen. Zwar bekommen Sie ein Urteil=Titel, wenn festgestellt wird, daß er seiner Erwerbsobliegenheit nicht genügt und sich daher nicht auf Leistungsunfähigkeit berufen kann. Aber wenn der Vater (schon länger) H4 bezieht und daher mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weder über pfändbares Einkommen noch Vermögen verfügt sind die Aussichten für die Vollstreckung nicht rosig.

Zum Arbeiten zwingen kann das Gericht ihn selbstverständlich nicht, wie sollte das gehen?

Am 26.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ich meine er muß sich ja auch bemühen um arbeit, dass tut nicht er ist Jung und hat noch einen Stablerschein gemacht, er sagt auch das er die Arbeit nicht macht, die er vom Arbeitsamt angeboten bekommt.. wie kann das denn sein, dass er sich das noch aussuchen kann, damit meinte ich ob man ihn nicht dazu zwingen kann alle Arbeiten anzunehmen, ich habe schon gehört, dass man auch dafür ins Gefängnis kommen kann, wenn man die Arbeit verweigert um somit keinen Unterhalt zahlen kann.
Am 26.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob er seiner Erwerbsobliegenheit ausreichend nachkommt kann, wie gesagt, vor Gericht geklärt werden, nicht aber er zur Arbeit gezwungen werden.
Natürlich kann auch eine Strafanzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht gestellt werden, die aber auch im "Erfolgsfall" (und dazu müßte u.a. bewiesen werden, daß er Arbeit bekommen und Unterhalt zahlen könnte, wenn er wollte) fast immer nur zur Verurteilung zu einer Geldstrafe führt, d.h. mehr Geld für Unterhalt wird dadurch auch nicht generiert.

Bearbeitet am 26.09.2011 von

Am 27.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag Frau Wolf,

gerne möchte ich meine Situation mal schildern und um Rat fragen.
Ich bin 46 Jahre alt und habe eine 12 Jahre alte Tochter. Meine Frau und ich sind seit 8 Monaten getrennt. Mein Verdienst liegt Netto bei ca. 1.600,-€ zzgl habe ich einen Minijob auf 400 € Basis, wobei ich aber nur ca. 200,-€ im Monat bei verdiene.
Ich zahle ohne gerichtliche Festlegung (selbst mit Ehefrau festgelegt) 350,-€ Unterhalt für meine Tochter. Meine Frau geht halbe Tage arbeiten für ca. 900,-€ im Monat. Jetzt zu den Wintermonaten hin, kann ich den Job nicht weitermachen (Rasenmähen)....durch Kauf und nach drei Jahren wieder Verkauf eines Hauses haben wir beide nach der Trennung jeder noch ca. 25.000,-€ Schulden (mein Abtrag ca. 300,- € monatlich). Weiterhin habe ich ca. 220,-€ Fahrtkosten im Monat, meine Miete beträgt 380,-€ (incl. NK). Desweiteren habe ich monatliche Fixkosten (GEZ, Tel., Unitymedia, Versicherungen etc.) in Höhe von ca. 220,-€

Jetzt zu meiner Frage, wie kann ich es schaffen, ohne in die Privatinsolvenz zu kommen, mich mit meiner Frau zu einigen den Unterhalt auf 250,-€ zu kürzen...zumindest für die Monate ohne Nebenjob. Danach bin ich gerne bereit den vollen Unterhalt weiter zu zahlen.
mfg.
Uwe G.

Am 27.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Beim Unterhalt für ein minderjähriges Kind gilt eine verschärfte Haftung, dh der Schuldner muß alles unternehmen seine Leistungsfähigkeit wenigstens für den Mindestunterhalt herzustellen; dazu gehören u.a. auch Verhandlungem mit Gläubigern über eine Schuldenstreckung oder notfalls Privatinsolvenz. Eine konkrete Unterhaltsberechnung für den Einzelfall kann hier im forum nicht geleistet, sondern nur generelle Hinweise gegeben werden. Allgemein wird der Kindesunterhalt aus dem monatl. Durchschnittseinkommen berechnet, nicht aus dem jeweils unterschiedlichen Einkommen.Damit werden sowohl Saisonjobs als auch Einmalzahlungen unterhaltsrechtlich berücksichtigt. Ihr Selbstbehalt beträgt 950.-; davon ist Ihr Lebensunterhalt zu finanzieren. Fahrtkosten von 220.- dürften - insbesondere wenn es um Unterschreitung des Mindestunterhalts geht - bei Gericht in den meisten Fällen wenig Erfolgsaussichten haben. Man würde Ihnen wahrscheinlich nahelegen, näher an den Arbeitsplatz zu ziehen oder auf ein günstigeres Verkehrsmittel umzusteigen.
Am 29.09.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, muss ich für meinen verstorbenen Vater Eltern Unterhalt bezahlen? Bis 2 Jahre hat er mich regelmäßig gesehen, aufgrund seines Verhaltens wurde vom Jugendamt ab dem Zeitpunkt das Besuchsrecht untersagt. Das Sozialamt möchte von mir eine Auskunft der Vermögensverhältnisse. Ich liege über der Düsseldorfer Tabelle. Er war in einem teuren Heim aufgrund seiner Krankheit (ex Alkoholiker mit Darmkrebs). Wie groß ist die Chance einen möglichen Prozess zu gewinnen, er hat nie Unterhalt bezahlt und meine Halbschwester zur Adoption frei gegeben?
Am 30.09.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grundsätzlich besteht auch eine Unterhaltspflicht der Kinder für ihre Eltern, insbesondere wenn bei Pflegebedürftigkeit deren eigenes Einkommen nicht mehr ausreicht. Nur in sehr, sehr wenigen Fällen können Kinder dem entgegenhalten, daß trotz wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ein Unterhaltsanspruch nicht bestehe, weil die Eltern zuvor die Unterhaltspflicht ihnen gegenüber verletzt hätten. Von den Gerichten wird dann keine Verletzung der Unterhaltspflicht angenommen, wenn diese auf Erkrankungen, wie etwa Alkoholismus und anderen Suchterkrankungen oder auf psychischen Erkrankungen beruhte, weil Krankheiten nicht schuldhaft sind. Dann besteht trotzdem die Unterhaltsverpflichtung.

Bearbeitet am 30.09.2011 von

Am 02.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ich z.Z. Krankgeschrieben zahle 263 Euro für meine 19jährige Tochter.Sie will aber keinen Kontakt mehr zu mir haben und sagt sogar vor dem Richter "Ich bin für sie gestorben sie hasst mich sie will keinen Kontakt mehr zu mir" Besteht die Möglichkeit ihr das Geld zu kürzen?
Am 04.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es kommt immer auf die Gründe an, die zu dieser Entwicklung führten. In der Praxis aber wird von den Gerichten fast nie ein einseitiges Verschulden des Kindes an der Zerrüttung festgestellt und es verbleibt bei der Unterhaltspflicht.
Am 04.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
hallo ich habe drei mädchen der vater zahlt keinen unterhalt,bin verheiratet.bei einer bestandsschaft wurde herraus gefunden das er nicht zahlen kann und vorraus sichtlich auch keine änderung seiner verhältnisse geben wird. wir bekommen kinder geld:1044,00 euro, den kidz zuschlag von 700,00 euro, wohngeld.440,00 euro.mein mann verdient:970,oo euro im monat über zeitarbeits firma . meine frage wie kommen die kinder trozdem zu ihrem recht an unterhalt?
Am 04.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie könnten noch Unterhaltsansprüche gegen die Großeltern prüfen lassen. Wenn aber alle Unterhaltsverpflichteten nicht leistungsfähig sind bleiben im Notfall nur staatliche Unterstützungsleistungen.
Am 10.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
bin seit 5 Jahren alleinerziehender Vater von 2 Kindern ( mittlerweile 13+15), mein Exfrau ist zu ihrem neuen Freund gezogen, arbeitete zuanfangs gar nicht, dann hat sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht eingeklagt und verloren, anfänglich hat sie nur 200.- Euro für beide Kinder gezahlt und ist vom Richter dazu angehalten worden, sich eine Vollzeitstelle zu suchen, vor einem jahr habe ich erneut geklagt, weil nach 3 jahren nix passiert ist, zur Verhandlung kam sie erst gar nicht, ihre Anwältin hat nur eine Krankmeldung vorgelegt, der Richter fand das gar nicht witzig! er hat sie dazu verdonnert, jetzt mindestens 495.- Euro für beide Kinder zu zahlen, was sie aber nicht tat! im Februar diesen Jahres bekam ich dann 2 Zeiler, dass sie jetzt immernoch Krank sei und ab sofort gar nicht mehr zahlen könnte? einen Titel habe ich! muss ich jetzt damit leben? sie kann urlaube etc. machen und ich muss mir alles mühsam absparen!
Hat unser Rechtssystem hier eine riesen Lücke?
kann man noch weiter klagen? wie sieht es mit Haftandrohung aus? gibt es sowas? das sind harte Worte, dass weiß ich , aber ich sehe es auch langsam nicht mehr ein, dass sie damit so durch kommt!
Vielen dank im voraus
O.Hoier
Am 10.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie einen Titel haben wäre der erste Weg die Prüfung, ob eine Zwangsvollstreckung in das Einkommen und Vermögen der Mutter möglich ist.
Am 10.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hier heißt es:

"Auszubildender, im Haushalt mindestens eines Elternteils lebend.

Anrechnung der Ausbildungsvergütung abzüglich 90,-Euro für ausbildungs- bzw. berufsbedingte Aufwendungen(Fahrkosten, Bücher usw.)*. Eigenes Einkommen des volljährigen Kindes wird, bereinigt um eventuelle Aufwendungen, in vollem Umfang auf den Bedarf abgerechnet. Zu den Einkünften des Kindes gehören auch BAföG-Darlehen und Ausbildungsbeihilfen, hier aber ohne Berücksichtigung der 90,- Euro Aufwendungen. Abweichungen der einzelnen OLG`s sind zu berücksichtigen."

Nun gibt es das neue Brandenburgische Schüler-BaföG für einkommensschwache Familien.
Mein Sohn besucht die 12. Klasse in einem Oberstufenzentrum und macht in diesem Jahr sein Fachabitur. Er hat seinen Vater auf Unterhalt verklagt. Leider weiß das Jugendamt, noch die Anwältin oder der Bafögamt, ob die 90 Euro auch für das neue brandenburgische Bafög gilt. Eine genaue Berechnung des Unterhaltes für den Vater ist deswegen nicht möglich.
Existieren hier Gesetze? Denn hier wird nur von Auszubildenen geschrieben. Mein Sohn hat auch die selben Kosten, wie ein Auszubildner (Fahrt zwischen Wohnung und Schule, Ausgaben für Schulbücher). Er ist schon 20 Jahre alt.

Am 11.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es gibt dazu kein Gesetz und auch die Richtlinien der OLG und die DT stellen nur Richtlinien ohne Bindungswirkung dar, von denen das Gericht jederzeit auch abweichen kann.
Am 13.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
ich habe 2 Söhne, lebe ohne Partner. Mein jüngster (20) macht in diesem Jahr sein Fachabitur. Der ältere (21) hat bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung und studiert jetzt im 3. Semester (nicht Fach seines erlernten Berufes). Beide wohnen noch Zuhause. Meine finanzielle Situation ist unter dem Selbstbehalt. Ab Oktober wird auch mein jüngster ein Studium beginnen. Beide werden voraussichtlich volles BaföG bekommen. Der Vater ist beiden dann nicht mehr unterhaltspflichtig nach Düsseldorfer Tabelle, so dass mein Einkommen dann mehr als schlecht ist. Mein jüngster Sohn hat sich bereit erklärt 100 Euro Unterhalt zuzusteuern. Ich weiß aber nicht, ob er das müßte. Aber er tut es dennoch gern. Mein älterer Sohn hingegen gibt zurzeit 50 Euro ab und läßt noch ungefragt seine Freundin 5 bis 6 Tage die Woche bei mir wohnen und essen. Ich habe nichts dagegen, dass sie hier öfter wohnt. Aber es ist eine Person mehr, die ich mit meinem wenigen Geld versorgen muss. Nun würde ich auch gern von ihm ab Einstellung der Unterhaltszahlung für meinen jüngeren Sohn 100 Euro haben, um über die Runden zu kommen. Ist das rechtens von meinem älteren Sohn Unterhalt zu verlangen? Er ist der Meinung, dass das Kindergeld mehr als genug wäre und sieht selbst die 50 Euro nicht ein, die er mir jeden Monat beisteuert. Ich gönne meinen Kindern nichts schlechtes und möchte sie auch niemals ausnehmen. Aber hier besteht Bedarf. Wenn ich könnte würde ich meinen Kindern zu ihrem Bafög noch Taschengeld dazugeben.Was darf ich von meinen Söhnen verlangen oder darf ich überhaupt Unterhalt verlangen?
Am 13.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie werden ihren Söhnen klarmachen müssen, daß BAföG nicht ein großzügiges Taschengeld zum Vergnügen ist, sondern deren vollen Lebensunterhalt (Wohnung, Essen, Bekleidung, Mobilität etc.) sichern soll. Wenn Sie also Wohnung, Heizung, Strom, Wasser, Kanal, GEZ, Telefon, Internet zahlen, dann sollten Sie diese Kosten mit den Söhnen besprechen und eine angemessene Beteiligung fordern. Gleiches gilt für Lebensmittel, zumal wenn die Söhne noch Dritte mitverköstigen lassen. Dabei sollte den Söhnen auch klar vor Augen geführt werden, daß für den Fall eines eigenen Hausstands sie alle Kosten allein aus BAfög + Kindergeld zahlen müßten und ihr Lebensstandard in diesem Fall bei weitem geringer als in einem voll eingerichteten elterlichen Haushalt wäre.
Am 13.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:

Dankeschön für diese klare Antwort.
Am 18.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
hi alle
meine Problem est ... ich habe meine kind in Deutschland Geborn in 2004 und habe ich die Unterhalts jede Monat für mutter gezahlt aber ab July 2009 ich bin einfach weg von Deutschland was passiert jetzt ( was habe ich von strafe ) ? und habe ich nicht mehr gezahlt ..
Am 19.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Mutter könnte Strafanzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht stellen sowie uU den Unterhalt für diese Zeit nachfordern und vollstrecken.
Am 20.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo!
Ich habe folgendes Problem:

Für unsere gemeinsame Tochter (14) zahlte mein Ex-Mann jeden Monat den Unterhalt per Dauerauftrag. Seit 3 Monaten nun zahlt er den Unterhalt nur, nachdem ich ihn jeden Monat schriftich angemahnt habe.
Habe ich hier irgendeine rechtliche Handhabe, ihn wieder dazu zu bringen, pünktlich per Dauerauftrag zu zahlen?

Am 20.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie können entweder, wenn Sie einen Titel haben, bei Zahlungsverzug sofort die Zwangsvollstreckung einleiten. Haben Sie noch keinen Titel, so können Sie ihn unter Fristsetzung zur Erstellung eines kostenlosen Titels beim Jugendamt auffordern und, für den Fall, daß er dem nicht nachkommt, ihn verklagen.
Am 25.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo!
Mein Lebenspartner kann aufgrund seiner Krankheiten nicht einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen,lebt nun von Hartz4,kann somit kein Unterhalt für sein minderjähriges Kind zahlen.Die Kindesmutter hat einen Titel und versucht durch die Polizei ihn strafrechtlich zu verfolgen und Geld einzutreiben.
Mein Lebenspartner lebt mit seinem Vater zusammen,hat keinen eigenen Haushalt.Da er nicht
gesund ist,kann er nicht viel verdienen und kommt nie über den Selbstbehalt,er kann lt.Gesundheitsgutachten höchstens nur ein paar Stunden arbeiten,da sein Vater alt ist und versorgt werden muss,selbst dies ist sehr schwierig.
Die Kindesmutter hat mehr als das doppelte an
Einkommen.
Wie geht es für ihn nun weiter? Was könnte schlimmstenfalls für ihn passieren? Kommt er womöglich ins Gefängnis? Über Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar!
Am 26.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ein nachweislich leistungsunfähiger Unterhaltspflichtiger, der seinen Obliegenheiten nachkommt, ist zur Unterhaltsleistung nicht verpflichtet und kann deswegen auch nicht strafrechtlich belangt werden. Auf die Pflege seines Vaters kann er sich allerdings nicht berufen, denn der Unterhalt minderjähriger Kinder ist dem Elternunterhalt vorrangig.
Am 26.10.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Meine Tochter ist 15 Jahre alt und geht noch zur Schule. Ich beziehe momentan Hartz 4. Der Kindsvater zahlt regelmäßig den Unterhalt und zwar immer am ende des Monats..Jetzt, da er sein Geld erst immer zum 15. bekommt, zahl er praktisch mir auch erst am 15. im nächsten Monat den Unterhalt für den letzten Monat für meine Tochter. Das heißt.. ich bin somit immer im Rückstand mit meinen Zahlungen da der Hartz 4 Betrag den Unterhalt mit einberechnet..wie ist das die rechtliche Grundlage und was kann ich tun..
Am 27.10.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Barunterhalt ist grds für den Monat im voraus zu zahlen. Wenn ein entsprechender Titel besteht können Sie hieraus vollstrecken, wenn sich der Vater in Zahlungsverzug befindet. Häufig genügt dann auch schon der entsprechende Hinweis sowie die Androhung.
Am 10.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Kind ist nun 6 Jahre alt. Seit dem ersten Lebensjahr habe ich einen vollstreckbaren Titel und seit dieser Zeit renne ich bzw. das Jugendamt dem Geld hinterher. Es hat lange Zeit gedauert, bis man ihn ausfindig machen konnte, jetzt ist er verurteilt worden: 1 Jahr auf Bewährung, 100,- monatlich an mich (als Bewährungsauflage) zzgl. dem Mindestunterhalt, ausserdem Ratenvereinbarung bezüglich der Ausstände. Urteil gilt seit August. Erhalten habe ich seitdem nichts. Ich stehe zwischenzeitlich selbst mit ihm in Kontakt und es heißt immer: Das Geld ist unterwegs. Allerdings habe ich keine Lust mehr, mich vertrösten zu lassen. Welche Möglichkeiten habe ich noch? Unterhaltsvorschuss fällt bei mir weg, da verheiratet. Stimmt es, dass wenn der Vater zahlungsunfähig ist, man das Geld vom nächsten Angehörigen (sprich: den Großeltern) eintreiben könnte?

Danke vorab

Am 10.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie können den Bewährungshelfer über den Verstoß gegen die Bewährungsauflagen in Kenntnis setzen, dies und ein möglicher Widerruf der Bewährung bringt Sie allerdings auch nicht zu Ihrem Unterhalt. Eine Ersatzhaftung der Großeltern kann ebenfalls geprüft werden, allerdings betrifft dies nur den laufenden Unterhalt, nicht die Rückstände.
Am 10.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ersteres habe ich bereits gestern getan, zweiteres werde ich dann wohl demnächst tun, denn ich hab bisher kein Geld bekommen und wer weiß, ob da was in Zukunft kommen wird. Von mir aus soll er einsitzen, wenns anders nicht geht. Wie beantrage ich eine Überprüfung auf Ersatzhaftung der Großeltern?
Am 10.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Großeltern müssen angeschrieben und zur Auskunfterteilung über ihr Einkommen Belegvorlage aufgefordert werden, danach kann auf dieser Basis eine mögliche Ersatzhaftung beurteilt werden. In der Regel macht das Ihr Anwalt.
Am 10.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,ich möchte kurz meine Vorgeschichte schildern.KV lebt mit Lebensgefährtin und dessen Kind (15J) in Mietwohnung (10km) vom Schulort unseres Sohnes entfernt.Ist selbständig hat unregelmäßige Jobs (wie er sagt...mal kommt der Unterhalt in Raten,mal gar nicht,mal nur ein Teil)Den vollen Unterhalt wie angesetzt vom Jugendamt (pro Kind ca.365€) zahlt er seit Monaten nie wenn dann höchstens 600€ gesamt.Meint wenn ich zum Jugendamt geh oder ähnliches dann meldet er sich arbeitslos und ich bekomm nix.Er hat INSO laufen.Vorschuß gibt es nicht mehr (!5 und 12J die Kinder)Ich hab eine Lebnesgemeinschaft und vom Partner ein Baby(1Jahr),momentan muß er ziemlich vile Kosten für die "Großen "mittragen,da ich nur Elterngeld und Kindergeld bekomm.Momentan sind 100€ vom letzten Monat und 600€ von diesem Monat offen.Was kann ich tun??Zum Anderen müssen wir aus finanziellen Gründen bald umziehen und Sohnemann auf ein anderes Gymnasium.Ich hab das Aufenhaltsbestimmungsrecht.Kann er verlangen zum Einen,das ich nicht umziehe mit den Kindern?Zum Andern kann er verlangen das der Sohn zu Ihm zieht,da er dan der alten Schule dann bleiben könnte?Er wohnt näher drann...??Was tu ich wenn er den Schulwechsel nicht unterschreibt?Muß ich dann den Sohn tgl.45km (ein Weg)zur Schule fahren??Obwohl am neuen Wohnort eine Schule ist?

Bin echt verzweifelt,aber mein neuer PArtner hat ein eigenes Haus (Exfrau zieht gerade aus) und wir können uns nicht beide Wohnungen leisten.
Zumal ich am neuen wohnort auch wieder arbeiten könnte,da Oma und Opa direkt neben an wohnen.

Lieben Dank für Ihre Hilfe

Am 11.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Frage: ich (Mann) bin seit gut zwei Jahren geschieden, meine Tochter (jetzt 12Jahre) lebt bei meiner Ex-Frau. Meine Ex-Frau hat einen Unterhaltstitel gegen mich nach der Scheidung erwirkt, bzw. ich habe den Titel anerkannt. Bis vor wenigen Monaten hat sie Unterhaltsvorschuss bekommen. Denn Differenzbetrag zwischen Unterhalt lt.Düsseldorfer Tabelle und Unterhaltsvorschuss konnte ich nicht bezahlen da ich zum einen arbeitslos war und mich auch in einer Privatinsolvenz befinde. Zwischenzeitlich habe ich mich selbstständig gemacht da ich (54) auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen mehr sehe, die Erlaubniss zur Selbstständigkeit liegt von meinen Insolvenzverwalter vor. Mein Einkommen liegt derzeit bei rd.900€ monatlich
Nun bekommt meine Ex-Frau keinen Unterhatsvorschuss mehr da das Kind 12Jahre geworden ist und hat für die aufgelaufen Zeit der Differenzbeträgt ihren Titel gegen meltend gemacht, der Gerichtsvollzieher hat sich angekündigt.
Meine Frage nun, was erwartet mich beim Besuch des GV und wie geht das weiter? Kann meine Ef Frau mit Monat für Monat den GV schicken?
Am 11.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie sollten vor allem den Unterhaltstitel überprüfen lassen, ob dieser noch Ihren Einkommensverhältnissen entspricht und ggf Abänderung veranlassen, damit nicht noch mehr Rückstände auflaufen.
Am 11.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
@anonym
Der Fragenkomplex ist für eine Beantwortung im Blog zu umfassend.
Am 16.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

wollte gerne mal was fragen:

ich bin nun mit 19 Jahren Auszubildende und von zu Hause fortgezogen (Hamburg-->Ba-Wü). Meine Mutter ist von meinem Adoptivvater seit ca. 10 Jahren geschieden. Er hat stets einen vereinbarten Unterhalten für uns beide gezahlt, aber seit August diesen Jahres zahlt er mir nichts mehr. Er wollte sogar MICH verklagen, da ich für einen Überbrückungszeitraum ALG II beantragt habe - und er meinte, dies wäre rechtwidrig.

Nun streiten sich meine Eltern gerade vor dem Gericht um das Aufenthaltsbestimmungsrecht (und ich glaub auch, das Sorgerecht) um die gemeinsame 15-jährige Tochter.

Meine Mutter bekommt nur Krankengeld, würde mich natürlich liebend gerne unterstützen. Mein Vater schrieb mir mehrmals, dass ich von ihm kein Geld bekommen werde.

Er ist Beamter und verdient definitiv erheblich mehr als meine Mutter. Seine Gehälter hat er aber noch nicht mal dem damaligen Job-Center gezeigt. Das Geld dafür hätte er.

Nun ist meine Frage:
1) Muss ich zuerst BaföG beantragen oder kann ich ihn gleich auf Unterhalt verklagen?
2) Kann ich das überhaupt, wie stehen da meine Chancen?
3) Wo muss ich hingehen, um zu klagen?
4) Ganz oben stand, dass für minderjährige Kinder es auch "Überbrückungsgeld" geben kann, zwischen der Aufforderung und dem ersten Zahlungseingang. Würde dies auch für mich gelten?
5) Er ist ziemlich gewieft und ich könnte mir gut vorstellen, dass er "eine Show abzieht" und meint, dass er kein Geld hat und deshalb nicht zahlen kann. Kann man sowas verhindern bzw. ihn trotzdem zum zahlen zwingen?
6) Falls es dennoch abgelehnt werden sollte, ist dann BaföG meine einzige Alternative?

Ich merke jeden Monat, wie mein Konto immer mehr ins Minus rutscht. Wär toll, wenn die Sache bald über den Tisch ist

Am 16.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Als Azubi sollten Sie eine Ausbildungsvergütung beziehen, außerdem können Sie die Überweisung des Kindergelds an Sie verlangen. Bafög dürften Sie nicht bekommen, ebenso Leistungen für Minderjährige, da Sie volljährig sind. Verklagen müßten Sie Ihren Vater vor dem Familiengericht, allerdings müssten zur Berechnung und Darlegung des Klageanspruchs vorher beide Eltern auf Auskunfterteilung über ihr Einkommen sowie Belegvorlage aufgefordert werden.
Am 16.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bekomme sowohl Ausbildungsvergütung als auch Kingergeld, aber dies Geld reicht nicht. Selbst während meines FSJs habe ich (dank UNterhalt) mehr verdient als jetzt. Meine Ausbildung ist BaföG-förderungsfähig, die Ausbildung hat mir die benötigten Zettel ausgefüllt.

Hab ich das richtig verstanden, dass ich quasi "einfach so" zum Familiengericht (wahrscheinlich mit Termin) gehen kann, um die schon mal zu bitten, dass sie ihr Einkommen offenlegen sollen? Muss ich mir nicht vorher irgendwie Hilfe holen (Anwalt, Beratungsgespräch, etc?) Kann ich das selbst in die Hand nehmen?

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Am 16.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nein, erst müssen Sie die Eltern zwecks Auskunft auffordern, das geschieht meist über den Anwalt, der dann auch einen möglichen Unterhaltsanspruch berechnet und, falls nicht bezahlt wird oder die Auskunft nicht in der gesetzten Frist erteilt wird, Klage erhebt beim Familiengericht.
Am 17.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Kind ist jetzt 11 Jahre alt und lebt bei mir. Der leibl. Vater meines Kindes kümmert sich seit ca. 8 Jahren nicht mehr ums Kind, hat keine Besuchstermine mehr wahrgenommen.Seit 8 Jahren bezahlt er keinen Unterhalt mehr. Dann habe ich eine Kontopfändung erwirkt, die mir dann für 2 Jahre den Unterhalt überwiesen hatte. Das Konto wurde dann seinerseits gewechselt. Seit 6 1/2 Jahren bekomme ich jetzt gar keinen Unterhalt mehr.Das gemeinsame Sorgerecht besteht noch. Einen Unterhaltsvorschuß beim JA habe ich nie beantragt, weil ich keine guten Erfahrungen mit dem Amt gemacht habe. Es ist sehr schwer ohne den Unterhalt auszukommen, weil mein Kind u.a. vor 2 Jahren die Schule gewechselt hat und enorme Kosten auf mich zukommen.
Mein Ex-Partner ist mittlerweile wieder verheiratet und hat 3 Kinder mit dem neuen Partner. Ich lebe in einer eheähnlichen Beziehung und habe auch 2 weitere Kinder von dieser Beziehung.
Meine Frage ist kann man den Unterhalt rückfordernd einklagen und wenn ja wie(per Anwalt oder Gerichtsvollzieher- den Titel habe ich). Werden die "neuen Kinder" meines Ex-Partners dabei berücksichtigt?
Und wie ist das mit dem gemeinsamen Sorgerecht? Wäre es sinnvoll in diesem Fall das alleinige Sorgerecht zu beantragen?

Vielen Dank für Ihre Antwort...MfG

Am 18.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie müssen Unterhalt nicht einklagen, denn Sie haben ja schon einen Titel, aus dem Sie zwangsvollstrecken können. Allerdings wird dabei die Unterhaltspflicht für alle Kinder berücksichtigt, so daß es sein kann, daß der Vater nur eingeschränkt leistungsfähig ist. Eine Einschränkung des Sorgerechts bzw die Übertragung des alleinigen Sorgerechts läßt sich auf die fehlende Unterhaltszahlung idR nicht stützen.
Am 19.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Wie viele Jahre kann man rückwirkend mit einem Unterhaltstitel per Gerichtsvollzieher einklagen, wenn 6 Jahre kein Unterhalt mehr gezahlt wurde? Sind das dann Ratenzahlungen oder muß die komplette Summe aufeinmal bezahlt werden?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Am 21.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das kommt darauf an, was in den 6 Jahren passiert ist, dh, ob der Unterhaltsanspruch weiterverfolgt wurde. Wenn nein, dann kann trotz Titel Verwirkung eingewandt werden, wenn ja kann bei erfolgreicher Zwangsvollstreckung auch der volle Betrag plus Kosten beansprucht werden.
Am 23.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
ich habe 2 Söhne 20 und 21. Der 20-jährige macht gerade sein Fachabi und möchte dann studieren. Der 21-jährige studiert im 3. Semster und bekommt 422 Euro Bafög. Wir haben auf Unterhalt erstmal für den jüngeren geklagt. Da er previligiert ist wird er nach Unterhaltstabelle bis zum Ende des Abis eingestuft. Auch der Unterhaltstitel wurde beantragt. Der Vater ist völlig unkooperativ und reagiert auf nichts.Wir denken, dass er nicht mal zur Verhandlung erscheinen wird.
Bei meinem älteren Sohn ist die Anwältin nicht sicher, ob er sich als Student den Aufwandsbedarf vom Einkommen abrechnen darf. Wenn ja, würde ihm auch Unterhalt zustehen und künftig, wenn mein Erstgeborener studiert auch. Beide wohnen bei mir. Wenn ich mich im Internet belese sind die Sätze nicht eindeutig definiert, dh wir wissen nicht, ob dieser Aufwandsbedarf nur für Auszubildene gilt. Ich habe aber auch schon Sätze gelesen, die aussagen, dass es für Auszubildene und Studenten gilt. Ich habe beim Jugendamt angerufen und mich erkundigt, wie sie die Unterhaltsberechnungen für Studenten durchführen und diese sagten mir, dass sie den Aufwandbedarf mit abrechnen und sie niemals "Reklamationen" erhalten hätten. Auch das Jugendamt ist sich unsicher. Ich kann das eigentlich nicht nachvollziehen-haben doch Studenten mehr Ausgaben an Büchern usw. . Dies müßte dann doch auch für sie gelten. Für uns würde es bedeuten, dass beiden bei einem Bafög von 422 Euro keinen Unterhalt mehr zustehen würde. Da wir Prozesskostenhilfe beantragt haben wäre es zu riskant ohne zu wissen, ob es eindeutige Gesetze gibt zu riskant. Wir müßten sonst die Prozesskosten übernehmen.
Gilt der Aufwandsabzug denn wirklich nur für Auszubildene und nicht für Studenten? Vielleicht wissen Sie mehr?
Am 23.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es gibt dazu keine gesetzlichen Bestimmungen, nur Unterhaltsleitlinien, die unverbindlich sind und die Rechtsprechung der einzelnen Gerichte.
Bei einem Arbeitseinkommen, das keine Ausbildungsvergütung darstellt, wird idR die Pauschale für berufsbedingte Aufwendungen abgezogen (5%), bei Ausbildungsvergütungen stattdessen die Pauschale für Ausbildungsbedarf von 90.-.
Am 25.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,

ich lebe seit gut 5 Jahren von meinem ehemaligen Partner getrennt. Seit September diesen Jahres zahlt dieser keinen Unterhalt mehr für unsere drei Kinder (12,8,8). Begründet wird dies mit der Verschlechterung der finanziellen Lage seines Geschäftes (er ist selbständig). Gleichzeitg aber wurde bekannt, dass er seiner 27 jährigen Tochter aus erster Ehe nun ca. 30.000 Euro für ein Auto geliehen hat, die Kreditsumme wird in monatlichen Raten zurückgezahlt. Meine Fragen lauten: 1) hätte er nach 1602 BGB diesen Kredit gewähren dürfen? 2) ist ihm wiederum zuzumuten, selber einen Kredit aufzunehmen, um die Unterhaltskosten gewähren zu können, die er dann über die bekannten Erträge refinaziert? Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Grüße S.G.

Am 25.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Gegenüber minderjährigen Kindern besteht eine verschärfte Erwerbsobliegenheit um deren Unterhalt sicherzustellen. Dies kann bei einer selbständigen Tätigkeit, die kein ausreichendes Einkommen erzielt, auch bedeuten, daß eine Verpflichtung zur Aufnahme einer nichtselbständigen Beschäftigung bestehen kann. Die Erträge stellen ohnehin Einkommen dar und werden beim Unterhalt berücksichtigt.
Am 30.11.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo! Ich habe ebenfalls Probleme mit meinen NochEhemann und zwar sagt er immer wieder er könne kein Unterhalt zahlen für seine beiden Jungs 13 und 10 Jahre alt. Für den kleineren habe ich nun UV beantragt und er immer noch der meinung ist auch dies könne er den Jugendamt nicht bezahlen. Liege mit ihm schon seit Juli 2011 im klinsch und es wird nur noch per Anwalt gesprochen. Wie sieht es aus er besitzt 1/6 Hausanteil kann man ihn dzu zwingen sein Anteil zu verkaufen oder zu versteigern.
Am 30.11.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn ein Titel vorhanden ist kann grds in das gesamte Vermögen des Schuldners gepfändet werden.
Am 01.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Ex bezahlt nur sporadisch unterhalt für seinen Sohn (12 Jahre)letztmalig hat er im okt 2011 150 € bezahlt. Er reagiert nicht auf anrufe und wenn er mal am telefon ist und ich ihn an den unterhalt erinnere sagt er ich kümmere mich darum. mir fehlt das geld . was kann ich tun
Am 01.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie einen Titel haben können Sie den Unterhalt durch Zwangsvollstreckung beitreiben, ggf. mit Prozesskostenhilfe.
Wenn Sie keinen Titel haben und der Vater nicht freiwillig einen errichten läßt, müssen Sie ihn erst verklagen, wiederum ggf. mit Prozesskostenhilfe.
Am 01.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Bereits in der Schwangerschaft habe ich mich vom Kindsvater getrennt. Ich habe beim Jugendamt die Festsetzung des Unterhalts beantragt und der KV wurde aufgefordert, seine Einkommensverhältnisse darzulegen. Meine Tochter ist nun ein halbes Jahr alt und er hat bisher nur einen kleinen Teil der angeforderten Einkommensnachweise beim Jugendamt vorgelegt. Er wurde von mir und vom Jugendamt mehrmals aufgefordert, zumindest den gesetzlichen Mindestunterhalt zu leisten. Bisher hat er gar nichts bezahlt. Er ist selbständig tätig und verdient so manches "schwarz". Was er bisher an Unterlagen abgegeben hat, wäre deutlich unter dem Selbstbehalt. Besteht die Chance, den bisher nicht erhaltenen Unterhalt noch zu bekommen oder kann er sich mit dieser Verzögerungstaktik letztendlich um einige Monate herummogeln?
Am 01.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Vater ist schon sehr alt und wir haben unseren Vater nie kennengelernt.Meine Mutter hat ihn zu unserer Geburt nicht mit auf die Geburtsurkunde schreiben lassen. Die Vaterschaft wurde aber von ihm gerichtlich anerkannt. Es existieren Vaterschaftsanerkennungsurkunden. Mein Bruder und ich studieren noch. Im Falle er würde sterben, ist der Name des Vaters auf der Geburtsurkunde zwingend notwendig, um Halbwaisenrente zu beziehen, wenn die Vaterschaftsanerkennung vorhanden ist? Ist diese auch für das Erben notwendig?
Am 02.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Unterhalt kann auch für die Vergangenheit gefordert werden und zwar ab dem Monat, in dem der Unterhaltspflichtige zur Auskunfterteilung über sein Einkommen aufgefordert wurde.
Am 02.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ich gehe davon aus, daß Sie von der ersten Geburtsurkunde sprechen, nach der Vaterschaftsanerkennung dürfte der Eintrag um den Namen des Vaters ergänzt worden sein.
Wenn die Vaterschaft anerkannt wurde, ist er rechtlich Ihr Vater mit allen Rechten und Pflichten, einschl. Erbrecht, aber auch Unterhaltspflicht ihm gegenüber.
Am 02.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ja, ich meine die 1. Urkunde. Ich habe eine Geburtsurkunde noch von der DDR-nur mit dem namen meiner Mutter und mein Bruder eine BRD-Geburtsurkunde mit dem Namen meiner Mutter. Weitere Geburtsurkunden haben wir nicht. Es existiert lediglich noch zusätzlich die Vaterschaftsanerkennung. Es bestand über die Jahre Beistandschaft über das Jugendamt und es gibt auch Unterhaltstitel. Aber das ist eine andere "Geschichte". Es geht uns nur darum, ob uns ohne Namen des Vaters auf der Geburtsurkunde Halbwaisenrente zustehen würde oder, ob wir den Eintrag noch schleunigst nachholen sollten.
Am 06.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Also es geht um folgendes: Meine Eltern haben sich getrennt (waren nicht verheiratet) als ich 10 Monate alt war. Ich wohnte ab da bis zu meinem 19. Lebensjahr bei meiner Mutter. Mein Vater war somit Unterhaltspflichtig. Kam dieser Pflicht aber nie nach. Als ich 7 Jahre alt war, zog mein Vater in die USA, wo er bis heute noch lebt. Als ich 16 Jahre alt war, fing er an mir monatlich 150€ Taschengeld zukommen zu lassen bis letztes Jahr Ende 2010. Meine Frage ist nun. Was kann ich tun, um an mein Unterhalt, welches mir seit 23 Jahren (so alt bin ich jetzt) zusteht zu bekommen? Und muss das bisher bezahlte Taschengeld als Unterhaltszahlung angerechnet werden? Meine Mutter hat mal versucht ihn auf Unterhaltszahlungen zu verklagen, aber da er in den USA lebt, war das irgendwie ein Ding der Unmöglichkeit. Wissen Sie vielleicht einen Rat? Ich kann mir nämlich nicht mehr weiterhelfen? Und ich bräuchte das Geld so dringend. Ich war sehr krank und habe dadurch ein paar Schulden machen müssen, deswegen bin ich auch auf den Unterhalt meines Vaters unbedingt angewiesen. Vielen Dank im Voraus für die evtl. Antwort und Hilfe.
Liebe Grüße
Am 06.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nicht Sie selbst haben ggf Anspruch auf diese Unterhaltsrückstände aus der Zeit Ihrer Minderjährigkeit, sondern Ihre Mutter, die zusätzlich zum geschuldeten Betreuungsunterhalt auch noch den vom Vater zu leistenden Barunterhalt erbracht hat. Ob dieser noch geltend gemacht werden kann hängt davon ab, ob er tituliert wurde und regelmäßig eingefordert worden ist.
Am 06.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Meine Mutter hatte ihn verklagt. Das Urteil war dann mehrere Wochen Aufenthalt in der JVA, wegen nicht geleisteter Unterhaltszahlungen. Einen Titel habe meine Mutter auch darüber. Das Problem bei dem Ganzen ist jetzt nur, dass ich schon 23 (somit längst volljährig) bin und in den USA dies bedeutet, dass ich keine ehemaligen und zukünftigen Unterhaltszahlungen geltend machen kann, so wie ich das jetzt anhand Rückfragen verstanden habe. Was meinen Sie denn? Das Jugendamt meinte, ich könne nichts mehr tun. Außer mich mit einem RA oder einer RAin in Verbindung zu setzen und meinen Vater evtl. zu verklagen.
Liebe Grüße
Am 07.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das klingt eher nach einem Strafurteil, denn nach einem Titel über Unterhaltsansprüche. Wie bereits gesagt, rückständiger Unterhalt aus der Zeit der Minderjährigkeit steht ggf der Mutter zu, nicht Ihnen. Bzgl. zukünftigen Unterhalt müssen Sie Ihren Vater zunächst zur Auskunfterteilung und ggf Unterhaltszahlung auffordern, wenn Ihnen kein Titel vorliegt und können - sofern Ihnen noch Unterhalt zusteht - dann ab diesem Zeitpunkt Unterhalt verlangen.
Am 14.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin 20 Jahre alt und bin in der 12. Klasse. Ich habe meinen Vater auf Zahlung von Unterhalt verklagt und zudem eine Vollstreckung einer Pfändung aus einer älteren Unterhaltsurkunde (damals noch minderjährig) bewirkt. Ab Januar wird nun laut Pfändungstabelle ein minimaler Betrag von höchstens 71,95 Euro überwiesen, wobei sicher noch Anwalts-Gerichts-und Vollstreckungskosten anteilig monatlich abgezogen werden. Der Prozess für den rückständigen laufenden Unterhalt beginnt in ca 1 Monat. Ein Unterhaltstitel wurde beantragt. Da der Vater auf nichts reagiert ist die Aussicht auf Erfolg voraussehbar. Ich habe Beratungs-und Prozesskostenhilfe bewilligt bekommen.Für die Kosten des Gerichtsvollziehers und Vollstreckungskosten musste ich aber erstmal selber aufkommen, die ich dann mit den Pfändungsbeträgen vom Vater zurück bekomme.
Da mein Vater aber nicht einmal den laufenden Unterhalt zahlt, werde ich nach Bewilligung des Unterhalttitels erneut eine Zwangsvollstreckung beantragen. Dazu habe ich 2 Fragen.
Laut Pfändungstabelle ist er für eine Person unterhaltspflichtig und das bin ich, weswegen er auf nur 71,95 Euro pfändbaren Betrag eingestuft wurde. Wenn nun auch der laufende Unterhalt gepfändet wird, wird er dann laut Pfändungstabelle als nichtunterhaltspflichtig eingestuft und somit der monatliche Pfändungbetrag erhöht oder zahlt er weiterhin nur 71,95 Euro, obwohl es um meine Unterhaltspflicht geht? Mein Vater ist schon sehr alt und müßte dann ca 15 Jahre zahlen. Dann wäre er 90 Jahre alt...
Meine 2. Frage wäre: Gibt es Prozesskostenhilfe für die Beträge des Gerichtsvollziehers? Kann man das beantragen?

Vielen Dank

Am 16.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Man kann PKH auch für die Zwangsvollstreckung beantragen. Beim laufenden Unterhalt müßte die Eintragung 0 Unterhaltspflichtige lauten, weil es nur darum geht dem Schuldner das zu belassen, was als lfd. Existenzminimum für ihn seine von ihm Unterhaltenen benötigt wird.
Am 16.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
auf dem PKH-Antragsformular finde ich keine Angaben über die Übernahme der Zwangsvollstreckungskosten. Wo bekomme ich den entsprechenden Antrag dafür? Meine Anwältin kennt sich da leider auch nicht aus.
Am 16.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das PKH Formular sieht überhaupt keine Angaben zur Art des Verfahrens sondern nur zu Ihren persönlichen und finanziellen Verhältnissen vor; es wird für alle Arten von Verfahren verwendet. Sie müssen dem Gericht gesondert darlegen, was Sie an Rechtsverfolgungmaßnahmen beabsichtigen, das kann durch Beilegung eines entsprechenden Antrages zu Gericht, also zB eines Antrages auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses oder eines Gerichtsvollzieherauftrags zu Händen der Gerichtsvollzieherverteilerstelle des Gerichts oder was auch immer an ZV Massnahmen beabsichtigt ist, geschehen.
Ein Anwalt sollte das wissen.

Bearbeitet am 16.12.2011 von

Am 16.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Schönen guten Tag,
auch ich möchte mal was fragen,
ich habe zwei Kinder 8,11 Jahre die bei der Mutter im gemeinsamen Eigenheim leben.
Nach dem ich ausgezogen und die Scheidung durch war, war mein verdienst bei 1100€ wovon ich nach Abzug meiner kosten 100€ an meiner Ex Frau als KU. Im Monat bezahlte und auf Miete verzichtete rund um 350€.
Da ich nicht vollschichtig arbeiten kann aus gesundheitlichen gründen auch nicht mehr leisten kann musste ich meine Arbeit auf 50% verringern mit ärztlichen Attest.
Nun hatte meine Frau nichts besseres zu tun und zum Jugendamt zu laufen und sich nochmals Kindesunterhaltsvorschuss zu erschleichen und siehe da! Sie bekam ihn auch. Und ich Post vom Jugendamt zur Berechnung meines einkommen zwecks KU.. Was ja auch in Ordnung ist ich habe und werde auch immer alles offen legen und bin mit dem JuA. Immer klar gekommen... mal musste ich 180€ bezahlen mal weniger je nach Gehhaltslage. Durch meine Krankheit habe ich nun nur noch 840€ plus eine kleine Rente von 235€ (anerkannte Berufskrankheit.) Wenn meine ex Frau mir die miete für mein halbes haus zahlen würde könnte ich ja auch mehr Unterhalt zahlen aber sie droht nun mich zu verklagen um mich zu ruinieren.. Ihre Worte.
Nun hatte ich Anfang 2011 eine Übehrzahlung von der Krankenkasse und ich habe mit dem JuA neu verhandelt und es ist rausgekommen das ich bis zur Tilgung Anfang 2012 nichts zahlen muss. Könnte ich auch nicht... das nun zu meiner Situation.

Meine frage besteht darin:

Also, ich bekomme 1075€ Gehalt,
mein Selbstbehalt liegt bei 950€ plus arbeitspauschale 55€. Ich müsste also 65€ KU bezahlen.

Wenn ich der Zahlung immer nachkomme wann bin ich das Jugendamt wieder los?

Und ist es rechtens das meine EX Frau trotz Arbeitsverdienst 1300€ plus Kindergeld 368€ plus einbehaltene miete ca.350€ plus mein Kindesunterhalt von 65€, trotzdem noch Unterhaltsvorschuss von ca.360€ bekommen darf.

Auch wenn ich die Miete bekommen würde, würde nicht mehr Kindessunterhalt dabei rauskommen, da ich ja auch die Tilgung meiner Hausschulden bezahlen müsste und Rücklagen für Instandhaltung und Versicherung bereithalten müsste.

Ich hoffe sie können meiner Zusammenstellung folgen.

Mit freundlichen Grüßen Papa Carsten

Am 16.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
ja das dachte ich auch, dass ein Anwalt(in) es wissen muss-auch viele andere Dinge, wie Unterhaltsberechnung und Selbstbehaltbeträge, die nicht gewußt worden waren oder falsch berechnet wurden und an das Gericht gesendet wurden. Gut, dass es Internet gibt....Auch steht der pfändbare Unterhalt aus minderjährigen Jahren meiner Mutter zu und nicht mir. Manchmal hab ich mich echt gefragt, wer hier wen berät.....
Vielen Dank für den Hinweis, werde ich mit meiner Anwältin besprechen.
Am 19.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das JA zahlt UVG maximal bis zum 12. Lebensjahr, aber dann sind Sie zwar das JA "los", aber werden dann wieder direkt auf Unterhalt für Ihre Kinder in Anspruch genommen werden.
Am 22.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,

ich beziehe seid 2009 ALG2 unterstützend für mich und meinen Sohn. Im ersten Jahr hat es nur sehr leidlich mit den Unterhaltszahlungen durch den Vater meies Sohnes geklappt. Wir hatten uns auf einen Betrag von 206 € geeinigt. Im Dezember 2010 musste ich mir eingestehen das ich es nervlich nicht mehr schaffe dem Geld hinterherzurennen und habe über die ARGE auch Unterhaltsvorschuss beantragt.

Heraus kam das er um einiges mehr zahlen kann wie er mir angegeben hatte und seidher erhalte ich den Unterhalt über die ARGE. Nun häufen sich seid jedoch immer mehr Fehler in der Berechnung des ALG2, auch das ich seid Antrag Unterhalt nicht mehr weiß was der Vater nun definitiv zahlen muss.

Ich habe bereits mehrere Widersprüche in den letzten Jahren und einen Überprüfungsantrag gestellt die alle erfolgreich waren. Nun wollte ich wissen, wie das mit dem Unterhalt durch die ARGE läuft und musste sehr penetrant bei der Dame durchklingeln und nachhaken. Vor einem Monat habe ich nun ein Schreiben zur Berechnung des Unterhaltes meines Sohnes erhalten.

Leider kann oder soll da ein normalsterblicher nicht durchblicken. Der Unterhalt wird doch normal von der DDT berechnet und dann halbes Kindergeld. Dann wird gerechnet was mein Sohn an Bedarf hat (Miete und Regelsatz) davon hat die ARGE den Betrag von 131 € Kindergeld abgezogen.
Muss ich das verstehen? Somit hat mein Sohn in der Bedarfsgemeinschaft ein Einkommen von Kindergeld 184 € und nochmal bei der Berechnung zum Unterhalt ein Einkommen von 131 €???

Da steh ich doch echt im Wald? Er hat einen Bedarf lt. Unterhaltsschreiben von 552 €(Miete und Regelsatz) abzüglich diesem ominösen BEtrag Kindergeld 131 € ergibt 421 € als Einkommen.
Zum Schluss steht da noch was von Forderung anspruch BA 196 € und Anspruch KT 225 € was ich nicht verstehe und ein seltsamer Betrag: vorgeleisteter Kindergeldanteil an andere (frag mich wer, denn ich oder mein Sohn bekommen den nicht) 53 €.

Blicken Sie da noch durch? Ich habe in fast 3 Jahren Bezug durchs Amt einen Ordner der sicher 10 cm dick ist...eigentlich sollten es 6 Bescheide sein.

Einen Beratungsschein wollte man mir 2010 nicht geben da ich nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hätte um den unterhalt einzutreiben.

Danke fürs viele Lesen

Am 23.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wie Sie selbst sagen füllen Unterhaltsberechnung und die Verrechnung auf Ansprüche auf ALG II bereits einen Aktenordner von 10cm. Ohne jede Kenntnis der Bescheide, Einkommensnachweise oder sonstigen Belege kann ich daher sinnvollerweise keine Aussage zu der Richtigkeit der Berechnungen machen.
Am 27.12.2011 schrieb (anonym) folgendes:
ich habe bisher für ein uneheliches kind mon. 362€ unterhalt gezahlt,habe das geld ans jugendamt gezahlt,dieses hat es dann weiter an das kind transferiert.
nun ist das kind seit august 18,geht noch zur schule und lebt bei der mutter und ihrem ehemann die beide sehr gute einkünfte haben.
als das kind 18 j. wurde habe ich einen brief vom jugendamt erhalten wonach das kind hilfe vom jugendamt in anspruch nehmen würde um den unterhalt neu berechnen zu lassen und somit diesen weiterhin zu beziehen.
ich habe dem jugendamt alles zukommen lassen (lohnnachweise,steuerbescheide etc),seitdem sind fast 4 mon. vergangen und ich habe von keinem mehr etwas gehört.
muss ich mich jetzt beim jugendamt melden oder soll ich abwarten,kann es sein dass das kind kein unterhalt mehr möchte?
Am 27.12.2011 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das ist eher unwahrscheinlich. Ich würde mich schleunigst beim JA melden, darauf hinweisen, daß seit Volljährigkeit beide Eltern unterhaltspflichtig sind und unter Fristsetzung von 14 Tagen die Vorlage der Einkommensnachweise der Mutter verlangen, um den Unterhaltsanspruch überprüfen und neu berechnen zu können. Wenn die Mutter über ein gutes Einkommen verfügt dürften Sie bei der Neuberechnung wahrscheinlich entlastet werden.

Bearbeitet am 27.12.2011 von

Am 02.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin seit 2007 von meinbem noch Ehemann getrent.Nach dem ich mit meinem Sohn (jetzt 11 Jahre)das Frauenhaus verlassen habe leben wir vom Harz IV. Mein noch wer zwieschenzeitlich selbständig und ich habe ein Titel für Uterhalt für mein Sohn erwirkt.Er besietzt zur zeit 2 Autos und lebt in Neue Familie,kann ich ihm die Autos pfenden lassen es sind seine und ich bin im Besitz von den beiden Autobriefen.Er hat bis dato noch nicht einmal Únterhalt bezahlt und erzählt mir immer wieder das er schulden hat und muss die Autos verkaufen um die Schulden zu bezahlen und Unterhalt interesiert ihn gar nicht.
Mfg
Am 02.01.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie einen Unterhaltstitel haben kann grds die Zwangsvollstreckung in das gesamte Vermögen des Unterhaltssäumigen erfolgen.
Am 07.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Der Vater meiner Kinder (volljährig, in Ausbildung) wurde nun einen Betreuer (Anwalt) benannt, der seine Finanzen verwaltet (Öffnen und Bearbeiten von Briefen, Behördengänge und Vertretung bei gerichtlich und außergerichtlichen Angelegenheiten. Er ist mit Unterhaltszahlungen weit im Rückstand. Ein Prozesstermin steht bereits lange fest. Hierzu habe ich Fragen. Darf der benannte Anwalt alle Briefe (auch private) ohne seine Zustimmung öffnen? Sind ihm nun alle Rechte genommen worden? Hat er Mitspracherecht oder kann der Anwalt auch ohne seine Zustimmung handeln? An wen senden meine Kinder nun den Teil des Bafög-Antrages, die Eltern ausfüllen müssen oder sonstige finanzelle Angelegenheiten? Direkt an den Anwalt oder an den Vater?
Er ist über 70 Jahre alt und ich schätze ihn nicht als Demenz ein-eher nachlässig. Das war er vor 20 Jahren auch schon. Er ist im betreutem Wohnen untergebracht und hatte sich gegen die Betreuung durch den Anwalt entschieden, weswegen es über das Amtsgericht über seinen Kopf hinweg entschieden wurde.
Am 09.01.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da der Betreuer auch die Zuständigkeit für den Briefverkehr ebenso hat wäre es am sinnvollsten, die Briefe direkt an den Betreuer zu senden; dieser wird sie dann bearbeiten.
Am 31.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hey . Ich bin 21 Jahre alt und mein Vater lebt in Polen. Er ist weg seit ich ca. 2 Jahre alt bin und seitdem zog meine Ma mich alleine groß. Sie hat weder unterhalt für mich von ihm bekommen, noch unterhaltszuschüsse-/vorschüsse.

das jugendamt damals sagte:,, jaa, aufgrund dessen, dass ihr vater in polen lebt, wissen wir nich den genauen wohnort. da müssen sie dann zur polnischen botschaft und zusehen, dass sie den wohnsitz rausbekommen."

HAHA, wie lustig!!!

Naja, die Zeit verstreicht und ich will ihn nich ganz ungeschoren davon kommen lassen, da er den kontakt auch zu mir garnich will..

Weder über Facebook, noch persönlich.

Kann mir jemand helfen?

Am 31.01.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob derzeit ein Unterhaltsanspruch besteht, ist aufgrund Ihrer Angaben nicht feststellbar. Grds. aber benötigen Sie um von jemanden Unterhalt fordern zu können oder diesen gerichtlich geltend machen zu können - das ist keine speziell deutsche Rechtsvorschrift, sondern in anderen Ländern auch so - dessen komplette Anschrift, denn die Aufforderung zur Unterhaltszahlung bzw. Klage muß demjenigen ja zugestellt werden. Zwar gibt es bestimmte Ausnahmefälle, in denen eine öffentliche Zustellung einer Klage erfolgen kann, dies bringt Sie Ihrem Unterhalt jedoch noch nicht viel näher. Sie mögen dann ein Urteil haben, spätestens wenn es aber darum geht, dieses auch zu vollstrecken, also den Gerichtsvollzieher in Marsch zu setzen, damit der das Ihnen zustehende Geld pfändet, benötigt dieser die Anschrift, wo er den Schuldner finden und vollstrecken kann.
Am 31.01.2012 schrieb (anonym) folgendes:
ich bin bis vor meinem 20ten geburtstag noch zur schule gegangen um mein abitur zu machen.

Ich war ein Jahr danach unterwegs, bisschen rumgejobbt und will jz im Sommer eine Ausbildung anfangen.

Aber, wenn es so einfach is, und man sich nur ins Ausland absetzten brauch um den unangenehmen dingen aus dem weg zugehen, die ein kind mit sich trägt, dann macht es eigentlich garkeinen sinn, überhaupt irgendwie in dem Punkte ,,Vater/Unterhalt" mich weiter schlau zumachen...

Aber vielen Dank trotzdem =)

Am 31.01.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie derzeit weder eine Schul- noch Berufsausbildung machen, dann dürfte aktuell auch kein Unterhaltsanspruch bestehen.
Es liegt im übrigen auch nicht am "Absetzen ins Ausland", dasselbe Problem können Sie auch innerhalb Deutschlands haben, spätestens bei der Vollstreckung Ihres Unterhaltsanspruchs müssen Sie den Gerichtsvollzieher ja irgendwohin schicken, damit er pfändet.
Am 01.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Entschuldigung ich habe eine Frage vergessen.
Es wurde auch PKH-Antrag bei gericht gestellt von meiner Ex. Kann es trotzdem sein, das ich ihren Anwalt bezahlen soll?? (ein guter bekannter hat nach so einem verfahren eine rechnung vom anwalt seiner Ex bekommen und musste die bezahlen, obwohl der Pkh bewilligt war) Und was soll ich machen wenn ich die gar nicht bezahlen kann??

Vielen vielen Dank für Ihre Antwort

Am 01.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
PKH bedeutet nur, daß einer armen Partei durch staatliche Unterstützung zunächst die Führung eines möglicherweise erfolgreichen Prozesses ermöglicht wird. Es wird dadurch aber niemanden das Prozessrisiko, dh das Risiko den Prozess zu verlieren und deswegen alle Kosten tragen zu müssen, abgenommen. Verlieren Sie den Prozess und werden Sie daher verurteilt die Kosten zu tragen, so müssen Sie völlig unabhängig von der PKH Gewährung für die Gegenseite bezahlen.
Am 01.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich muss dann ja selber auch einen Antrag auf Verfahrenskostenhilfe stellen, da ich nicht über die Finanzen verfüge mir einen Anwalt zu nehmen. Wie verhält sich das dann? Nimmt das Gericht Rücksicht darauf, dass ich hier auch eine Familie zu ernähren muss - mit 3 kleinen Kindern?
Am 01.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei der Prüfung Ihres VKH Antrages werden zum einen die Aussicht auf Erfolg, zum anderen die Bedürftigkeit geprüft. Letztere richtet sich ua nach Einkommen, Vermögen, Unterhalts- und sonstigen Verpflichtungen, Wohnkosten. Bei den Unterhaltsverpflichtungen für Ihre Kinder kommt es nicht darauf an, aus welcher Ehe/Beziehung diese stammen.
Am 07.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Sohn 20 Jahre alt, gilt als previligiertes Kind-macht gerade sein Fachabitur. Sein Vater muss nun 304 Euro nach Düsseldorfer Tabelle zahlen. Unterhaltstitel wurde gerichtlich eingefordert. Nun endet sein Abitur im Juni. Im September möchte er ein Studium beginnen. Da man sich erst nach dem Endjahreszeugnis einschreiben lassen kann, kann auch nicht nachgewiesen werden, dass er dies wirklich beginnt.
Für 2 Monate hätte er dann keinen Unterhalt. Nun habe ich gehört, dass auch Unterhalt bis zu 4 Monaten weitergezahlt werden muss, bis das Kind selbsständig in der Lage ist sich zu versorgen. Stimmt das denn? Ich verdiene 1160 Euro und habe dann 2 studierende Söhne. Vorraussichtlich werden beide das volle Bafög bekommen und der Vater muss somit auch keinen Unterhalt mehr zahlen. Mir geht es nur um diese 2 Monate. Ab Juni endet der Unterhaltstitel, da er nicht mehr als previligiert gilt.

Dankeschön

Am 07.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
In der Übergangszeit zwischen Abitur und unmittelbar anschließendem Studium besteht die Unterhaltspflicht der Eltern fort. Allerdings ist das Kind nicht mehr privilegiert, so daß der normale Selbstbehalt für die Eltern gilt, was bei geringem Einkommen der Eltern zur Folge haben kann, daß diese nicht oder nicht vollständig leistungsfähig sind.
Am 07.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
lieben Dank für die Antwort. Der Vater hat ein Einkommen von 1550 Euro Netto (Rente). Wenn ich richtig gelesen habe wäre dann sein Selbstbehalt bei 1150 Euro, so dass 400 Euro übrig bleiben würden. Ist es richtig, dass er dann nach der Düsseldorfer Tabelle 304 Euro zahlen müßte,damit ihm nicht die ganze Last aufgebürgt wird?
Wie stelle ich das dann an? Muss da ein neues Verfahren laufen? Es ist noch ein 2. Termin in den nächsten Tagen einberaumt worden, wegen einer Kleinigkeit. Noch ist der Unterhaltstitel nicht gültig und nicht begrenzt worden. Die Anwältin ist aber der Meinung, dass diese Regelung nur für Minderjährige gilt, was ich erstmal nicht glauben kann, da die meisten Lehrstellen über das 18. Lebensjahr hinauslaufen. Leider ist mein Sohn auch nicht zum Prozess geladen (er könnte eh nichts dazu sagen). In den 2 Monaten ist er aber auch nicht previligiert. Die Höhe des Unterhalts wäre, wenn ich Recht hätte, das Gleiche. Muss wegen den 2 Monaten ein neues Verfahren laufen? Mit dem Vater kann sich auch nicht geeinigt werden, da er keinen Kontakt zu uns hat, sich in allem verweigert und nun auch noch ganz frisch einen Betreuer (Anwalt) zugeteilt bekommen hat, der seine Finanzen/Vermögen verwaltet und ihn gerichtlich und außergerichtlich vertritt. Zum Prozesstermin ist er aber leider nicht erschienen.
Am 08.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ihr Sohn ist mit 20 Jahren längst volljährig, Sie können daher gar nichts in die Wege leiten oder ihn vor Gericht vertreten, das muß ggf. Ihr Sohn selbst tun. Als erstes müßte die Unklarheit bzgl des Titels (läuft dieser über 18 Jahre hinaus oder nicht) geklärt werden, erst dann muß je nach Ergenis weiter gehandelt werden oder nicht.
Am 12.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
das haben Sie jetzt nicht richtig verstanden. Natürlich ist der Unterhaltstitel mit 18 ausgelaufen.Wir hatten auch Beistandschaft v. Jugendamt. Deshalb hat mein Sohn (natürlich nicht ich-aber die Anwältin arbeitet nur mit mir zusammen) seinen Vater auf Unterhalt verklagt und ein neuer Titel wurde inzwischen unbegrenzt erwirkt dh. bis mein Sohn sein Studium beginnt und selbst BaföG bekommt.
Meine Frage war lediglich, wie es sich gesetzlich verhält, wenn ein volljähriges Kind sein Abitur oder seine Lehre beendet hat, ob der Vater dann noch für längstens weitere 4 Monate weiterzahlen muss, bis das volljährige Kind auf eigenen finanzellen Beinen steht. Meine Anwältin war eben anderer Meinung als ich und meinte, dass die Zahlung mit Beendigung des Abiturs endet. Das Gericht anscheinend ja nicht. Denn der Titel ist unbegrenzt bescheinigt. Die Anwältin meinte aber, dass es nur an der guten Laune des Staatsanwaltes lag. Mich würde es aber dennoch interessieren, da wir noch so einen "Fall" in der Familie haben.

Vielen Dank

Am 12.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Nachtrag:
Mein Sohn muss also, obwohl nach dem Abitur nicht mehr priviligiert nichts mehr in die Wege leiten? Der Unterhaltstitel ist unbegrenzt. Auf eine neue Unterhaltsberechnung wegen 2 Monaten würden wir (mein Sohn) verzichten. Muss der Vater nun nach Unterhaltstabelle zahlen (hat noch 400 Euro über dem Selbstbehalt), wenn Mutter unter dem Selbstbehalt liegt?
Am 13.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Vater muß den titulierten Unterhalt bezahlen solange ein gültiger Titel vorliegt.
Am 13.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo

Meine Frau hat sich vor ein paar Wochen von mir getrennt, wir haben 2 Töchter unter 5 Jahren und mein Nettoeinkommen liegt unter der 1500€ Marke der DT.
Folgendes Problem:
Mein Anwalt und mein Steuerberater treffen gerade unterschiedliche Aussagen zu meiner Scheidung.
Laut Aussage meiner Anwältin habe ich 950€ Selbsterhalt und abzüglich irgendwelcher Kosten müsste ich nur 190€ Unterhalt für meine Kinder zahlen, da ich nicht zahlungsfähig wäre.
Ich besitze aber ein Mehrfamilienhaus, indem meine Eltern mit einem Wohnrecht eingetragen sind. Dieses Haus hatte ich auch schon vor unserer Ehe. Jetzt habe ich Angst, dass wenn ich nicht den vollen angeforderten Betrag der Gegenpartei zahle, dieses Haus verpfändet wird.
Besser gesagt auch meine Eltern haben Angst.
Wie sieht es da aus, wenn meine Eltern mich finanziell unterstützen und ich den geforderten Betrag für die Kinder aufbringen kann, jedoch nicht den für die Ehefrau? Will ja den Kinderunterhalt zahlen!
Wird auch dann gepfändet, wenn die Ehefrau ihren Unterhalt nicht bekommt?
Oder bleiben die Schulden dann irgendwo stehen und ich muss das Geld für meine Frau später zahlen, wenn das Haus abbezahlt ist?

Wie gesagt, mein Steuerberater und meine Anwältin sind da leider geteilter Meinung und ich weiß gerade nicht wem ich glauben schenken soll!

Danke für Ihre Mühe....

Am 13.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das läßt sich so pauschal nicht sagen, gegenüber einem minderjährigen Kind besteht eine verschärfte Unterhaltspflicht. Bei einem MFH müßten zusätzliche Mieteinnahmen geklärt werden, da Ihre Eltern wohl nur 1 Whg bewohnen. Wenn Sie selbst dort wohnen, muß des weiteren ein möglicher Wohnvorteil geklärt werden.
Am 13.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
...selbst wenn wir ein Wohnvorteil einbeziehen, will die Gegenseite noch immer mehr Geld als ich zahlen kann. Ich zahle ja alles was ich über 950€ verdiene, jedoch wüsste ich gerne, ob meine Leistung von ca 500€ reicht, damit mein Haus nicht gepfändet wird. Meine Frau verlangt 750€ und ich kann max 500€ zahlen. Bleiben die 250€ dann irgendwo stehen und ich muss die zahlen, sobald ich das Haus abbezahlt habe oder verfällt die Summe?
Am 14.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie unterhaltspflichtig sind, kann mit Titel zur Beitreibung der Forderung in das gesamte Vermögen vollstreckt werden; soweit Sie dagegen leistungsunfähig sind, sind Sie nicht unterhaltspflichtig und es "läuft auch nichts auf".
In welcher Höhe genau Sie unterhaltspflichtig oder leistungsunfähig sind, kann nur durch eine konkrete Unterhaltsberechnung geklärt werden; dies ist wegen der Notwendigkeit der Sichtung und Prüfung einer Vielzahl von Angaben und Belegen hier im forum nicht möglich.
Am 20.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Kind erhält Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt. Der Vater erhält Sozialleistungen und kann somit angeblich nicht zahlen. Jetzt habe ich aber erfahren, dass seine Unterhaltsschulden beim Jugendamt monatlich bezahlt werden. Seine Mutter zahlt diese für ihn. Das Jugendamt sagt aus, dass es mich nichts angeht wenn er seine Schulden abträgt. Aber was ist mit meiner Tochter, Hat diese nicht Vorrang? Oder ist erst das Jugendamt mit seinen Ansprüchen dran?
Am 20.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das JA macht aus übergeleitetem Recht die Beträge UVG, die es monatlich zahlt, beim Vater geltend. Zunächst muß der Vater dies also bezahlen; nur wenn er mehr leisten könnte, können Sie diese Beträge (dann selbst) bei ihm geltend machen.
Am 22.02.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin seit 2007 geschieden,wir haben mit meinen ex 3 gemeinsame Kinder,die leben bei ihm in Haushalt.Ich habe nach dem Scheidung nie mehr aus Gesundheitlichen Gründen Arbeiten Können.Seit 2010 bin ich neu Verheiratet,so mit sorgt mein neuen Mann für mich.Ich habe da aber folgendes Problem mein ex Mann klagt jetzt wegen Unterhalt für die Kinder,wie ist das wenn ich selber nichts besize muss ich trozdem zahlen.
Danke für die hilfe.
Am 23.02.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das kommt darauf an, ob Sie aufgrund der gesundheitlichen Gründe nachweislich vollständig leistungsunfähig sind. Auch dann kann ggf noch der Taschengeldanapruch gegen den Ehemann für den Unterhalt berücksichtigt werden.
Am 02.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,
folgendes.Ich bin seit dem letztem Jahr Verheiratet,davor bekam ich für meine 3 Kinder Unterhaltvorschuss.Nun ist es so das der UVS weg gefallen ist.Mein Ex zahlt nicht.Er hat keine Arbeit und lebt von Hatz4.Er wird also auch keinen Unterhalt zahlen können.Ich selber habe garkein Einkommen.Was kann ich nun tun,damit meine Kinder zu ihrem recht kommen?
Am 05.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Möglicherweise könnten Sie noch eine Haftung der Grosseltern prüfen lassen.
Am 07.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Ex-Freund ist bei seinem Vater angestellt und hat sich bereits bei der Geburt unseres Sohnes mit dem Lohn herunter setzen lassen. Er verdient auf dem Papier somit nur 900 Euro netto bekommt aber von seinem Vater wesentlich mehr auf die Hand ausbezahlt. Er beruft sich immer auf seine Lohnzettel und zahlt auch keinen Unterhalt. Kann das Gericht von ihm verlangen, dass er die Arbeitsstelle wechselt um so seinen Unterhaltsverpflichtungen nachzukommen? Was ist wenn er sich weigert eine andere Arbeit anzunehmen? Desweiteren müßte es dem Gericht doch spanisch verkommen das er nur so wenig als Fernfahrer verdient oder?
Vielen Dank für die Hilfe
Am 07.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Beim Unterhalt für ein minderjähriges Kind unterliegt der Vater der verschärften Erwerbsobliegenheit. Wenn es sich im väterlichen Betrieb um einen für den erlernten Beruf ungewöhnlich niedrigen Lohn handelt, kann vom Unterhaltspflichtigen auch verlangt werden, sich um eine andere, besser bezahlte Arbeit zu bemühen.
Wenn Sie vermuten, daß Absprachen mit dem Vater/Arbeitgeber bestehen, weisen Sie diesen (ggf durch Anwaltschreiben)darauf hin, daß bei Leistungsunfähigkeit des Sohnes die Großeltern ersatzweise in Haftung für den Unterhalt seines Enkels in Anspruch genommen werden können, also er selbst anstelle seines aufgrund des niedrigen Gehalts leistungsunfähigen Sohnes für den Enkel aufkommen müßte. Häufig findet sich dann eine Regelung, daß zumindest der Mindestunterhalt für das Kind bezahlt wird.
Am 10.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Sohn (19)fand bis jetzt keine Lehrstelle,ist aber bei der Jobbörse als Auszubildsuchend gemeldet.Hat dann bei einer Firma, ein Qualifikationsvertrag bekommen.Sein Vater wollte dann kein Unterhalt mehr zahlen,mein Sohn ist dann im Dezember 2011 zum Anwalt gegangen, es wurde alles augerechnt, aber er hat bis jetzt kein Unterhalt bekommen. Leider hat mein Sohn diese Arbeit wieder verloren. Und nun meine Frage, muß sein Vater wieder Unterhalt zahlen?
Am 12.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob weiterhin eine Unterhaltsverpflichtung besteht kommt auf seinen bisherigen Werdegang sowie die Gründe für den Verlust der Ausbildungsstelle an.
Am 19.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo
Der Vater meiner Tochter (14)Hat diesen Monat das zahlen des Unterhaltsgeldes einestellt,ohne Vorwarnung.Ich bekomme momentan Hartz 4 und bin auf das Geld angewiesen.Er arbeitet weiterhin,aber meint,das das Geld nur meiner Tochter zur freien Verfügung zusteht,vom Amt wird es aber als Einkommen gerechnet.Was kann ich tun?Ich habe noch 20 Euro in der Tasche für die nächsten 2 Wochen,kann er das einfach so machen?
Am 19.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie sollten die Zahlungseinstellung sofort dem Amt mitteilen, damit eine Neuberechnung ohne Anrechnung des Unterhalts erfolgen kann. Wenn Sie einen Titel über den KU haben, können Sie die Zwangsvollstreckung zur Beitreibung des Unterhalts einleiten; andernfalls müssen Sie erst einen Titel gegen ihn vor Gericht erwirken.
Am 20.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo ich habe 2 Kinder 10 + 15 Jahre.
Nach der Trennung ist die älteste Tochter beim Vater geblieben die kleine ist bei mir geblieben .
Ich konnte für die große Tochter kein Unterhalt zahlen aber mein Ex Mann musste 270€(Titel) für unsere jüngste Tochter bezahlen . Vor Gericht wurde ihm es angerechnet das er für die älteste Tochter kein Unterhalt bekommt . Nun lebt meine große Tochter seid Monaten wieder bei mir er hat von sich den Unterhalt auf 400€ für beide gestockt . Heisst er bezahlt für unsere älteste(15 Jahre) 130€ und für die kleine(10Jahre) 270€ worüber ich ein Titel habe .
Laut informationen ist er mit seiner Lohnsteuerklasse auf 5 gegangen (er ist neu verheiratet) seine neue Frau hat eine selbstständige Tätigkeit und arbeitet noch Vollzeit . Eigentlich müsste er doch für unsere älteste Tochter mehr bezahlen ?Was ist wenn er plötzlich die Zahlung einstellt dann kann ich doch nur die 270€ einfordern oder ?
Wäre es sinnvoll den Unterhalt über einen Anwalt neu berechnen zulassen ?
Am 21.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es wäre sicher sinnvoll, die Unterhaltsbeträge auf Basis aktueller Einkünfte überprüfen und neu berechnen zu lassen. Da die Ehefrau selbständig ist besteht auch kein nachvollziehbarer Grund für die Abänderung auf Steuerklasse 5.
Am 21.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Diese Selbstständigkeit die seine Frau hat übt er aus laut meiner ältesten Tochter hat er das so gemacht damit er für die jüngste nicht soviel bezahlen muss mir war bekannt das es diese Selbstständigkeit gibt nur ohne Mittel war es mir nicht möglich dies aufzudecken nun hat meine älteste Tochter dies zugegeben das er dies ausübt und es auf den Namen seiner Frau läuft weil er für die jüngste Tochter nicht soviel bezahlen wollte nun hab ich ausser die Aussage meiner Tochter keine weiteren Beweise in der Hand .
Auf Deutsch seine Frau die Vollzeit arbeiten geht und noch seine Selbständigkeit trägt hat er sein Einkommen auf die Lohnsteuerklasse 5 gesetzt damit sie am Ende mehr im Geldbeutel haben .
Autos und Haus läuft auf den Namen seiner Frau .
Ich habe Angst das es bei einer Neuberechnung schlecht für uns aussieht wie man erkennen kann ist es ein Mann der jeden Weg geht um am besten nichts zu bezahlen ...

Am 21.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo...
ich habe mit meinem Ex-Mann ein Kind das mittlerweile 11 Jahre alt ist. Zuerst hat er den Unterhalt unregelmäßig bezahlt und auch die Besuchstermine unregelmäßig wahrgenommen. Seit 2003 hatte er keinen Unterhalt gezahlt und auch keine Besuchstermine mehr wahrgenommen. Ich habe daraufhin eine Kontopfändung veranlasst (durch den Anwalt, ich habe einen Titel) und im Sommer 2005 habe ich den bis dahin rückständigen Unterhalt durch die Kontopfändung bekommen. Seit dem ist kein Unterhalt mehr überwiesen worden. Mittlerweile ist er in eine andere Stadt gezogen, ohne mir die Adresse oder neue Telefonnummer mitzuteilen. Ich habe gehört das er auch wieder neu verheiratet ist und 3 weitere Kinder haben soll.
Meine Fragen wären: kann ich den Unterhalt mit dem Titel per Gerichtsvollzieher einfordern (für den gesamten rückständigen Zeitraum) und wie wäre die Chance auf das alleinige Sorgerecht. Zum jetztigen Zeitpunkt besteht immer noch das gemeinsame Sorgerecht.
Vielen Dank für Ihre Antwort
Am 21.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Nichtzahlung von Unterhalt, insbesondere aufgrund von eingeschränkter Leistungsfähigkeit bei 4 Kindern, sowie die Nichtwahrnehmung des Umgangsrechts, insbesondere bei entfernterem Wohnort, haben nicht zwangsläufig Auswirkungen auf das Sorgerecht. Nur in Einzelfällen kann damit allein das Alleinsorgerecht erreicht werden.
Sie können versuchen den rückständigen Unterhalt zu vollstrecken, allerdings könnte dann, wenn Sie sich seit 2005 nicht um die Beitreibung des Unterhalts gekümmert haben, Ihnen möglicherweise Verwirkung entgegengehalten werden.
Am 21.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn der Vater bei seiner Frau angestellt ist wird man die Angemessenheit der Entlohnung überprüfen, wenn er er anderweitig üblicherweise mehr verdienen würde, wird man eine Obliegenheit zum Wechsel annehmen können. Außerdem wäre der Wohnvorteil zu berücksichtigen und könnte auch ggf sein Selbstbehalt gekürzt werden, um zumindest den Mindestunterhalt sicherzustellen.
Am 21.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Was ist wenn er dort garnicht angemeldet ist ?
Glaube kaum das er dort angestellt ist .
Würde die Aussage unserer Tochter ausreichen das er dies ausübt ?
Am 22.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Er ist verpflichtet Auskunft zu erteilen über sein Einkommen und Belege vorzulegen, nicht Sie sind verpflichtet Nachforschungen zu erheben.
Am 26.03.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein ExMann hat bis jetzt immer pünklich sein Unterhalt bezahlt 270€ für unsere kleine Tochter worüber ich ein Titel habe für unsere große wurde noch nichts berechnet er hat von sich aus den Unterhalt für beide Kinder auf 400€ gesetzt was passiert wenn er einfach die Unterhaltszahlung einstellt ... kann ich nur die 270€ einklagen bzw. Pfänden lassen und was ist mit meiner ältesten Tochter ? Bis zur einer Gerichtsverhandlung dauert es Monate ich hoffe zwar nicht das er die Zahlung einstellt aber wenn hab ich ein wirklich großes Problem da das Jugendamt nichts mehr bezahlt da sie schon 15 Jahre ist wer würde bis zur Feststellung des Unterhalt einer Mutter helfen ? Oder ziehen die Gerichte sowas vor ?
Am 26.03.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Pfänden können Sie nur, was tituliert ist, dh für die ältere Tochter müßte erst ein Titel errichtet werden, entweder freiwillig und schnell beim Jugendamt oder aber bei Weigerung vor Gericht. Das Gerichtsverfahren dauert einige Monate, allerdings muß der Unterhaltsverpflichtete dann dort zusätzluch Verfahrenskosten zahlen, wenn er zum Unterhalt verurteilt wird, das kann ein Anreiz sein, freiwillig den Titel zu errichten.
Am 02.04.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Wann gerät der Vater in Verzug wielange muss ich warten bis ich den Unterhalt Pfänden lassen kann ? Muss man den Vater vorerst Anmahnen ?
Am 04.04.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn im Unterhaltstitel zB "zum 1. eines jeden Monats steht", ist der Vater bei fehlendem Zahlungseingang am 2. im Verzug; einer gesonderten Mahnung bedarf es nicht, da der Unterhaltspflichtige ja durch den Titel bereits ganz genau weiss, bis wann er zahlen muß.
Am 11.04.2012 schrieb (anonym) folgendes:
was ist wenn der Vater Unterhalt bezahlt c.a Euro für zwei kinder aber noch selber mit Pkw zur arbeit fährt und kosten in Monat von 250 Euro hat bei einen Gehalt von 1.300 Euro .
Am 12.04.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wo genau liegt das Problem, nach Ihren Angaben zahlt der Vater den Kindesunterhalt?
Am 21.05.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,

ich bin 20 Jahre und in der Ausbildung. Verdiene nicht schlecht. - 523 Netto. Fahrkarte zur Schule schon abgezogen.
So nun muss ich ausziehen, weil meine Mutter wegzieht und der Weg einfach zu lang wäre zur Arbeit. So abzüglich allen Kosten bin ich bei 75€, die ich zur Verfügung hätte für Kleidung, Benzin und zum feiern o.Ä. Zu wenig, finde ich. Kindergeld hab ich da bereits mit einbezogen.
Ich hätte Anspruch auf 216€ Unterhalt und 184 KiGe. Geld von meiner Mutter möchte ich nicht. Mein Vater ging damals weg und wollte nie Kontakt zu mir. Er bedeutet mir nichts und soll zahlen.
Soweit Mama mir erzählt hat lebt der gute nicht schlecht und er arbeitet auf'm Bau. Den Unterhalt von 216€ hat er trotzdem zu Zahlen.
Nun zahlt er aber oft nie oder sehr unregelmäßig. Geld was ich aber zum Leben bräuchte. Was kann ich tun?
Ich hab mal was gelesen, dass man zum Amt geht und sich einen unterhaltsvorschuss geben kann und der Staat sich das von dem Papa wiederholt. War leider nur kurz im Zug und finde die Seite nicht wieder. Auf erneutem suchen kam ich dann nur darauf, dass man sich bis 12 Jahre einen geben lassen kann.
Ich bin mir aber relativ sicher, dass der spezifisch für die Ausbildung war.
Gib's sonst noch irgendwelche Möglichkeiten als Azubi an Geld zu bekommen?

MfG

Am 21.05.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Unterhaltsvorschuss wird nur für Kinder bis 12 Jahre gewährt. Wenn Sie glauben, neben Ihrem Ausbildungsentgelt und dem Kindergeld noch einen Unterhaltsanspruch zu haben können Sie sich also nur selbst darum kümmern, wenn Sie volljährig sind. Allerdings erscheint mir der genannte Unterhaltsbetrag bei Ihrem Eigeneinkommen zumindest nicht mehr aktuell zu sein, denn Ihr Gesamtbedarf von 670.- mit eigenem Haushalt wird durch Kindergeld und Eigeneinkommen praktisch vollständig gedeckt.

Bearbeitet am 21.05.2012 von

Am 03.06.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

ich hätte auch mal eine frage und zwar ist es etwas kompliziert.
Ich habe mich 2009 von meinen freund getrennt, mit Ihm habe ich 2 Kinder. Ich bekomme Unterhaltsvorschuss, da ich von Ihn keinen Unterhalt bekomme da er, wie er sagt, keinen sinn darin sieht. Es besteht schon eine Anzeige vom Jugendamt und diverse andere offene Sachen und er ist sozusagen untergetaucht, keiner weiß wo er ist und ich auch nicht. Nun meine frage, ich habe gehört das wenn er sich nicht meldet oder zahlungsbereit ist, das seine Eltern für Ihn haften müssen. Stimmt das? Und können Sie mir einen Tip geben was ich vielleicht weiter tun könnte, wenn es da überhaupt noch etwas gibt. Ich bedanke mich schonmal im vorraus.

Liebe Grüße

Am 04.06.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grds können in einem solchen Fall die Großeltern für den Kindesunterhalt haften, aber ob die individuellen Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen kann nur geklärt werden, nachsem die Großeltern zur Auskunfterteilung über ihr Einkommen und Vorlage entspr. Belege aufgefordert wurden.
Am 22.06.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo ich lebe seit 5 jahren von mein ex Freund getrennt wir haben eine 8 jahre alte Tochter zusammen er hat noch nie unterhalt gezahlt nun hat er geerbt ca.200,000 euro und will immer noch nicht zahlen das Jugendamt hat auch kein erfolg gehabt weil er alles bei seite geschafft hat was kann ich tun
Am 25.06.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Zunächst wäre die Frage, ob ein Titel besteht, dann überhaupt besteht Vollstreckungsmöglichkeit, oder nicht. Manchmal ist es bei zahlungsunwilligen Väter hilfreich, die Großeltern in Anspruch zu nehmen, die erfahrungsgemäß häufig wirksame tatsächliche Einwirkungsmöglichkeiten auf den Vater haben.
Am 04.07.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Frau wolff...

Meine Kinder Zwillinge sind jetzt 4 jahre alt und der erzeuger der kinder, (wurde gerichtlich festgestellt ) zahlt keinen unterhalt, da die beistandtschaft mir schriftlich zuteilte das er unterm dem limit verdient das er kein unterhalt zahlen brauch.

er hat keinerlei kontakt zu den kinder , da dass interesse nicht besteht von ihm.er hat die kinder auch noch nie gesehn.

jetzt habe ich erfahren durch eine gute freundin das er über 3000 eur verdient und das als schwarzgeld.er steht in der disco an der tür , wo ich ihn oefters auch angetroffen habe.arbeitet nebenbei auch auf modemessen und events.

kann ich da zum jugendamt gehen und da vorlegen die infos das er so viel verdient oder bringt mir das nichts.

was kann ich machen. Möchte das er dafür rechtlich dafür aufkommen muss das er 2 kinder gezeugt hat oder sind mir da die hände gebunden?

mfg

Am 05.07.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Schwierigkeit bei Schwarzgeld dürfte darin bestehen, ihm zu beweisen, daß er entsprechend verdient, wenn er das abstreitet sowie Zugriff auf das Geld zu erhalten. Da er für minderjährige Kinder auch mit seinem Vermögen haftet, kann dies uU interessanter sein; manchmal hilft es auch, wenn ersatzweise die Großeltern in Haftung genommen werden.
Am 14.08.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Vater zahlt sowohl für mich, als auch für meinen Bruder nicht, macht diesem aber ständig Geschenke. Und das seit 8 Monaten.
Meine Mutter hat ihren Anwalt eingeschaltet, der auch nichts getan hat und nun im Urlaub ist für längere Zeit, meine Mutter möchte jedoch nichts weiteres tun.
Wir brauchen das Geld aber.
Frage: Kann ich ihn als Minderjährige selbst anzeigen? Oder sollte ich damit zum Jugendamt?
Am 14.08.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine Strafanzeige führt im Erfolgsfall dazu, daß der unterhaltssäumige Vater vom Staat bestraft wird, idR mit einer Geldstrafe. Deswegen hat die Mutter also nicht zwingend mehr Geld zur Verfügung, sondern im Gegenteil wird die praktische Zahlungsfähigkeit des Vaters eher eingeschränkt.
Um das zu erreichen, kann sie vielmehr die Zwangsvollstreckung gegen den Vater betreiben, also zB dessen Gehalt pfänden lassen. Voraussetzung ist ein Titel. Die Zwangsvollstreckung ist allerdings nur durch die Mutter möglich, solange das Kind minderjährig ist, denn solange muß der Unterhalt an sie gezahlt werden.

Bearbeitet am 14.08.2012 von

Am 15.08.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe gegen den Kindesvater ein Urteil erwirkt, da er sich bisher 5 Jahre lang weigerte, Unterhalt zu bezahlen, obwohl jede Menge Vermögen vorhanden ist. Das Urteil lautete wie folgt: 1 Jahr auf Bewährung und zusätzlich 100,- Bewährungsauflage, zahlbar an mich, jeden Monat für ein Jahr.

Das Jahr ist um, er hat auch jeden Monat 100,- gezahlt, allerdings weiterhin keinen Unterhalt. Zwischenzeitlich ist er nicht mehr selbständig sondern irgendwo angestellt und hat Privatinsolvenz beantragt, die auch genehmigt wurde.

Und was jetzt? Kann ich ihn jetzt, nach diesem Jahr, nachdem er seine Auflage erfüllt hat und trotzdem weiterhin keinen Unterhalt bezahlt, erneut anzeigen wegen "Nichtnachkommens seiner Unterhaltspflicht"? Langsam bin ich echt ratlos....

Am 15.08.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn er in diesem Jahr leistungsfähig und zur Unterhaltszahlung verpflichtet war, können Sie ihn erneut anzeigen, das kann zu einer erneuten Verurteilung sowie zum Widerruf der Bewährung führen.
Am 30.08.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo der Vater meiner beiden Kinder wurde 2010 zum Unterhalt verurteil der ab August dieses Jahr bezahlt werden sollte.. da er dann seine 2te Umschulung fertig hat....
Nun hat er den 1 besten job genommen wo er als Elektriker nur 10 euro verdienen tut...
Anwältin hat ihn nageschrieben im Juni keine reaktion bis heute...Augsut keine zahlung unddenke nun september kommt auch nichts da er auf nicht reagieren tut und nicht mal den Unterhaltstitel besorgen bzw unterschreiben tut..

was passiert nun? was sind die konziquenzen fü Ihn?
Er wohnt in ein Haus was sein Eltern gehört wo er angeblich miete zahlen muss.Auto hat er auch pc usw

Am 30.08.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das kommt darauf an: Wenn er verurteilt wurde, wie Sie schreiben, haben Sie einen Titel und können zwangsvollstrecken. Wenn nicht müssen Sie ggf erst einen Titel vor Gericht erstreiten.

Bearbeitet am 30.08.2012 von

Am 30.08.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Also titel habe ich nicht weil er den nicht unterschreibt...
Wie läuft das dangenau mit den Gericht?

Habe gehört das er dann einsitzen tut bis er dies unterschrieben hat...

Das ganze geht nun schon 3 Jahre und langsam nervt es das der sich immer aus alle sich raus redet..er hat 2010 vor gericht unterschrieben das er die Umschulung macht um die Untehalt zuzahlen aber nichts macht er

Am 31.08.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
In einem Unterhaltsverfahren muß er nicht unterschreiben oder auch nur einverstanden sein, sondern das Gericht schreibt das Urteil, wieviel Unterhalt er zahlen muß.
Am 31.08.2012 schrieb (anonym) folgendes:
aso ja das habe ich hier liegen vom gericht was dezember 2010 war 540 fü beide plus 50 euro raten für das was aufgelaufen sit ab 10,08.2012 muss er das zahlen
Am 31.08.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wie gesagt, wenn Sie einen Titel haben, zB ein Gerichtsurteil, können Sie daraus die Zwangsvollstreckung betreiben.
Am 05.09.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo mein ex hat nun für diesen Monat 470 euro statt den 540 die ich bekommen solte laut gericht gezahlt...er hat sein selbstbehalt einfach abgezoggen...

Nun meine frage wenn er vom gericht verdonnerst wurde 540 zuzahlen und es nicht tut wie ist das weiter vorgehen?und kann er einfach sein selbstbehalt abziehen?

wir wissen nciht genau was er verdient und es sit seit Montag ein eilantrag bei gericht wegen den Monat davor wo er nicht gezahlt hat und die raten vereinbarung je 50 euro von den aufgelaufen unterhalt derletzten 3 jahre ist auch nicht überwiesen

Am 05.09.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn "vom Gericht verdonnert" bedeutet, daß er zur Unterhaltszahlung verurteilt wurde, kann die Zwangsvollstreckung eingeleitet werden, andernfalls muß erst ein Titel, notfalls gerichtlich erreicht werden.
Am 12.09.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Frau RAin Wolf,
ich bin jetzt 16 Jahre- meine Mutter hat alleiniges Sorgerecht für mich und der Vater ist unterhaltspflichtig.(Mutter und vater waren nie verheiratet) Nun zahlt er aber seit Jahren nichts mehr und wenn dann nur Kleinstbeträge ( um seinen guten Willen zu zeigen).So schuldet er mir schon tausende von Euro,
die ich unter anderem auch für meinen Führerschein, den ich gerade mache, verwenden muss.er ist daraufhin vom Jugendamt gepfändet worden, heraus kam wieder nur ein Kleinsbetrag.Das Geld ( er ist selbstständig) räumt er weg, beziehungsweise überträgt sein Auto etc. auf seine Mutter. Außerdem hat er ne wohnung, die leersteht (sodass er keine mieteinnahmen vorlegen muss)Er ist im Prinzip also stark leistungsfähig!!!
Kann ich als Kind mir einen Anwalt nehmen, um gegen ihn zu klagen- oder welche Möglichkeit besteht, um an mein Geld, das mir zusteht, zu kommen?
Danke im Voraus
Am 12.09.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie sind minderjährig, so daß allein die sorgeberechtigte Mutter für Sie handeln kann. Wenn Wohnungseigentum vorhanden ist bestünden hier ggf. Vollstreckungsmöglichkeiten bis zur Zwangsversteigerung. Eine Strafanzeige kann dann erfolgreich sein, wenn im Fall der Verurteilung die Unterhaltszahlung zur Auflage gemacht wird.
Am 12.09.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe 2 Söhne 21 und 22 Jahre. Der ältere Sohn erhält Bafög. Ihm würde eine Minisumme zustehen. Er hat deswegen auf eine Unterhaltsklage verzichtet-auch um das Einkommen des Vaters laut Pfändungstabelle pfändbar zu lassen. Für den jüngeren Sohn wurde gerichtlich ein Unterhaltstitel bewirkt.Er besucht die Fachoberschule. Es werden zurzeit kleine Beträge aus einem Unterhaltstitel von bis zum 18. Lebensjahr gepfändet. Der laufende Unterhalt aus dem neuen Unterhaltstitel von 324 Euro wird seit 2 Jahren nicht gezahlt. Der Kindvater hat ein Bruttoeinkommen von ca 1700 Euro Altersrente und ein Netto von ca 1570 Euro. Seine Ehefrau hat ein Bruttoeinkommen von 1450 Euro Altersrente und ein Nettoeinkommen von 1300 Euro und ein Pflegegeld der Stufe 3. Beide wohnen im betreutem Wohnen, wobei der Kindsvater keine Serviceangebote nutzt und lediglich eine Miete von ca 350 Euro zahlt. Laut dem Jugendamt (bis zum 18. Lebensjahr der Kinder) war der Vater seiner Frau nicht unterhaltspflichtig. Seit einigen Monat wurde ihm nun ein Betreuer zugestellt, der seine Finanzen betreut, dh. er wurde sozusagen entmündigt. Plötzlich ist er nun seiner Frau gegenüber unterhaltspflichtig, so dass meinem Sohn nun laut Pfändungstabelle weiterhin 86,95 Euro zustehen. Inzwischen hat sich eine enorme Schuldensumme angesammelt. Der Mann ist 76 Jahre alt und wird wohl im Leben nicht mehr seine Schulden abzahlen, da jetzt eine unterhaltspflichtige Person vorhanden ist. Ich selber stehe unter dem Selbstbehalt. Das Geld ist sehr knapp. Ist das richtig, dass der Kindsvater seiner Ehefrau bei diesen doch recht ansehnlichen Renten unterhaltspflichtig ist? Wenn es so ist, kann die Summe nicht so hoch sein. Ist dann der Rest bis zum Selbsterhalt pfändbar? Was können wir unternehmen? Leider arbeitet unsere Anwältin garnicht mit uns zusammen, ist angeblich nie da. Hier fehlt jegliche Information, da wir hier Prozesskostenhilfe beantragt hatten. Der ganze Prozess läuft jetzt schon 2 Jahre und wir haben angst, dass der Kindsvater uns "wegstirbt".Die Anwältin lässt sich viel, viel Zeit, die garnicht vorhanden ist.
Am 13.09.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wie Sie selbst angeben läuft seit 2 Jahren ein Prozess, so dass ohne vollständige Kenntnis der Prozessakten eine Beurteilung der Situation nicht möglich ist. Es ist aber bei Pflegebedürftigkeit eines vorrangig unterhaltsberechtigten Ehegatten durchaus möglich, daß der Bedarf durch die vorhandene eigene Rente nicht gedeckt werden kann und erhebliche Unterhaltsansprüche der Ehefrau bestehen, welche dazu führen, daß ein Unterhaltsanspruch des volljährigen Kindes stark gemindert wird oder ganz wegfällt.
Am 18.09.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Mann ist selbstständig und hat zwei Angestellte. Trotzdem rechnet er sich so arm, dass er keinen Unterhalt zahlen muß. Kann ich nicht verlangen, dass er sein Gewerbe aufgibt und sich eine Arbeit sucht, die sein Kind ernähren kann?
Am 19.09.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn es um den Unterhalt für ein minderjähriges Kind geht, unterliegt der Unterhaltsverpflichtete einer verschärften Erwerbsobliegenheit. Das kann im Fall unzureichenden Einkommens aus selbständiger Tätigkeit auch bedeuten, daß es ihm obliegt wieder nichtselbständig zu arbeiten, wenn er in seinem Beruf ein ausreichendes Einkommen erzielen kann.
Am 28.09.2012 schrieb (anonym) folgendes:
hallo fr.wolf habe eine frage ich bin elleinerziehnd und habe ein 7j sohn, sein vater zahlt seit janur kein unterhalt mehr er selbst hat mit neue frau 2 kinder jetzt mit mein sohn hat er 3. ich habe letze woche JA angeschreiben um zu erfahren wie es aussieht mit unterhalt bekomme zur zeit vorschuss.(was ich auch nicht verteht was bedeutet 72 monate vorschuss ich lese immer bis 12 lebenjahr was hat es mit 72 m zu tun)heute erhilt ich den brief von JA das die ihn mehrmal ngeschreiben und er den mitteilte da er schulden hat und 3 kind bekommen hat kann grad nicht mehr zahlenaber fährt dicken bmw hat schrebergarten urlaub usw. das wird nicht berücksichtigt woll und wenn ich mit der arbeti von JA nicht zufrieden binn soll aufhebunsvertrag machen haben auch mitgeschickt. ich fülle mich von JA abgewürgt. was kann ich dagegen tun danit JA sein lohn oder evtl konto pfändet. oder kann ich eidelstadliche versicherung beantragen ohne irgendwo zahlen müssen bin nämlich mit mein sohn am existensminim. bekomme keine hilfe d ich vollzeit arbeite.ich würde für ausführliche antwort sehr dankbar. lg
Am 01.10.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie können dann, wenn das JA die Beistandachaft nicht zu Ihrer Zufriedenheit führt, diese aufheben lassen und selbst tätig werden. Wenn ein Titel vorhanden ist können Sie selbst (ggf vertreten durch einen Anwalt) die Zwangsvollstreckung in die Wege leiten oder Auskünfte und Belege zu seinem Einkommen und Vermögen anfordern. Grds ist es aber richtig, daß durch das Hinzukommen von weiteren unterhaltsberechtigten Kindern der Unterhaltsanspruch sinken kann.
Am 09.10.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, da es ja seit einer gewissen Zeit diese Teilungsversteigerung nicht mehr in dem eigentlichen Sinne gibt, wie komme ich dann an die Haushälfte meines Exmannes der seit jahren keinen Unterhalt bezahlt und auf dessen Haushälfte nun schon fast 40,000 Euro eingetragen sind?
Für eine erklärende Antwort wäre ich sehr dankbar
Mfg
Am 10.10.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie eine titulierte Forderung haben können Sie die Zwangsversteigerung des Hauses zur Befriedigung Ihrer Forderungen betreiben.
Am 27.10.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

Sie haben hier eine sehr interessante Seite. Eine endlose Litanei über Väter, welche ihren Unterhalt nicht zahlen.
Hat man denn als Mutter wirklich keine Chance, den Kindsvater zum arbeiten zu bewegen- wenn dieser ganz offensichtlich nicht will? Mein Sohn ist 9 Jahre alt, sein Vater zahlt seit 6 Jahren immer nur wenige Monate im Jahr, wenn er berufstätig ist- er ist LKW-Fahrer. Dieses Jahr war schon nach 3 Monaten Schluss - das UVG ist auch bald beendet - dann sind die 72 Monate ausgeschöpft. Der Kindsvater arbeitet den ganzen Winter nicht. Noch dazu hat er eine Privatinsolvenz. Wir wohnen mit meinem Lebenspartner zusammen. Ich arbeite halbtags. Hartz IV könnte ich beantragen, dann wird aber das Gehalt von meinem Lebenspartner hinzugerechnet - also müßte er indirekt den Unterhalt für meinen Sohn zahlen, nur weil der Vater sich seiner Verantwortung nicht stellen will.
Kann man so einen Menschen denn nicht per Gericht dazu auffordern, dass er im Winter sich einen 400€ Job sucht, um den Unterhalt zu zahlen? Noch dazu wohnt der Kindsvater 200 km von uns weg, kommt alle 2 Wochen um seinen Sohn zu holen - fährt diese Strecke an einem Wochenende also 4 x dadurch insg. 800 km - was eine Menge Geld kostet. Und zahlt 9 Monate im Jahr keinen Pfennig! Was kann man in so einem Fall tun? Wie läuft das, wenn er Bewerbungen nachweisen muss, daß er tatsächlich Arbeit sucht? Geht das per Gericht? Welche Sanktionen gibt es?
Vielen lieben Dank
MfG

Am 29.10.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, hab da auch mal eine Frage. Ich habe 3 Kinder im Alter von 14,12 und 7 Jahren. Ich hatte für die Kinder schon den Unterhaltsvorschuss(72 Monate) bekommen .Danach hatte ich mich mit meinem Ex( er hat noch ein weiters Kinde mit seiner 2. Frau, die jedoch den Unterhalsvorschuss bekommt) darüber geeignet, dass er mir 500 € an Kindesunterhalt überweist . Eigentlich hätte ich auch mehr bekommen sollen/können, aber da ich weiss ,wie seine Zahlungsverpflichtungen sind, war ich damit zufrieden.Auch habe ich einen Titel für den Unterhalt. Nun ist es so, da er "plötzlich arbeitslos wurde und somit die Zahlungen ausblieben. Da ich in einer neuen Beziehung lebe, bekommen wir von nirgends Geld , um dies aufzufangen. Ich selber gehe zu 75 % (1000€ netto)arbeiten.Mein Anwalt riet mir, Beratungshilfe zu beantragen, die natürlich abgelehnt wurde, da anscheinend noch genug Geld für einen Anwalt übrig sei. Nach allen Abzügen bleiben uns zu 5. nicht mal 1400€ Euro, während meinem Ex ein Selbstbehalt von rund 900 € bleiben darf. Wo ist da die Gerechtigkeit? Nun hat mein Exmann wohl einen neuen Job ab 1.11. 2012 und muss wohl erst selber schauen wie es bei ihm weitergeht. Was soll ich jetzt machen,bzw, was macht jetzt Sinn? Einspruch beim Amtsgericht legen, den Anwalt selbst bezahlen oder eine Anzeige bei der Polizei machen. Er schuldet mir jetzt schon den 3. Monat Unterhalt und den möchte ich auch haben.
Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen und verbleibe mit freundlichen Grüssen
Am 30.10.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Beruft sich ein Vater auf Leistungsunfähigkeit wegen Arbeitslosigkeit so wird er nur dann von der Unterhaltsverpflichtung frei wenn er nachweist dass er seiner Erwerbsobliegenheit nachkommt dh sich ausreichend um Arbeit bemüht. Andernfalls laufenUnterhaltsrückstände auf.
Am 04.11.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,
Seid diesen Monat bekommt mein Sohn kein unterhaltsvorshuss mehr, da die 72 Monate nun abgelaufen sind.
Mein Sohn ist 7 Jahre und ich bin 24 Jahre. Zur zeit mache ich eine Ausbildung zur Erzieherin und bekomme Bafög und Kindergeld. Nun ist es so das mir monatlich 180,00 Euro fehlen, was eine Mende Geld ist.
Ich war beim Anwalt und habe mich beraten lassen, das Problem ist, das der Vater meines Sohnes zur zeit seine 2te Ausbildung macht und nun nicht genügend Geld hat um Unterhalt zu Zahlen. Anfang des Jahres 2013 wird er erst seine praktische Prüfung machen. Meine frage ist nun, kann ich sonst noch irgend etwas unternehmen, um den Fehlbetrag aufzutreiben, oder kann ich nun nichts daran ändern?
Viele liebe Grüße
Am 05.11.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Möglicherweise können die Großeltern für den Kindesunterhalt in Haft genommen werden, andernfalls könnten noch aufstockende Sozialleistungen geprüft werden.
Am 22.11.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo..Ich habe 2 jungs aus einer früheren Beziehung,waren nicht verheiratet..nun Bin ich seid 2010 mit meinen jetzigen Mann verheiratet..UVG bekomme ich nicht..Titel habe ich..aber mein Ex zahlt nicht obwohl er einen Kiosk betreibt..Er gab an..nur 400 € zuverdienen.das würde ihn reichen und er hätte 1 Zimmer bei seinen Eltern..Nun habe ich versucht sein Konto sperren zulassen..Gericht hat zugestimmt,nur bekam ich heute von seiner Bank ein schreiben,das Konto würde nicht mehr existieren..Mein jetziger Mann hat 3 kids aus erster Ehe,wo er jeden Monat 766 € zahlt..Ihm wurde bei Gericht gesagt,wenn er es nicht aufbringen kann,muss er sich halt nen Zweitjob nehmen..Ich habe so eine riesen WUT..warum muss mein Mann zahlen und der Vater meiner Jungs sagt,es reicht mir..und das Thema ist damit durch..Was kann ich noch machen,damit ich das Geld bekomme,was meinen Jungs zusteht...??
Am 23.11.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Man könnte einerseits an eine Strafanzeige denken (die aber nicht dazu führt, daß der Unterhaltspflichtige leistungsfähig wird), andererseits an die Ersatzhaftung der Großeltern. Erfahrungsgemäß läßt deren Zustimmung und Unterstützung dann nach, wenn sie feststellen, daß sie selbst möglicherweise anstelle des zahlungsunwilligen Sohnes unterhaltspflichtig für die Enkel werden.
Am 25.11.2012 schrieb (anonym) folgendes:
ich habe mal eine frage ich arbeite volzeit und verdiene 1150 euro und zahle für meine tochter unterhalt so das mir 950 euro bleiben mien ex reicht das aber nicht und hat mich jetzt verklagt auf 272 euro unterhalt dann habe ich aber den selbsbehalt nicht mehr und ihre anweltin hat jetzt gesagt ich mus mir ein 400 euro job suchen um den kompletn unterhalt zu zahlen ist das richtig
Am 26.11.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das läßt sich so pauschal nicht sagen, es kommt auf Ihre konkreten Arbeitszeiten, eventuelle Fahrtzeiten und die Möglichkeiten eines Zusatzjobs an. Eine generelle Pflicht dazu besteht nicht.
Am 02.12.2012 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, hier eine dringende Frage von einem zahlungswilligem Papa:
Ich hab eine Zahlungsaufforderung von rückständigem Unterhalt in Höhe von 1800 Euro für meinen 16 jährigen Sohn, die seit dem Auskunftsersuchen vom 03.2012 aufgelaufen sind. Das Geld soll an ein Jobcenter überwiesen werden, da dieses angeblich als Leistung zum Lebensunterhalt nach SGB II zuviel erbacht wurde.
Nun hab ich von der Kindesmutter erfahren, das diese die 1800 Euro (insges 9 Monate Unterhalt)
nicht vom Jobcenter mit Ihrem ALG II ausgezahlt bekommen bzw. bezogen hat.
Nun zu meiner Frage:
Bin ich verpflichtet die 1800 Euro an ein Jobcenter zu zahlen? Wenn ja, muss ich die Mutter auffordern, das sie die 1800 Euro beim Jobcenter wieder einfordert?
Oder kann ich den Betrag direkt an die Mutter überweisen? Und dem Jobcenter einen Bankbeleg über die Zahlung zukommen lassen.
Ich will nicht, das das Geld beim Jobcenter versackt... .
Am 03.12.2012 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grds kann ein Anspruch eines Jobcenters aufgrund Überleitung von Unterhaltsansprüchen des Kindes aufgrund von Leistungsgewährung für das Kind bestehen.
Ob diese Voraussetzungen vorliegend gegeben sind, ist nach den Aussagen von Mutter bzw Jobcenter unklar bzw. streitig. Aufklären kann dies nur ein Anwalt vor Ort ggf nach Akteneinsicht.
Am 29.01.2013 schrieb (anonym) folgendes:
ich bin 20 jahre alt und wohne seit dem 3 lebensjahr bei meiner mutter da meine eltern seitdem geschieden sind, mein vater hat nie alimente für mich bezahlt da er nie genug verdient hat (größtenteils arbeitslos/teilweise im knast) oder sich geld schwarz verdient hat. Nun ist kürzlich meine großmutter(väterlicher seits) verstorben und ich erbe ein haus mit grundstück wert ca 150.000€. im testament steht so ungefähr drin das ich ihn bis zu meinem 25 lebensjahr in dem haus wohnen lassen muss, danach darf ich ihn quasi rauswerfen solange ich dafür sorge das er irgendwo eine wohnung hat bzw ich kaufe ihm dan eine. Nun soll das haus aber vllt verkauft werden(dan muss ich ihn auch nicht bis 25 wohnen lassen da es kein haus mehr gibt) und ich muss ihm ja quasi etwas abgeben oder für eine bleibe sorgen. Kann ich ihm bspw. 1/3 abgeben (dan währe ich ja quit mit der bleibe da er sich selbt eine holen kann) er hat dan ja 50.000€? Und könnte ich dan theoretisch da er ja nun über mehr als genug geld verfügt meine unterhaltszahlung vom 3-20 lebensjahr rückwirkend auszahlen lassen? PROBLEM!: Meine mutter hat nie offiziel eine aufforderung zur unterhaltszahlung eingereicht da er es eh nie hätte zahlen können. wir haben eben kurz mit dem jugendrechtsschutz telefoniert und da meinte der herr wir müssen uns privat einen anwalt holen und das es sehr schwierig wird oder nur 4-6 jahre rückwirken ausgezahlt werden.
bitte um hilfe bin kommende woche wahrscheinlich beim termin mit dem notar weis dan erst genaueres.
vielen dank im voraus.
Am 29.01.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bezüglich der Interpretation des Testaments und der Frage eines Verkaufs sowie der Folgen und Bedingungen sollten Sie einen Fachanwalt für Erbrecht konsultieren.
(Kindes)Unterhalt für die Vergangenheit kann nur unter bestimmten Bedingungen geltend gemacht werden, etwa wenn Verzug besteht, dh der Pflichtige nachweislich zur Zahlung oder zur Auskunfterteilung aufgefordert wurde.
Am 25.02.2013 schrieb Anonymus folgendes:
Hallo, ich habe eine Frage: Zahle meiner Exfrau immer Ihren Unterhalt und andere Kosten wie zb. neue Möbelstücke für meine Kinder. Wir haben ein Bankkonto aufgelöst und sie hat gesagt sie unterschreibt erst wenn sie Ihren Anteil vorher bekommt. Das habe ich dann so gemacht.Habe sie Bar ausbezahlt, jetzt sind aber noch Kosten entstanden und sie will sich nicht mit der Hälft beteiligen. Warum soll ich jetzt die Kosten alleine tragen ? Habe mir jetzt überlegt, den Unterhalt zu kürzen bis ich "Ihren Anteil" habe. Kann mir etwas passieren ?
Am 25.02.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn der Unterhalt tituliert ist können Fehlbeträge zwangsvollstreckt werden.
Am 25.02.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Nein, sie hat keinen Titel
Am 05.03.2013 schrieb Frau Schirin Sadeghtalab folgendes:
Hallo,

ich habe Zwillinge im Alter von 2 J. und 6 Monaten, der Kindsvater zahlt 360,00€ Unterhalt imMonat, hab ich Recht auf Unterhaltsvorschuss? Holt sich das Jugendamt das Geld dann beim Kindsvater?

Am 05.03.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
360.- für 4 Kinder ist in jedem Fall zuwenig, es könnten zusätzliche UVG Ansprüche bestehen.
Am 07.03.2013 schrieb I.Schaeffer folgendes:
Hallo,
vielen Dank für die interessante Seite. Ich haben folgendes Problem. Der Vater meiner Kinder (15 und 16 Jahre) zahlt kein Unterhalt. Bei der Scheidung 2007 hatte er kein Einkommen, da arbeitslos war. Ein Jahr später wandert er nach Dänemark aus und beginnt dort zu arbeiten. Ich habe keine Adresse und er ist aktuell nicht in Kontakt zu mit oder den Kindern. Habe zwar eine E-Mail-Adresse, aber bekomme keine Antwort, wenn ich ihn auffordere mit seine Adresse mitzuteilen oder den Unterhalt zu zahlen. Vor zwei Jahren hat er gemeint er habe kein Geld, um Unterhalt zu zahlen. Auf meine Aufforderung seine Lohnnachweise als Beweis zu zeigen reagiert er nicht mehr.
Ich gehe selber voll arbeiten und verdiene je nach Monat um die 1200 EUR Netto.
Was mann ich ich tun um mich ausreichend zu bemühen, die Unterhaltsforderungen duchzusetzten?
Benötige ich seine Adresse dafür?
Vielen Dank!
Liebe Grüße!
Am 07.03.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Adresse ist zwingend erforderlich, sei es um aus einem vorhandenen vollstrecken zu können, sei es um erst einen Titel zu erwirken.
Am 12.03.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

ich habe 2 Kinder (9 + 16 Jahre). Lebe seit Jahren von dem Vater meiner Kinder getrennt. Bisher hat er Geld für die Kinder bezahlt, was in meinen Augen immer zu wenig war, aber wir haben uns darauf geeinigt. Nun teilte er mir schriftlich mit, dass er ab sofort nicht mehr zahlen kann. Wie komme ich nun zu meinem Geld? Jugendamt zahlt ja nur für Kinder bis 12 Jahren und dieser Betrag ist weniger als der Mindestsatz der Düsseldorfer Tabelle. Hilft hier nur klagen? Und selbst wenn ich Recht bekomme und er trotzdem nicht zahlen kann, wie bekomme ich dann mein Geld???

Am 13.03.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn Sie glauben, daß der Vater leistungsfähig ist können Sie mit einem Titel zwangsvollstrecken; wenn Sie keinen Titel haben müssen Sie ggf erst einen vor Gericht erstreiten. Ist der Vater leistungsunfähig und kommt auch keine Großelternhaftung in Betracht so bleiben noch Anträge auf Sozialleistungen.
Am 28.03.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag,
ich würde mich über einen Rat freuen. Der Vater meines Kindes will keinen Unterhalt zahlen (wir waren nicht verheiratet), weil er behauptet, dass wir ja weggegangen sind (was so nicht ganz stimmt). Er lebt allerdings in Frankreich, während wir in Deutschland leben. Wer ist nun zuständig, soll ich zum deutschen Jugendamt gehen oder zum Anwalt? Oder muss alles in Frankreich ausgetragen werden, wo das Kind geboren ist (es hat allerdings keine franz. Staatsbürgerschaft).
Vielen Dank.
Am 28.03.2013 schrieb selly08 folgendes:
Hallo, bei uns ist es etwas anders: Mein Mann war bis Ende Februar selbststaendig und musste nun aufgeben. Er hat aus 1. Ehe noch eine fast 15 jährige Tochter, für die er auch immer regelmäßig seinen Unterhalt gezahlt hat. Nun kommt von seiner Seite bei uns kein Geld mehr rein, so dass er auch nicht in der Lage ist, weiter für seine Tochter zu zahlen. Darf er diese einfach einstellen? Welchen Weg müssen wir jetzt gehen?
Am 29.03.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

mein expartner weigert sich mir monatlich unterhalt zu zahlen, obwohl er ein sehr gutes Einkommen hat (seit 2008 gibt es ja das neue Gesetz, das auch nicht verheiratete Partner bis zum 3. Lebensjahr des Kindes Unterhalt bekommen). Für unseren Sohn zahlt er Unterhalt. Was kann ich tun?

Am 02.04.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da der Unterhaltstitel jedenfalls in Frankreich, also grenzüberschreitend, durchgesetzt werden muß, sollten Sie besser einen Anwalt aufsuchen.
Am 02.04.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es muß geprüft werden, ob der Vater seiner Ewerbsobliegenheit (Bemühung um Arbeit) nachkommt und leistungsfähig (ggf auch aus Vermögen) ist. Dazu wird ein Anwalt umfangreiche Auskünfte und Belege beim Vater anfordern; auf dieser Basis kann dann über die Erfolgsaussichten einer Klage entschieden werden.
Am 02.04.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn er trotz nachweislicher Aufforderung nicht zahlen will, sollten Sie eine Klage prüfen lassen.
Am 22.04.2013 schrieb Anonym folgendes:
Hallo,ich bin seit ca.4 Jahren alleinerziehende Mama von zwei Kindern (6 und 9 Jahre, beides Schüler).Ich bekomme nur noch Unterhaltsvorschuss für meinen jüngsten,da mein Großer schon seine 72 Monate ausbezahlt bekommen hat(mein Ex und ich haben uns auch getrennt gehabt als wir unser erstes gemeinsames Kind hatten,deshalb hat er auch schon 72 Monate Unterhatsvorschuss erhalten)Ich arbeite Vollzeit und habe 1.320 Netto raus bekomme 2x Kindergeld und 1x Unterhaltsvorschuss,der Kindesvater zahlt nicht und hat auch noch nie eingezahlt.Geht aber Vollzeit arbeiten und wohnt jetzt seit einem Monat mit seiner Freundin zusammen.Er verdient ca. 1.200 Euro,wieviel steht meinen Kinder zu?Und wie hoch ist sein Selbstbehalt wenn er mit seiner Freundin zusammen wohnt,die auch Vollzeit arbeiten geht?LG
Am 23.04.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Selbstbehalt beträgt grds 1.000.-, kann aber bei Zusammenleben mit einem Partner nach Ermessen des Gerichts bis auf den Sozialhilfebedarf gesenkt werden, um den Mindestunterhalt für ein minderjähriges Kind sicherzustellen.
Am 07.05.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Ich bin seit längeren von meinem Mann geschieden. Wir haben zwei Kinder 16(Berufsfachschule)und 18 (FOS und Ausbildung ab Oktober. Wir haben uns damals bei Trennung auf einen Unterhalt von 420 Euro für beide Kinder geeinigt. Mehr wollte ich nicht haben. Mein Ex ist Kfz.-Elektriker und ich bin Angestellte im öffentlichem Dienst.
Er hat jetzt eine Partnerin, die in Insolvenz ist und nun habe ich Bedenken, das er bald kein Unterhalt mehr zahlen kann, weil er seine Partnerin unterstützen möchte. Was für Rechte habe ich?
Am 07.05.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Der Vater muß von seinem Einkommen vorrangig den Kindesunterhalt bezahlen; es steht ihm frei vom verbleibenden Einkommen seine Partnerin zu unterstützen.
Am 15.05.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Guten Tag, aus meiner geschiedenen Ehe sind zwei Kinder hervorgegangen, für die ich meinen Unterhalt gezahlt habe. Nun hat meine Tochter (Studierende, 22 Jahre) 2012 ein Kind bekommen und 2013 den Kindsvater geheiratet. Dieser ist aber nicht in der Lage, die Familie zu ernähren, da er selbst Azubi ist (trotz einer bereits erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung). Bin ich als Vater nun immer noch verpflichtet, Unterhalt zu zahlen? Und wie sieht es mit den ganzen Formularen für BaFög und das Kindergeld für die Tochter aus? Vielen Dank im Voraus für eine erste Einschätzung.
Am 15.05.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
IdR hat nur die eigene Erstausbildung des Vaters Vorrang vor seiner Unterhaltsverpflichtung. Dieser wird sich daher möglicherweise nicht erfolgreich auf Leistungsunfähigkeit berufen können. Bezüglich Ihrer Tochter ist er als Ehemann ebenfalls vorrangig verantwortlich, wobei aber Ansprüche auf Bafög bestehen können, wenn die Tochter die Ausbildung fortführt.
Am 13.06.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Bei mit ist gestern folgende Situation aufgetreten: Ich bin seit 2008 geschieden. Mein Ex-Mann zahlt für die beiden Kinder zusammen 420€ - ich weiss das ist nicht viel, aber wir haben uns seinerzeit mündlich so geeinigt. Nun will er mit seiner neuen Lebensgefährtin ein Haus kaufen und brauchte eine Bescheinigung, das wir uns auf 420€ Unterhalt geeinigt haben. Ich habe die Bescheinigung so nicht geschrieben, da es nur mündlich besprochen war. Ich habe ihm lediglich bestätigt, das er die Summe bezahlt.
Nun rief er mich gestern an und möchte von mir, dass ich bestätige das wir seinerzeit auf eine "Scheidungsfolgenvereinbarung" verzichtet hätten.Ich vermute mal, das die Finanzierung auf sehr wackeligen Beinen steht und die Bank deshalb solch eine Bescheinigung haben möchte.
Damals wurde über solch einen Vereinbarung nie gesprochen und aus diesem Grund auch nicht drauf verzichtet. Nun meine Frage: Gesetz dem Fall ich würde ihm solch eine Bestätigung zu lassen...dann haben doch zum Beispiel meine Kinder keinerlei Ansprüche mehr an meinen Ex....oder wie erklärt sich solch eine "Scheidungsfolgenvereinbarung"?
Am 13.06.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
In einer Scheidungsfolgenvereinbarung werden Scheidungsfolgen geregelt, welche das sind und wie sie geregelt werden ist ganz individuell und kann von Verzicht auf fast alles bis zu hohen Zahlungsverpflichtungen und Vermögensübertragungen reichen. Der Sinn einer allgemeinen Erklärung des Verzichts auf eine Scheidungsfolgenvereinbarung ist daher so nicht nachvollziehbar.
Am 13.06.2013 schrieb (anonym) folgendes:
In dieser Sfv soll nach seiner Bitte auf mehr Unterhalt der Kinder verzichtet werden
Am 13.06.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ein Verzicht auf Kindesunterhalt wäre ein Verzicht zu Lasten Dritter, nämlich der Kinder und des ggf eintrittspflichtigen Staats. Der Verzicht auf künftigen KU ist daher unwirksam.
Am 16.06.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

ich habe folgendes Anliegen:
War seit 2009 ALGII-Empfänger und konnte keinen Unterhalt für meine Tochter bezahlen. Seit Mitte 2011 habe ich wieder eine Beschäftigung gefunden. Im letzten Monat, nach über 3 Jahren kam vom Jugendamt die Aufforderung einen Einkommensnachweis vorzulegen. Nun meine Frage: Muss ich jetzt für 2 Jahre den Unterhalt nachzahlen oder erst ab der Aufforderung?

Am 17.06.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grds kann Unterhalt rückwirkend erst ab Aufforderung verlangt werden . Leistungsfähigkeit vorausgesetzt - oder bei Vorliegen eines Titels.
Am 19.06.2013 schrieb ela folgendes:
meine tochter kommt in den sommerferien zu meiner mutter.meine mutter hat sie dann auch die meiste zeit.
zwischendurch,vllt. ein paar tage,wenn überhaupt,nimmt sie mein ex.
dann mal seine eltern.aber auch nur std. weise oder einen tag.
nun hat mir mein ex einen einschreibebrief geschickt.das für die sommerferienzeit keinen unterhalt zahlt,da es für alle anderen kosten
wären.
den unterhalt will er angeblich unter denen aufteilen damit es unserer tochter gut geht.wers glaubt!!darf er es einfach so machen?auch wenn meine tochter dann da ist,muss ich dennoch schulbücher,essensgeld etc. für die schule von dem geld kaufen.
Am 20.06.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Auch längere Ferienaufenthalte etc ändern an der Barunterhaltspflicht des Vaters nichts.
Am 27.06.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo, erstmal möchte ich mich für diese HP bedanken und Fr. Wolf für ihr engagement.

Ich bin geschieden und zahle laut DD-Tabelle regelmässig und pünktlich den Unterhalt für meine Kinder aus erster Ehe - Es gibt also nicht nur Männer, die sich aus der Verantwortung schleichen wollen. In meine zweite Ehe hat meine Frau eine Tochter im Alter von 8 Jahren mitgebracht.
Unglücklicher Weise hat sich der Kindsvater auf die Britische Insel verpisst und zahlt keinen Cent Unterhalt.
Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden von dem Junkie nichts zu bekommen.

Zu meiner Frage: Kann ich den nicht erhaltenen Unterhalt als Sonderausgaben oder Sonderbelastungen steuerlich geltend machen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Oliver

Am 28.06.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Zu Fragen des steuerlichen Ansatzes von Stiefkindesunterhalt sollten Sie Ihren Steuerberater konsultieren.
Am 10.07.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

undzwar bekomme ich vom Jugendamt Untervaltvorschuss (133Euro), weil der Vater meines Kindes(4J.) Student ist und nicht arbeiten geht.
Jedoch arbeitet er jetzt 2 Monate als Hilfskraft in einem Werk, wo er für diese 2 Monate ca. 5.500Euro bekommt (Nachtschicht, Wochenendzuschlag usw.). Den Rest des Jahres arbeitet er jedoch nicht.
Er zahlt außerdem keine Miete oder sonstiges, da er noch zuhause lebt.
Kann ich für diese 2 Monate Unterhalt einfordern?

Vielen Dank im Voraus

Am 12.07.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei wechselndem Einkommen werden der Unterhaltsberechnung verschiedene Zeiträume zugrundegelegt; Sie könnten versuchen, zeitweisen Unterhalt im Rahmen einer Beistandschaft des Jugendamts geltend zu machen.
Am 12.07.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

Ich konnte für meine 7-jährige Tochter bislang keinen Unterhalt wg. Arbeitslosigkeit zahlen. Das Amt fordert jetzt den Vorschuss zurück, welchen ich per Ratenzahlung begleichen will, da ich jetzt Arbeit habe. wie ist das jetzt mit dem lfd. Unterhalt? Bei einem Gehalt von 1.000 €...wie soll ich das machen. Darf mein Gehalt gepfändet werden bzw. Muss ich bei diesem Einkommen den vollen Unterhalt zahlen?

Am 15.07.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grds befreit Leistungsunfähigkeit von der Unterhaltspflicht, d.h. es muß ab wieder einsetzender Leistungsfähigkeit dann nachträglich nichts zurückgezahlt, sondern nur lfd. Unterhalt bezahlt werden. Der Selbstbehalt gegenüber minderjährigen Kindern beträgt idR 1.000.-
Am 23.07.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe einen Unterhaltstitel und wollte unter der Privatanschrift vollstrecken, leider erfolglos da der Schuldner unbekannt verzogen ist. Mir liegt noch die Geschäftsadresse vor, nachdem der Schuldner selbständig ist. Ist eine Vollstreckung unter der Geschäftsadresse möglich?
Am 23.07.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da die zum Geschäftsbetrieb notwendigen Gegenstände idR unpfändbar sind ist die Sachpfändung dort zwar theoretisch möglich, praktisch häufig aber fruchtlos.
Am 29.07.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Mein Mann und ich haben zwei Kinder, 3 Jahre der Große und der Kleine ist 8 Monate, mein Mann zahlt keinen Unterhalt an mich und die Kinder.
Ich beziehe nur Kindergeld 368 € und Elterngeld 300 €. Mein Mann wohnt mit seiner neuen Lebensgefährtin zusammen und verdient 2500 € netto. Die Lebensgefährtin arbeitet auch voll und wird mind. 1800 € netto verdienen.
Welche Möglichkeiten habe ich? Was steht mir zu an Unterhalt? Wer trägt die Kosten, wenn ich vor Gericht gehe? Ich bekomme Prozesskostenbeihilfe dann. Was kostet ihn das?
Am 29.07.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie können beim Amtsgericht einen Beratungshilfeberechtigungsschein beantragen, mit dem Sie dann einen Anwalt aufsuchen können, der die Ansprüche auf Kindesunterhalt und Trennungsunterhalt berechnet und geltend macht.
Am 19.08.2013 schrieb Liliana folgendes:
Ich und mein Mann haben und getrennt wir haben zwei kinder(6,1) mein Mann verdient sein Geld schwarz 1000€ auf der lohnabrechnung und 900€ bekommt er auf die Hand ....
Nach den ganzen Kommentaren hier müsste er kein Unterhalt zahlen weil sein selbstbehalt 1000€ ist
Ich lebe vom Amt und er verdient gut deswegen muss es doch einen weg geben ihn zahlungspflichtig zumachen
Was ist Zutun???
Am 19.08.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie müssten vor Gericht sein weiteres, schwarz erzieltes Einkommen beweisen, dies ist äußerst schwierig, weil alle Beteiligten dies idR abstreiten und meist allenfalls durch den Einsatz von Privatdetektiven möglich.
Am 19.08.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Wenn ich es durch ein defektiv Nachweise muss er dann die kosten für den defektiv bezahlen oder bleiben die kosten an mir hängen ??
Am 19.08.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn das Gericht die Kosten als notwendig anerkennt, können Sie den Ersatz der Kosten verlangen.
Am 22.08.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
meine Tochter hat Zwillinge von fasst 3 Jahren.
Der Vater der Kinder geht zwar arbeiten, aber er hat soviel Schulden,dass er selbst kaum über die
Runden kommt.
Sie hatten nun einen Termin beim J.A.wo meine
Tochter Unterhaltsvorschuss beantragt hatte,weil
er keinen Unterhalt zahlen kann.
Nach den ihren Berechnungen (wo nicht alles eingerechnet wurde-Schulden z.B.) muss er zahlen.
Es interssiert niemanden , dass er trotz aller Bemühungen nicht zahlen kann.
Meine Tochter braucht aber das Geld für die Kinder.
Was könnte man noch tun?
Vielen Dank.
M.F.G.
Am 25.08.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Unter Umständen kann der Unterhaltspflichtige zur Einleitung der Privatinsolvent verpflichtet sein, um seine Schulden loszuwerden und die Leistungsfähigkeit wieder herzustellen.

Bearbeitet am 25.08.2013 von

Am 27.08.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

folgendes: Exmann ist selbstständig, Titel und Urteil über 100% des Mindesunterhaltes für unsere gemeinsamen drei Töchter ( 12,15 und fast 18) liegt seit Jahren vor. ich Hartz4 Empfängerin, er zahlt, WENN er denn mal zahlt, nur 334 Euro Unterhalt ( als Auffüllbetrag zum Hartz4 ). Allerdings erfolgen diese Zahlung absolut unreglmässig, manchmal monatelang gar nicht, werden aber dennoch von Jobcenter angerechnet. Exmann lässt jeden Monat sein Konto vom Finanzamt pfänden, so dass für mich keine Möglichkeit zur Pfändung besteht und wir jeden Monat echte Probleme haben, über die Runden zu kommen.
Jugendamt greift nicht mehr, da alles ausgeschöpft. Er macht das aus reiner Boshaftigkeit.
Was kann ich noch tun???

vielen Dank

Am 27.08.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie könnten ggf weitere Vollstreckungsmöglichkeiten zB in etwaiges Vermögen
sowie auch die Haftung nachrangiger Unterhaltspflichtiger (Großeltern) prüfen lassen.
Am 03.09.2013 schrieb Marie folgendes:
Hallo, ich habe folgendes Problem. Mein Sohn 19 Jahre alt hat bisher einen Unterhalt von 328 Euro monatlich von seinem Vater bekommen. Nun sagt der Vater er möchte nicht mehr bezahlen, nur unter der Vorraussetzung das sein Sohn bei ihm arbeitet. Mein Sohn hat aber seit einem Monat einen Aushilfsjob mit Option auf eine Ausbildung und möchte nicht bei seinem Vater arbeiten. Ausserdem liegt bei meinem Sohn auch eine Behinderung vor. Ich selber bin leider zu Zeit selber arbeitslos.
Kann der Vater nun einfach so seine Zahlungen einstellen? Woher bekommt mein Sohn dann das Geld? Kann er dann Leistungen beim Arbeitsamt beantragen? Er lebt noch bei mir. Und allein von seinem Aushilfsjob kann er nicht leben?

MfG

Am 04.09.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Grds können Eltern volljährigen Kindern weder die Wahl des Arbeitsplatzes noch des Ausbildungsplatzes vorschreiben und Unterhaltsverpflichtungen davon abhängig machen.
Bei gehandicapten Kindern, die es schwerer haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, kann auch Probearbeit, ein Praktikum uä von den Eltern hinzunehmen sein, damit eine Erstausbildung ermöglicht wird, der Verdienst ist aber auf den Unterhaltsanspruch anzurechnen.
Am 05.09.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Mein mann hatt 3 Kinder auf voriger ehe . Ein sohn lebt bei und er ist 17 und geht in die Lehre .Wir haben auch noch 2 gemeinsame Kinder. Mein mann Zahlt unterhalt für die kinder die bei seiner Ex-frau wohnen .Nun Kam ein schreiben in den sie Verlangt das das gehalt des 17 Jährigen Sohnen meinen Mann nagerechnet wird als einkommen und sie dadurch mehr unterhaltszahlungen bekommt für die kinder bei ihr . muss dazu sagen sie hatt die ganzen 6 jahre wo ihr son bei uns lebt nie unterhalt gezahlt und ist nie dazu verpflichtet wurden da sie keine ausbildung hatt . es hieß immer erfolgschance null . das ist aber noch nicht alles . Sie bezweifelt das einer der gemeinsamen söhne von meinen mann und mir von ihn sind und sie solange keiner abänderung der unterhaltszahlungen zustimmt solange kein vaterschafstest gemacht wurde . Wir haben ihren anwalt schon die Vaterschaftsanerkennung geschickt das ist für sie aber kein beweis dafür das es sein kind ist . was kann mann dagegen tun ein vaterschaftstest ist auch nicht grade billig und wir wissen es ist unser gemeinsammes kind.

Bitte um hilfreiche tips

Am 05.09.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Nicht jeder Interessierte kann einen Vaterschaftstest verlangen, sondern nur Vater, Mutter und Kind.
Die geschiedene Ehefrau wird sich also mit der durch die Vaterschaftsanerkennung nachgewiesenen rechtlichen Vaterschaft zufriedengeben müssen und den auf Basis dieser Kinderzahl errechneten Kindesunterhalt akzeptieren müssen. Wenn die geschiedene Frau einer Unterhaltsanpassung nicht zustimmen will, obwohl sie glaubt mehr Unterhalt beanspruchen zu können, dürfte sie sich ins eigene Fleisch schneiden.

Bearbeitet am 05.09.2013 von

Am 09.09.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
meine Bekannte hat seitens Ihres Ex nie Unterhalt für Ihren Sohn ( seit 1994, mittlerweile 24 Jahre) erhalten. Als er unter 12 war hat sie Unterhaltsvorschuss erhalten. Die Anfrage des Jugendamtes an den Vater zwecks Feststellung der Unterhaltsfähigkeit wurde nicht beantwortet (zumindest nicht bekannt). Zumindest war bekannt dass der Mann hoch verschuldet und ohne oder geringen Einkommen war und derzeit auch ist. Privatinsolvenz liegt ebenfalls noch vor. Somit war eine Aussicht auf einen Titel = 0 und es wurden keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Meine Bekannte hat also weder einen Titel zum Unterhalt (ggf. hat das Jugendamt keine Zahlungsfähigkeit festgestellt und sie hat davon nichts erfahren), noch hat sie durch Forderungen einer etwaigen Verjährung oder Verwirkung entgegengewirkt. Grund war die Aussichtslosigkeit.
Jetzt steht die private Insolvenz dem Ende entgegen und zumindest eine theoretische Chance etwas Geld nachzufordern. Wie hoch ist die praktische Chance oder ist die Forderung tatsächlich und endgültig verwirkt bzw. verjährt?
Hintergrund, trotz der finaziellen Benachteiligung muss sie zudem Versorgungsausgleich an den Mann abgeben obwohl er mehr Rente zu erwarten hat als sie (vor der Ehe erworben)und während der Ehe als Selbstständiger keine Rentenvorsorge getroffen hat und damit während der Ehe keine Rentenanteile erwarb. Jetzt hat sie während der Ehe und nach der Trennung fast alleinig den Kindesunterhalt finanziert und muss zudem noch mind. 100 Euro Rente abgeben, obwohl sie mit Ihrer Rente nur 75% zur Durchschnittsrente erwarten kann. Nach Versorgungsausgleich wird er zudem nominal mehr Rente haben als sie.
Am 10.09.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn der Vater zum Zeitpunkt des Unterhaltsbedarfs leistungsunfähig und damit zur Unterhaltszahlung nicht verpflichtet war, muß er im Fall späterer Leistungsfähigkeit nicht nachzahlen.
Am 05.10.2013 schrieb anonym folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,
auch ich hatte das Problem dass der Vater meines ersten Kindes 5 Jahre lang keinen Unterhalt bezahlt hat. Leider bekam ich auch kein UVG da ich neu geheiratet habe. Laut des Jugendamtes wäre mein neuer Mann nun Unterhaltspflichtig. Was ja bis dahin auch noch nachvollziehbar ist. Allerdings tritt hier das eigentliche Problem in Kraft. Mein Mann war und ist nämlich seinem Kind 11Jahre gegenüber auch verplichtet und unserem gemeinsamen Kind damals 1Jahr auch. Durch die Betreuung konnte ich nicht arbeiten gehen und hatte somit kein eigenes Einkommen.
Einkommen meines Mannes 1350€ netto. Danach 900€ Krankengeld, da er schwer erkrankte. Mein Sohn wurde in der Berechnung aber nicht anerkannt, da er nicht der leibliche Sohn meines Mannes ist und auch für mich wurde kein Unterhalt geleistet, da Mangelfall. Auch wurde der Selbstbehalt meines Mannes nicht erhöht. Sollte nicht zumindest dies erfolgen wenn die Frau wegen Betreuung eines Kleinkindes zuhause bleibt?
Ist dies Ihrer Meinung nach den korrekt? Sollten denn nicht zumindes alle minderjährigen Kinder die im Haushalt der Eltern leben auf Rang 1 stehen. Da der neue Mann ja offensichtlich dem nicht leiblichen Kind verpflichtet ist, sonst würde man doch zumindest UVG beziehen können. Ist die Gesetzgebung hier so schwammig und einfach eine Auslegungssache oder wurde hier ein gravierender Fehler der JA begangen?
Am 05.10.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
UVG ist eine staatliche Leistung, die nur unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird und ua im Fall der Wiederheirat entfällt. Es können jedoch im Bedarfsfall ggf sonstige Sozialleistungen beansprucht werden, zB Wohngeld, Kinderzuschlag, Leistungen nach dem SGB II.
Am 13.10.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Frau Wolf,
ich habe nach längerer psychischer Krankheit nach Reha über die Rentenversicherung eine Weiterbildung zum Industriemeister Elektrotechnik gemacht und aber leider bedingt durch die Angaben in meinem Lebenslauf und mein Alter 49 Jahre, nur Absagen auf sehr viele Bewerbungen bekommen. Als ich mich dann mit meiner jetzigen Frau dazu entschieden hatte ins Ausland zu gehen, da hatte ich zu diesem Zeitpunkt ein Stellenangebot, wollte dann meine Tochter 15 Jahre zu mir ziehen, da es ihr bei der Kindesmutter sehr schlecht ging, sie Ritzte sich und wollte sich umbringen, haben wir uns entschieden hier zu bleiben, so daß ich vor der Wahl stand Harz4 oder mich selbständig zu machen. Also habe ich mich dann selbständig gemacht und meine Tochter ist zu uns gezogen. Die Kindesmutter hat keinen Unterhalt bezahlt und dann als nach 1,5 Jahren eine Unterhaltsverhandlung anstand, meine Tochter mit allen Mitteln dazu bewegt zu ihr zurück zu ziehen. Nun hatt die Kindesmutter Beistandschaft beantragt. Das Jugendamt fordert nun 334€ Unterhalt wozu ich absolut nicht in der Lage bin diese zu leisten, da mein Einkommen leider noch weit unter meinem Selbstbehalt liegt. Meine Auftragslage verbessert sich so langsam, wofür ich auch viel gekämpft habe, leider reicht es noch nicht um Unterhalt leisten zu können. Der Mann vom Jugendamt meinte dann müsse ich mir halt einen Job suchen, wie soll das denn gehen? Ich habe während meiner Selbständigkeit immer wieder Bewerbungen geschrieben und nur Absagen bekommen. Kann mich bei einer Unterhaltsverhandlung das Gericht zwingen meine Selbständigkeit aufzugeben und in Harz4 zu gehen? Dann könnte ich ja auch keinen Unterhalt mehr leisten? Kann das Gericht einfach einen Betrag festsetzen, den ich ja gar nicht zahlen kann? Ich bin durch die ganze Situation mittlerweile wieder psychisch sehr angeschlagen und leide wieder verstärkt unter Depressionen, sodaß auch inzwischen meine Selbständigkeit in Mitleidenschaft gezogen wird. Was kann ich tun??
Am 14.10.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Gerade bei gesundheitlichen Einschränkungen muß das Gericht individuell ggf mit SV Gutachten klären, in welchem Maße ein Unterhaltspflichtiger arbeiten und was er ggf verdienen könnte. Nur dann kann entschieden werden, ob er seiner Erwerbsobliegenheit genügt oder ihm ggf fiktives Einkommen zuzurechnen ist.
Am 19.10.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Fr. Wolf,
ch versuche seit 10 jahren unterhalt vom vater zu bekommen....das gericht hat ihn mehrmals verurteilt....aber er reagiert einfach nict....er bezeht seit über 20 jahren hatz4 und geht schwarz arbeiten....kann ich jetzt einen detektven beauftragen um zu beweisen das er schwarz arbeitet?....allerdings kann ich die detektive nicht bezahlen....was kann ich tun?
Am 20.10.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Schwarzarbeit ist nur schwer zu beweisen, häufig nur durch den Einsatz von Privatdetektiven und führt dennoch oft nicht zu einem durchsetzbaren Unterhalt, weil der Schuldner bei Aufdeckung die illegale Beschäftigung sofort einstellen kann/wird. Allerdings kann sie Grundlage für eine Strafanzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht sein.
Am 24.10.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Frau Wolf,

folgendende Situation:
Der Vater meines Kindes zahlt keinen Unterhalt, das Jugendamt reagiert nicht. Er hatte wohl auch schon Gerichtstermine wegen den austehenden Unterhaltszahlungen, ich bekomme aber keine Informationen vom Jugendamt darüber.
Laut Jugendamt bezieht er Hartz 4 und kann nicht zahlen, auf meine Hinweise das er nebenbei als Immobilienmakler arbeitet reagiert das Amt nicht.
Er macht alles um den Unterhalt nicht zu zahlen, er wohnt,lebt und arbeitet in der Stadt X ist aber laut Jugendamt in der Stadt Y gemeldet.Das Auto läuft auch unter läuft auch unter Stadt Y , wahrscheinlich auf den Namen seiner Eltern.
Er verschleiert das sehr geschickt.

Das Jugendamt verwehrt mir auch den Rechtsbeistand, es gibt keinen Grund um rechtliche Schritte einzuleiten.

Was kann ich in diesem Fall machen ?

Vielen Dank im voraus.

Am 25.10.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Sie könnten bei begründetem Verdacht auf weitere Einkünfte als Immobilienmakler Strafanzeige wegen Verletzung der Unterhaltsflicht stellen.
Am 01.11.2013 schrieb anonym folgendes:
Hallo Frau Wolf,
der Vater meines Sohnes aus 1. Ehe zahlte bisher zwar pünktlich den Unterhalt für unseren Sohn, aber auch nicht den ganzen, da ich mich damals bereit erklärt habe auf ca. 50 € tz verzichten, da er es sonst nicht auf die Reieh kriegt. Mittlerweile zahlt er von sich aus noch weniger und sieht auch nicht ein, die Differenz auszugleichen. Ich habe einen Titel u das Jugendamt hat ihn schon mehrfach angeschrieben, dass er mit mir eine Ratenzahltung vereinbaren soll. Dies tut er nicht, er ist der Meinung, dass er die Differenz nicht zahlen brauch. Nun sagt mir das Jugendamt, dass er seine neuen Lohnbescheinigungen abgegeben hat u da er auch einen weiteren Sohn bekommen hat, wird sein zu zahlenden Unterhalt wohl weniger werden. Mir geht es aber um die Differenz bis dato, wie komme ich da ran? Das Jugendamt gibt mir zwar irgendwie Auskünfte, die mir aber nicht so richtig weiterhelfen. Ich habe schon mal eine Anwältin befragt, die meint ich solle beim Jugendamt Beistandschaft beantragen, was heißt das genau?
Am 03.11.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

heute erhielt ich eine Vorankündigung des Vaters, er könne Unterhalt und Umgangskosten (Flüge) bald nicht mehr zahlen. Er ist Spanier und lebt in Spanien; es liegt ein Sorgerechts- und Unterhaltsbescheid eines spanischen Familiengerichts vor, da wir zum Zeitpunkt der Trennung als Familie in Spanien lebten.

Er ist selbständiger Architekt. Gemeldet ist er noch auf die Adresse seiner Eltern, wohnt aber andernorts (Adressen unbekannt). Durch meinen Sohn weiß ich, daß er mit seiner jetztigen Freundin an eine Familiengründung denkt.

Welche Schritte sollte ich (vorsorglich) unternehmen, neben der schriftlichen Einforderung des Unterhalts per Einschreiben m.R.?

Wird auch in einem solchen Fall das deutsche Jugendamt aktiv und streckt Unterhalt vor, den es beim Vater einfordert - oder muß ich mich direkt an die spanischen Behörden wenden?

Sollte er die Flüge für unseren Sohn nicht mehr bezahlen können, wäre ich verpflichtet finanziell einzuspringen? Ich arbeite Teilzeit, habe hohe Mietkosten und mein Sohn will schon seit einiger Zeit am liebsten nicht mehr zum Vater fliegen, weil er sich kaum mit ihm beschäftigt, wenn er dort ist.

Vielen Dank im voraus für Ihren Rat.

Am 04.11.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Im Rahmen einer Beistandschaft kümmert sich das JA um die Verfolgung der Ansprüche (soweit das JA dazu personell in der Lage ist)
Am 04.11.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die span Gerichtsentscheidung muß in Spanien durchgesetzt werden. Ob Sie Anspruch auf UVG Leistungen haben richtet sich nach dem Alter des Kindes, Ihren persönlichen Verhältnissen sowie etwaiger früherer Inanspruchname von UVG. Flüge zahlt das JA nicht, sondern nur einen reduzierten Mindestunterhalt.
Am 08.11.2013 schrieb Jan folgendes:
Sehr geehrte Frau Wolf,

ich habe hier viel über zahlungsunwillige Väter gelesen.
Die gibt es bestimmt, jedoch auch sehr viele Väter, welche den Kindesunterhalt regelmäßig zahlen.
Auch ich war ein solcher Vater, der regelmäßig und vollständig den Kindesunterhalt zahlte. Trotzdem wurde mir von der Mutter des Kindes, meiner Ex-Frau, nach Anfangs ausgiebigen Kindesumgang dieser immer weiter erschwert. Um es kurz zu machen, gipfelte dies darin, das kein Umgang mit den Kind möglich mehr möglich war! Angeblich wollte unser Sohn nicht mehr zu mir kommen...
Daraufhin schaltete ich das Jugendamt ein, aber auch durch Einsatz der Mitarbeiterin des JA konnte das Problem mit der Mutter nicht gelöst werden? Meine Anträge bei Gericht zur Regelung des Umganges waren erfolglos, da unser Kind beim Rechtspfleger, der Mitarbeiterin des JA und beim Richter - also mehrmals aussagte, nicht mehr zu mir kommen zu wollen. Vom Kind, damals 12 Jahre alt, wurde dies jedoch nie begründet.
Es wurden vorläufige Termine zum gemeinsamen Umgang durch den Familienrichter festgelegt, damit der Kontakt zwischen dem Kind und mir nicht ganz abreißt. Erfolglos, denn Tage vor dem ersten Umgangstermin laut richterlichen Beschluss kam ein Brief des Anwalts der Mutter, in welchem es hieß, das das Kind "angeblich trotz aller Versuche, es zum Umgang zu bewegen" den Umgang nicht wahrnehmen will.
Natürlich war ich zum Termin bei der Mutter, um unser Kind abzuholen, klingelte kurz, wartete 5 min., sprach aufs Handy, wartete wieder, klingelte nochmals und wartete...
Natürlich informierte ich darüber das Familiengericht. Erfolglos, denn bei zwei weiteren Versuchen erging es mir genauso. Jeweils 45 min gewartet, ohne das die Mutter die Tür öffnete oder mich im Vorfeld informierte...
Der Richter ordnete auch die Erstellung eines Gutachtens an, die Kosten hätte ich zu tragen.
Um es nochmals kurz zu machen: Ich habe meine bei Gericht gestellten Anträge zurückgezogen, da das Gutachten auch gegen mich und meinen Umgang mit unserem Kind verwendet hätte werden können. Außerdem wären extreme Kosten aufgelaufen und durch die Fahrten zur Gutachterin weitere Kosten entstanden und Stress und Streit aufgebaut, ohne das es zu einer Verbesserung kommt...
Jedenfalls hatte ich 2,5 Jahre keinen Kontakt zum Kind.
Es gab massive Probleme in der Lebensgemeinschaft der Mutter und deren Lebensgefährten und unserem Kind.
Ich hatte dies erfahren, suchte und hatte zweimal kurz den Kontakt zum Kind. Unser Kind wollte den Umgang mit mir, dieser wurde jedoch von der Mutter, ebenso wie in der Vergangenheit, verweigert und unser Kind unter Druck gesetzt? Ich informierte das JA. Mit der Mitarbeiterin des JA überlegte ich einen unkonventionellen Weg, dem mittlerweile 14,5 -Jährigen über seine Rechte aufzuklären und einen Weg aufzuzeigen, der rechtlich verbindlich ist...
Ca. 2,5 Wochen später wählte unser Kind den Weg der freiwilligen Inobhutnahme durch das JA.
Es erfolgte mit der Mutter eine Einigung darüber, das unser Kind auf unbestimmte Zeit bei mir wohnt.
Es gab bei der Mutter sehr oft Streit, bei uns ist in den vergangenen zwei Monaten noch kein lautes Wort gefallen.
Aktuell möchte unser Kind nicht zurück zur Mutter.
Egal, wie sich die Sache weiterentwickelt: Unser Kind hat nun erfahren, das man auch ohne Streit leben und Probleme durch reden lösen kann, kurz gesagt, das man für beide Seiten fair durchs Leben gehen kann.

Aktuelle Fragen:
Kindesunterhalt werde ich von der Mutter nicht erhalten, da diese nicht leistungsfähig ist. Ebenso kann ich, herkunftsbedingt, bei den Großeltern mütterlicherseits keinen Unterhalt einfordern.

Ich möchte die Mutter auffordern, den Kindesunterhalt z. B. beim JA titulieren zu lassen, so das ich bei eventuell späteren "Reichtum" eine Handhabe gegen diese habe. Habe ich auch bei derzeitigen nicht leistungsfähig sein der Mutter unseres Kindes ein Recht auf die Titulierung?

Muss ich zwingend eine gerichtlich erstellte Titulierung des Unterhalt an unser Kind außer Kraft setzen lassen, da sich die Vorraussetzungen dafür nun geändert haben?
Wenn ich, da unser Kind nach gemeinsamer Entscheidung bei mir wohnt, also den gewöhnlichen Aufenthalt bei mir hat! entsprechend keinen Unterhalt an die Mutter zahle, verstoße ich gegen den Unterhaltstitel. Könnte die Mutter also, wenn diese sich "unfair" verhält, trotzdem mit diesem Titel pfänden, obwohl sich dessen Vorraussetzung geändert hat? Eventuell sogar Jahre später?
Ich möchte sicherheitshalber den Titel bezüglich des Unterhalts aufheben lassen bzw. dahin abändern, das dieser nur rechtlich verbindlich ist, wenn unser Kind (wieder) bei der Mutter lebt. Ist das möglich, muss es erst vorher eine Einigung mit der Mutter darüber geben? Reicht es aus, beim JA einen neuen Titel in Abänderung des gerichtlichen Titels erstellen zu lassen, in welchem ich mich zur Zahlung des Unterhaltes verpflichte, falls/sobald/ wenn überhaupt unser Kind wieder bei der Mutter wohnt?

Ich würde mich sehr über Ihre kurze Antwort freuen, damit ich weiß, wie ich mich nun richtig verhalte.

Vielen Dank,
mit freundlichen Grüßen
Jan

Am 11.11.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Bei einem Obhutswechsel sollte die Gegenseite zunächst zur kurzfristigen Titelherausgabe aufgefordert werden, widrigenfalls muß der Titel durch Abänderungsklage aus der Welt geschafft werden.
Am 20.11.2013 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,
ich hab da auch mal eine Frage!
Der Vater meiner Kinder zahlt keinen Unterhalt und ist in die USA abgehauen. Dort arbeitet er nur privat für seinen Vater. Verdient also nicht offiziell Geld und ist neu verheiratet.
Gibt es hier überhaupt Chancen, den Unterhalt zu bekommen oder ist das vergebens bzw. sehr aufwändig und teuer einzufordern ?
Danke!
Am 21.11.2013 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Vollstreckung von Schuldner ohne offizielles Einkommen im Ausland ist häufig sehr schwierig und die Erfolgsaussichten sind ungewiß.
Am 10.01.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo Frau RA Wolf,
durch Zufall bin ich auf ihre tolle Homepage gestoßen und konnte auch schon sehr viele nützliche Eindrücke gewinnen.
Mein Problem liegt ähnlich aber doch etwas abgeändert.
Meine dauernd getrennt lebende Ehefrau prozesiert mit ihrem Anwalt über Gott und die Welt.
Unsere beiden Söhne 13+17 leben bei mir.
So hat sie sich z.B. eine beim Jugendamt vereinbarte Umgangsregelung gerichtlich bestätigen lassen.
Seit 01.01.2013 habe ich sie wegen bisher nicht erfolgter Kindesunterhaltszahlung mit Hilfe des Jugendamtes unter Verzug gesetzt.
Durch ihren Anwalt teilte Sie mit, dass bei der Berechnung eheliche verbindlichkeiten außer acht gelassen worden, ohne diese zu benennen. Für unser gemeinsam finanziertes Einfamilienhaus zahle ich die monatlichen Verbindlichkeiten allein. Kann meine Ex hier für sich eine Zahlung eines Nutzungsentgeltes gegenrechnen lassen? Nun ist ein gesamtes jahr ohne Zahlung bzw. Titel vergangen. Die anwaltliche Vertretung von Frau Mercklein führt regelmäßig mein höheres Gehalt als Argumentation heran. Unsere beiden Kinder sind ohne eigenes Einkommen. Somit ist Bedürftigkeit in jedem Falle gegeben. Der Selbstbehalt wurde in die Berechnung des Jugendamtes mit aufgenommen.

Nun wird mein Großer bald 18 und muss seinen Unterhalt selbst einfordern.
Meine Fragen:
1. Wenn grundsätzlich laut Berechnung Zahlungsfähigkeit gegeben ist, können dann eheliche Verbindlichkeiten als zahlungshinderungsgründe benannt werden.
2. Muss mein Großer mit seinem 18. Geburtstag selbst prozessieren?
Vorab vielen dank für ihre Unterstützung/Antwort.

Am 13.01.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das volljährige Kind muß den Unterhaltsanspruch selbst geltend machen, die gesetzliche Vertretung durch die Eltern gilt nur für Minderjährige.
Inwieweit Berechnungen des unterhaltsrechtlichen Einkommens vollständig und richtig sind, kann immer nur im Einzelfall bei Durchsicht aller Umstände und Belege sowie unter Berücksichtigung der örtlichen Unterhaltsleitlinien und Rechtsprechung beurteilt werden.
Am 22.01.2014 schrieb anonym folgendes:
Hallo. Ich lebe seit zwei Jahren getrennt vom meinem Exmann und erhalte vom Jugendamt UVG für meine beiden Kinder, da der Vater nicht zahlt. Obwohl er 1.700,00 € netto im Monat verdient hat. Das Jugendamt hat dann erst mal nur das Geld gepfändet was das Jugendamt mir monatlich gezahlt hat. Nach über einen halben Jahr ist endlich der Titel gekommen und was passiert mein ach so toller Exmann ist jetzt auf dem Arbeitsamt und hat im Dezember 2013 Privatinsolvenz eröffnet/beantragt. Statt jetzt den Mindestunterhalt von 272,00 € pro Kind zu pfänden, haben sie meinem Exmann wieder nur ne Frist gesetzt. Wie kann des sein? Was kann ich machen damit da endlich was vorangeht? Mein Exmann will sich März oder April 2014 auch noch selbstständig machen, da bekam ich die Aussage, dass es dann noch schwieriger wird mit dem Unterhalt. Würde es vielleicht mehr bringen, wenn ich zum Anwalt gehe? Weil mir kommt es so vor, als ob nichts voran geht mit dem Jugendamt. Und bei meinem "Glück" werd ich nicht nur auf die 10.000,00 € der letzten zwei Jahre verzichten müssen, sondern noch auf Monate Januar und Februar 2014 wenn da des mit der Privatinsolvenz durch ist. Ich hoffe, Sie können mir vielleicht was positives sagen, denn ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen soll! Vielen Dank.
Am 22.01.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Aufnahme einer selbst. Tätigkeit im März/April dürfte schwierig sein, wenn gerade Antrag auf Privatinsolvenz gestellt wurde. Grds. ist auch im Privatinsolvenzverfahren die Zahlung von Kindesunterhalt möglich, dem Schuldner stehen entsprechend erhöhte Freibeträge zu.
Am 23.01.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Da wäre aber noch eine Frage: Ginge des mit einer Pfändung schneller wenn ich einen Anwalt einschalte? Weil des mit dem Jugendamt einfach nicht vorangeht und ich nicht noch mehr Unterhaltsansprüche von meinem Exmann verliere möchte.

Vielen Dank!

Am 23.01.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Pfändungsmöglichkeiten müssen immer im Einzelfall beurteilt werden.
Am 15.02.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo,

mein Problem ist folgendes:

Ich bin 22 und Student. Meine Eltern leben getrennt, sind aber noch nicht geschieden. Beide besitzen wegen hoher Schulden P-Konten und ihr Gehalt wird gepfändet. Von meiner Mutter erhalte ich jeden Monat mein Kindergeld und ca. 150€ obendrauf, soweit dies möglich ist. Mein Vater zahlt jedoch keinen Unterhalt an mich. Versuche, mit meinem Vater darüber zu sprechen, scheiterten an seinem Widerstand. Da sich das BaföG nach dem Einkommen meiner Eltern richtet und sie beide eigentlich genug verdienen, habe ich keinen Anspruch darauf.

Was kann ich tun, damit mein Vater seinen Unterhalt auch zahlt? Soll ich mir einen Rechtsanwalt zur Hilfe nehmen? Muss mein Vater mir überhaupt etwas zahlen, wenn sein Lohn schon gepfändet wird (er hat monatlich ca 1050€) oder richtet sich mein Unterhaltsanspruch nach seinem tatsächlichen Netto-Einkommen?

Schonmal Danke im Voraus

Am 18.02.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Hallo.

Mein Anliegen: mein Freund hat einen 6 - jährigen Sohn. Mit seiner Ex ist das Verhältnis sehr angespannt. Jetzt zu meiner Frage: seine ex bezieht ALG II und mein Freund verdient nur 800€ netto,dadurch kann er leider keinen Unterhalt bezahlen, sodass die UVK dies übernimmt. Jetzt hat er Post vom AA erhalten,das er keinen Unterhalt von 257€ ohne Angaben von Gründen bezahlt und deswegen 11 Monate offen sind. Muss er diese Forderung bezahlen? Er hat keinen Titel.

Am 18.02.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Unterhalt für die Vergangenheit kann grds nur geltend gemacht werden bei Vorliegen eines Titels oder einer entsprechenden Aufforderung. Bei letzterem kommt es noch auf die Leistungsfähigkeit an.
Es ist allerdings nicht ganz nachvollziehbar, warum das AA Kindesunterhalt geltend machen sollte.
Am 18.02.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Die Abzugsfähigkeit von Schulden bei der Bemessung von Unterhaltsansprüchen hängt davon ab, wann und zu welchem Zweck diese aufgenommen wurden.
Unabhängig davon besteht bei verschuldeten Personen immer die Schwierigkeit, selbst gerichtlich durch Urteil festgestellte Ansprüche am Ende auch vollstrecken zu können.
Am 01.03.2014 schrieb anonym folgendes:
Guten Tag,

ich hätte eine Frage und zwar: Bin ich 20 Jahre alt und habe eine Tochter 1 jahr und müsste monatl. 225 unterhalt zahlen. Da ich in einer Ausbildung war hatte meine Freundin Unterhaltsvorschuss von 133 bekommen. Ich hab jetzt meine Ausbildung verloren und bin derzeit arbeitslos und habe kein Einkommen. Nun habe ich eine Mahnung vom Jugendamt bekommen von 1350 wegen den Unterhaltsvorschuss und sollte das zahlen sonst wird vollstreckt. Ich hatte angerufen und gesagt ich kann nicht zahlen da ich kein Einkommen habe. Nun meine Frage was passiert jetzt bei einer Pfändung oder ähnliches und es ist ja bei mir nix zu holen was sind die nächsten schritte? Und muss ich gerichtsvollzieher etc. bezahlen wenn erfolglos pfändung bleibt? Und wieso bekommt sie nur 133 aber mir wird 225 als schulden angerechnet? Ich bemühe mich sehr um eine arbeit, doch leider ohne führerschein bekomme ich hier sehr schlecht eine und kann unterhalt abgeändert werden oder gehen die schulden immer weiter und weiter, so komm ich ja nie wieder auf den richtigen weg und bleibe immer arm ?

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar

Mit freundlichen Grüßen

Am 03.03.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wer trotz Erfüllung der Erwerbsobliegenheit leistungsunfähig ist, kann den Unterhaltstitel herabsetzen lassen, ggf auch auf 0.
Am 18.03.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Ich habe eine Frage ...Ich habe ein Problem...
mein ex Mann kann nicht zahlen Unterhalt
Ich habe wieder geheiratet und seit dieser Zeit zahlt mir nicht mehr Jugendamt ...was soll ich jetzt machen?
Am 18.03.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Das hängt von den Einkommensverhältnissen der Familie ab, ggf bestehen Ansprüche auf soziale Unterstützungsleistungen wie Kinderzuschlag oder Hartz IV.
Am 21.03.2014 schrieb anonym folgendes:
Hallo.Ich hab da mal ne Frage.Ich habe bis letztes Jahr UVG bekommen.seit ein halben Jahr nicht mehr.Habe mich mit dem Vater von mein Sohn schon unterhalten und eigentlich wollte er mir unterhalt für meinen Sohn zahlen und tut es nicht.Er tut arbeiten auf geringfühiger Basis und bekommt noch EU-Rente.Da könnte er doch unterhalt zahlen?Habe nächste Woche ein Termin bei meiner Rechtsanwältin und meine Frage ist wenn es vor Gericht kommen sollte hätte ich da ne Chance zu gewinnen!?
Am 24.03.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Ob der Vater sich erfolgreich auf Leistungsunfähigkeit berufen kann hängt von seinem Einkommen, davon, ob er mit seiner Arbeit seine Erwerbsobliegenheit erfüllt sowie ggf von seinem Vermögen ab.
Am 26.03.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Meine Frage:

Der Papa bezahlte vorschriftich Unterhalt für die beiden Kinder.
Jetzt hat er sich das Leben genommen.
Wer bezahlt jetzt für die beiden Kinder? Das Jugendamt wurde schon gefragt, keiner fühlt sich zuständig. :/

Danke!

Am 31.03.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Möglicherweise haben die Kinder Anspruch auf Waisenrente.
Am 08.04.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Wolf,

ich zahle heute für meine zwei Kinder Unterhalt, dieser wurde vor dem Jugendamt beurkundetet, ein sog. Individualunterhalt. Ich bin neu verheiratet, wir erwarten ein gemeinsames Kind. Wird dieses Kind wenn es geboren ist, in der Unterhaltsberechnung berücksichtigt, auch wenn ein sog. Mangelfall vorliegt? Danke für Ihre Antwort sehr!
MfG

Am 08.04.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Es werden alle minderjährigen Kinder gleich behandelt, dh bei gleichem Einkommen und Hinzukommen eines weiteren Kindes sinkt der Unterhalt für die bereits vorhandenen.
Am 09.04.2014 schrieb (anonym) folgendes:
liebe RAin frau Wolf,
mein mann und ich haben letztes jahr geheiratet und vor zwei Monaten ist unser sohn geboren. aus vorheriger Beziehung hat er eine 9 jahre alte tochter für die er regelmäßig viel unterhalt zahlt. aktuell hat er durch schlechte Auftragslage nur noch 400 euro selbsbehalt und eine neuberechnung auch aufgrund Geburt unseres sohnes bei der kindesmutter seiner tochter beantragt hat die weigert sich mit allen mitteln, habe ich als Ehefrau und nun mutter nicht auch eine Möglichkeit zum Jugendamt zu gehen und die neuberechnung zu veranlassen oder sollen wir lieber einen Anwalt einschalten?
Am 09.04.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Wenn die Kindsmutter freiwillig nicht zu einer Überprüfung/Neubemessung des Unterhalts bereit ist, wird wohl anwaltliche (Abänderungsklage) und gerichtliche Hilfe erforderlich sein. Dies kann allerdings nur der unterhaltspflichtige Vater, nicht dessen Ehefrau, in die Wege leiten.
Am 22.04.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Wolf,

ich zahle für meine zwei Söhne gem. Jugendamtsurkunde 450,00 Euro (Individualunterhalt), verdiene durchschnittlich 1.800 netto. Bin wieder verheiratet, meine Frau ist arbeitslos, erhält auch keine Leistungen nach SGB, da zuvor nur auf Basis gearbeitet, sie hat aus ihrer frühereren Ehe noch ein Kind, erhält allerdings seit der Heirat mit mir kein Unterhalt mehr vom Jugendamt, der Vater des Kides ist im Ausland und zahlt nichts. Jetzt bekam ich ein Schreiben der Rechtsanwältin der Exfrau, ist soll ab März 647,00 Euro zahlen, plus die Anwaltsgebühren. Ich bin leider nicht in der Lage, diesen Unterhalt zu leisten. Nach Abzug der Miete mit Nebenkosten und Unterhalt verbleiben uns gerade 650,00 Euro. Meine Frage: Kann Exfrau Unterhalt rückwirkend verlangen, wenn ein beurkundetes Unterhaltstitel vorliegt vom Jugendamt wonach ich 450,00 Euro zu zahlen habe. Der Unterhalt wurde im Hersbt letzten Jahres beurkundet, seitdem hat sich mein Einkommen auch nicht erlativ verändert, lediglich um durchschnittlich 100 bis 170 Euro mehr.
Danke für Ihre Antwort und Ihre Mühe sehr. Falls Sie für die Beantwortung meiner Frage eine längere Bearbeitungszeit benötigen, bin ich auch gerne bereit ein Honorar an Sie zu zahlen.
Mit freundlichen Grüßen

Am 22.04.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Da wohl ein Unterhaltstitel vorliegt kann dieser Betrag gefordert und durchgesetzt werden, bis eine freiwillige oder gerichtliche Abänderung erfolgt.
Ein höherer Unterhalt, soweit dieser zusteht, kann ab Geltendmachung rückwirkend gefordert werden.
Am 22.04.2014 schrieb (anonym) folgendes:
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Wolf,

ein kurze Frage: Kann ein Unterhaltstitel rückwirkend herabgesetzt werden wegen Krankheit, d.h. nicht voller Erwerbsmöglichkeit des Kindesvaters (Attest liegt vor), wenn sein Einkommen ab Mai sich verringern wird. Es besteht aber auch teilweiser Unterhaltsrückstand für März und April. Kann dieses Geld noch gefordert werden?

Vielen Dank für Ihr Engagement!

Am 22.04.2014 schrieb RAin Wolf folgendes:
Eine Abänderung eines bestehenden Titels kann rückwirkend grds erst ab Geltendmachung des Änderungswunsches bzw des geringeren Einkommens durchgesetzt werden, bis dahin aufgelaufene Rückstände sind grds geschuldet.

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